C. Horn, 9. Oktober 2006

zu: Zeitbombe am Hindukusch, von Martin Gerner

Über die Mohnernte in Afghanistan:

Wegen Starker Rückenprobleme muss ich oft opiumhaltige Schmerzmittel einnehmen. Warum interessiert sich die Pharmaindustrie nicht für diese Plantagen und investiert dort in Anlagen?

"Zu gefährlich" mag ein Argument sein, jedoch hat es den Anschein, dass ausländische Investoren in Afghanistan wenigstens die nächsten fünf bis zehn Jahre ein Schutzbedürfnis haben werden. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass in sechs Monaten Friede, Freude, Eierkuchen einziehen, nur weil es fließend Wasser und Strom gibt.

Bestes Beispiel ist Ex-Jugoslawien, und gerade bei sowohl serbischen wie auch kroatischen und Kosovoalbanern aus meinem Kollegenkreis erlebe ich, wie die Vorurteile und der Hass des Krieges an die Nachkommen weitergereicht werden. Auch hier dürften wenigstens zwei Generationen in Frieden nötig sein, um die Wunden des Krieges zu bedecken. Geheilt sind sie dann noch lange nicht. Und dort gibt es wenigstens noch Infrastruktur. In Afghanistan kaum.

Mit freundlichen Grüßen

C. Horn aus FFM

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