Reportage aus Beirut

Libanon: zwischen Resignation und Revolte

Nach der Explosion im Hafen von Beirut wird Unternehmer und Partykönig Johnny Assaf gerade zum Aktivisten. Er koordiniert die Proteste gegen Libanons Politik. Denn sie lasse die Menschen bei der Bewältigung der Katastrophe im Stich. Eine Reportage von Theresa Breuer und Vanessa Schlesier.

So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich selbst zu helfen. Aus dem ganzen Land kommen Freiwillige nach Beirut - räumen mit auf, bringen Essen, versorgen die Verletzten. Besonders hart trifft es die rund 250.000 syrischen Flüchtlinge, die in Beirut leben, die meisten davon in unmittelbarer Nähe zum Hafen. Das wenige, was sie hatten, haben sie nun auch verloren.

Ohnehin schwelen im Libanon seit Monaten Proteste. Viele machen das vollkommen verkrustete und korrupte politische System des Landes für die herrschende Wirtschaftskrise verantwortlich. Die Explosion im Hafen sei nun der letzte Akt dieses allumfassenden Staatsversagens.

Resignieren die Menschen - oder kündigt sich gerade eine Revolte an?

Eine Reportage von Theresa Breuer und Vanessa Schlesier.

 

Lesen Sie auch:

Libanon nach den Explosionen in Beirut. Der Totalausfall des Staates 

Bilder der Verwüstung: Beirut am Tag nach der Explosion

Corona-Krise und Ausnahmezustand im Nahen Osten

Wirtschaftskrise im Libanon: Mit Solidarität und Humor gegen die Krise

Wirtschafts- und Finanzkrise im Libanon: Währungschaos, Preissteigerungen und brennende Banken

Finanzkrise im Libanon: Perfekter Sturm

Die Redaktion empfiehlt