Polizeibeamte rasieren die Köpfe von indonesischen Punks am 14. Dezember 2011; Foto: EPA
Punks und Scharia in Indonesien

Jagd auf Irokesen

Nach einem Musikkonzert erfuhr eine Gruppe indonesischer Punks, was die Polizei in Banda Aceh unter islamischen "Umerziehungsmaßnahmen" versteht: ein Zwangsbad im See und unfreiwillige Kopfhaarrasuren. James Balowski fasst die Ereignisse vom letzten Dezember zusammen.

Eine Gruppe von Musikfans, die in Aceh, der nördlichsten Provinz Indonesiens, ein Benefizkonzert organisierten, fiel im vergangenen Dezember den dort geltenden diskriminierenden Scharia-Verordnungen zum Opfer. Die Jugendlichen, von denen einige sogar aus Jakarta und West-Java angereist waren, wurden am Abend des 10. Dezember 2011 verhaftet. Ihr Verbrechen bestand darin, dass sie ein Punk-Wohltätigkeitskonzert organisiert hatten, mit dem sie im Bürgerzentrum der Provinzhauptstadt Banda Aceh unter dem Slogan "Aceh for the Punk" Geld für Waisen sammeln wollten.

Reguläre Polizeikräfte und Scharia-Polizisten stürmten den Veranstaltungsort und griffen jeden auf, der eine Irokesen-Frisur oder Tätowierungen, enge Jeans oder Ketten trug. Nachdem sie drei Nächte lang von der örtlichen Polizei festgehalten worden waren – in denen sie keinen Kontakt zu einem Rechtsbeistand oder ihren Familien aufnehmen durften – wurden sie zur "Umerziehung" in die Polizeischule von Aceh gebracht.

"Das wird ihnen eine Lektion sein", sagte der Chefinspektor der Polizei von Aceh, Iskandar Hasan, als er von der Bestrafung der Punks sprach. Hasan bestritt, dass es sich bei der Behandlung um eine Verletzung der Menschenrechte handelte: "Wir werden ihnen ihre ekelhafte Kleidung abnehmen und ihnen neue Sachen zum Anziehen geben. Sie bekommen Zahnbürsten und Zahnpasta, Shampoo, Sandalen und Gebetskleidung. All das bekommen sie von uns gestellt."

Religiöse Indoktrination

Und seinen Worten folgten Taten. Nach ihrer Ankunft im Camp wurden den Männern die Haare abrasiert und das Haar der Frauen so kurz geschnitten, wie es auch bei weiblichen Polizeioffizieren üblich ist. Dann wurden die Punks gezwungen, in einem See zu baden, ihre Kleidung zu wechseln und zu beten.

Wütender indonesischer Punk bei einem der Proteste im Dezember 2011; Foto: Negasi/http://negasi-negasi.blogspot.com
"Die Punks bekommen Zahnbürsten und Zahnpasta, Shampoo, Sandalen und Gebetskleidung", erklärte der Chefinspektor der Polizei Aceh. Waren die Verhaftungen der Punks im Sinne einer islamischen Umerziehung oder doch Menschenrechtsverletzungen?

​​Dem 20-jährigen Juanda, seit 2008 Mitglied der Punk-Gemeinschaft "Rebel's Dam", gelang die Flucht, indem er einen Helm trug, der seinen Punk-Haarschnitt verbarg. Aber er sah alles, was passierte. "Sie wurden geschlagen wie Tiere", sagt er. "Es brach mir das Herz, als ich sah, wie meine Freunde derart misshandelt wurden. Und ich konnte nichts tun, um ihnen zu helfen, weil die Polizisten bewaffnet waren und sehr schnell handelten. Sie haben meine Freunde an den Haaren gezogen und sie daran hinter sich her geschleift."

