Andreas Parson, 30. April 2012

zu Kein Arabischer Frühling für Christen von Bettina Marx

Der Artikel beschreibt wahrhaftig eine Situation, die wir eventuell im Nahen Osten erwarten dürften. Minderheiten leben immer unter einer anderen Gefühlslage als die Mehrheit der Bevölkerung. Wie im anderen Kommentar schon zu lesen ist, ist es nicht der christliche Glaube, der die Christen im Nahen Osten in die Bedrängnis führen wird, sondern ihre politischen Entscheidungen.

Im Libanon wird behauptet, dass die Christen Angst vor einer schiitischen Dominanz haben; die größte christliche Konfession der Maroniten um Michel Aoun ist aber mit den Schiiten und Syriern verbündet. Die eigentliche Angst der Minderheiten im Nahen Osten drehte sich schon immer um eine sunnitische Dominanz - vielleicht aus reiner Ablehnung!? Oder Angewöhnung europäischer Tradition!? Man kann nicht wie in Syrien, Ägypten oder im Irak jahrzehntelang Diktaturen unterstützen und dann bei einem Regimewechsel auf Intoleranz und Verachtung hinweisen. Orientalische Christen waren bis ins 19 Jahrhundert verachtet aber wohlbehütet. Nun müssen sie sich offen zu einer Seite bekennen.

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