Dies war nicht das erste Mal, dass Punks von der Scharia-Polizei in Aceh angegriffen wurden. Im Februar 2011 wurde eine Gruppe von Jugendlichen verhaftet und festgehalten, um sie religiös zu indoktrinieren. Die Polizei behauptete, dass sie ein öffentliches Ärgernis darstellten und beschuldigte sie, in Diebstähle, Prügeleien und Überfälle verwickelt gewesen zu sein. Obwohl man sie 10 Tage lang festhielt, wurde niemand von ihnen angeklagt. Das Gleiche geschah mit den 64 Personen, die man im Dezember festnahm. Trotz einer illegalen Festsetzung für 2 Wochen, wurde niemand von ihnen angeklagt oder vor ein Gericht gebracht.

Punk wird niemals sterben

Die stellvertretende Bürgermeisterin von Banda Aceh, Illiza Sa'aduddin Djamal, die die Punks als "neue soziale Krankheit, von der Banda Aceh befallen ist" bezeichnet, verteidigt hingegen die Festnahmen und den anhaltenden Kreuzzug gegen die Punk-Szene. Stolz erklärt sie, dass sie persönlich Polizeirazzien in Cafés und in Parks überwacht hätte. Sie behauptet nicht nur, dass das Konzert vom 10. Dezember abscheulich gewesen sei, sondern auch, dass die Veranstalter ihre Erlaubnis missbraucht hätten, da diese nur für eine Wohltätigkeitsveranstaltung gegolten hätte. Dennoch konnte sie nicht sagen, wie oder ob überhaupt es den Behörden möglich gewesen sei, zu beweisen, dass es nicht tatsächlich um eine Benefizveranstaltung ging.

Laut Illiza werden öffentliche Orte wie der Wassergarten Taman Sari und das Tsunami- Museum unattraktiv werden, wenn die jungen Menschen, die sich dort aufhalten, ungepflegt seien und sich schäbig kleideten. "Ihre Moral ist eine falsche. Männer und Frauen kommen zusammen und das ist gegen das islamische Scharia-Gesetz", sagt sie. "Wir werden solange Razzien durchführen, bis sie alle gefasst wurden und werden sie dann umerziehen. Aceh ist eine Region, in der die Scharia gilt."

Auch der Gouverneur der Provinz Aceh, Irwandi Yusuf, verteidigt das Vorgehen und besteht darauf, dass es letztlich belegen würde, wie sehr der Regierung am Wohl der Jugend gelegen sei. "Es handelte sich nicht um ein Benefizkonzert für Waisen", sagte er am 20. Dezember gegenüber Journalisten im State Palace. "Es entspricht nicht der Wahrheit, dass die Polizei sie verhaftet hat. Darum ging es gar nicht. Die Wahrheit ist, dass die Polizei ihnen lediglich half, sich zu entwickeln." Irwandi fügte hinzu, dass es etwa 700 Punks in Aceh gebe, von denen die meisten in Parks oder auf der Straße lebten, keine Jobs hätten, nicht zur Schule gingen, nicht beteten und sich weigern würden, zu ihren Familien zurückzukehren.

Sogenanntes
Illiza Sa'aduddin Djamal, stellvertretende Bürgermeisterin von Banda Aceh, erklärte: "Ihre Moral ist eine falsche. Männer und Frauen kommen zusammen und das ist gegen das islamische Scharia-Gesetz. Wir werden solange Razzien durchführen, bis sie alle gefasst sind und werden sie dann umerziehen."

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Auch konservative Gruppen, die die strikte Anwendung der Scharia-Gesetze in Aceh fordern und auch für deren Übernahme in anderen Provinzen des Landes kämpfen, stehen hinter dem Vorgehen der Behörden. Der Sekretär der Aceh Ulama Association, Faisal Ali, sagte in einer Stellungnahme, dass die lokale Regierung den Punks keinesfalls Raum zur Entfaltung geben sollte und forderte zugleich ein allgemeines Verbot der gesamten Punk-Szene in Aceh. Der Vorsitzende der Aceh Association for Imams, Tarmizi Rasyid, schlug sogar vor, dass der Zeitraum, in dem die Jugendlichen festgehalten werden können, auf drei Monate ausgedehnt werden sollte. Dieser Vorschlag wurde auch von der berüchtigten Islamic Defenders' Front unterstützt, die bekannt ist für ihren Vandalismus in denjenigen Nachtlokalen von Jakarta, die nicht ihre Schutzgelder an die Polizei zahlen.

Nach einigen Tagen im Umerziehungslager kam eine Delegation des Rates muslimischer Geistlicher und hielt den Jugendlichen einen religiösen Vortrag. Doch es gab kein Anzeichen für eine spontane Massenbekehrung. "Punk ist nicht tot!", schrie der 18-jährige André, als er gezwungen wurde, wieder auf einen Truck zu steigen, nachdem er zum Gebet in eine nahegelegene Moschee gefahren worden war. André sagte, er hätte die Nase voll von der Umerziehung und dass es bei ihm keinerlei Wirkung hinterlassen würde. "Wenn sie mich gehenlassen, werde ich immer noch Punk sein", meint er, "das habe ich mir so ausgesucht."

Die Versuche, den Punks moralische Werte zu vermitteln, indem man sie für Stunden unter der sengenden Sonne marschieren ließ, als wären sie beim Militär, fruchteten nicht und die Punks machten nicht den Anschein, als würden sie nachgeben wollen. Wenn die Lagerkommandeure ihnen den Rücken zukehrten, erhoben die Gefangenen die Fäuste und riefen "Punk wird niemals sterben!"

Eine Flut von Kritik

Menschenrechtsaktivisten haben die Verhaftungen verurteilt. Laut dem Geschäftsführer der Aceh Human Rights Coalition, Evi Narti Zain, waren die Polizeiaktionen brutal und illegal. Die Rechtshilfeorganisation "Aceh Legal Aid Foundation" musste hart um die Freilassung der Jugendlichen kämpfen. Wie der Vorsitzende der Stiftung Hospinovizal Sabri feststellte, hatten sie gegen kein Gesetz verstoßen.

In Jakarta war es zuerst M. Choirul Anam von der indonesischen Menschenrechtsorganisation Imparsial, der darauf bestand, dass die Polizei das Recht der Jugendlichen auf Meinungsfreiheit missachtet hätte; dabei hätte sie in unmenschlicher Weise gehandelt, gegen das internationale Übereinkommen gegen Folter - das von Indonesien mit unterzeichnet wurde - und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe verstoßen und den Jugendlichen auch noch jede Rechtshilfe versagt.

Der Vorsitzende der Nationalen Kommission für den Schutz der Kinder, Arist Merdeka Sirait, spottete über die Behauptung von Bürgermeisterin Djamal, dass Punk "eine soziale Krankheit" sei und kritisierte die Praxis der Inhaftierung ohne Anklage heftig. Auch das Scheren der Köpfe, das erzwungene Bad im See und der pseudo-militärische Drill wurden von ihm als Verletzung der Menschenrechte gebrandmarkt. Nach Meinung Ahmad Suaedys, Geschäftsführer des Wahid-Instituts für einen pluralistischen und friedvollen Islam, waren die Methoden der Scharia-Polizei nicht mit den islamischen Werten vereinbar.

Verhaftete indonesische Punks werden auf einem Polizeiwagen gesammelt; Foto: EPA
Ein 18-jähriger Punk namens André erzählt, dass er die Nase von der Umerziehung voll habe: "Wenn sie mich gehen lassen, werde ich immer noch Punk sein, das habe ich mir so ausgesucht."

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Der Vorfall sorgte auch in der nationalen wie internationalen Punk-Szene für Empörung. Am 17. Dezember nahmen Dutzende von Punk-Anhängern an einer Solidaritätsaktion vor dem Hotel Indonesia in der Innenstadt Jakartas teil, wobei sie aus Solidarität mit den Punks aus Aceh die gleichen Irokesen-Frisuren trugen. Am 19. Dezember versammelte sich eine Gruppem namens "Solidarity for Aceh Punks United" vor der Zentrale der Nationalen Polizei im Süden Jakartas. Drei Tage später veranstalteten Hunderte von Punks eine Solidaritätsaktion in Yogyakarta, um die Freilassung der Punks von Aceh zu fordern. Sie betonten, dass die Festnahmen eine Verletzung der Menschenrechte darstellten und verlangten von der Polizei, auf gewaltsames Vorgehen zu verzichten.

Aber auch im Ausland sorgte der Vorfall für Aufsehen: Schon am 14. Dezember initiierte das in Seattle ansässige Metal- und Punk-Label "Aborted Society" auf seiner Website das Projekt "Mixtape für Aceh", bei dem Punkmusik-Fans dazu aufgerufen wurden, Punk-Compilations auf Musikkassetten und CDs zusammenzustellen. Das Label plante, diese Tapes dann den Punk-Fans in Aceh zu schicken. Einen Tag später veröffentlichte eine Gruppe von Anarcho-Punks aus Moskau ein YouTube-Video, in dem, als Zeichen der Solidarität, die indonesische Botschaft verunstaltet wird. In dem Video ist die Gruppe dabei zu sehen, wie sie eine Wand mit Slogans besprüht, die aus dem Russischen übersetzt bedeuten: "Religion = Faschismus" und "Punk ist kein Verbrechen".

Eine schwedische Facebook-Seite kündigte eine Veranstaltung mit dem Titel "Unterstützt die indonesischen Punks" an und rief Punks weltwei auf, Bilder von sich selbst in voller Punk-Montur zu posten und Protestbriefe an die jeweils nächstgelegene indonesische Botschaft zu schicken; innerhalb weniger Tage fand die Seite Tausende Anhänger.

Gouverneur Irwandi tat den internationalen Protest ab: "Was geht das alles das Ausland überhaupt an? Es war keine Verletzung der Menschenrechte. Lasst uns nicht zu Sklaven der fremden Werte werden." Die Zentralregierung hielt sich während der ganzen Affäre auffallend zurück und schwieg, mit der Ausnahme des Ministers für Soziales, Salim Segaf al-Juffrie, der auch nicht mehr verlauten ließ als die Empfehlung an die Polizei, mit den Jugendlichen "auf überzeugende Weise" umzugehen.

Keine Obdachlosen, nur Punks

Nach der Freilassung der festgenommenen Punks am 23. Dezember sagte Polizeichef Hasan, dass er – trotz der weltweiten Kritik – davon überzeugt sei, dass die Polizei im Interesse der Punks selbst und im Interesse der Öffentlichkeit insgesamt gehandelt hätte. Er betonte, dass die Polizei starke Unterstützung aus der Öffentlichkeit erfahren habe, darunter auch von 21 islamischen Organisationen. Er gab allerdings zu, auch etwa 50 SMS-Nachrichten erhalten zu haben, in denen er beschimpft wurde.

Indonesische Punks; Foto: DW/Christina Schott
"Punk ist kein Verbrechen". Die Aktion der indonesischen Polizeil rufte weltweit Empörung und Solidarirät bei Punks und Punkmusik-Fans aus.

​​Auf die Frage, ob Punks, die zukünftig auf der Straße angetroffen würden, mit einer Verhaftung zu rechnen hätten, antwortete er: "Ja, wahrscheinlich schon. Wie schmutzig wäre die indonesische Gesellschaft, wenn sie es zuließe, dass überall obdachlose Punks an jeder Ecke der Städte zu finden seien."

Als Reaktion auf die Kritik am Umerziehungsprogramm behauptet Hasan, dass das Scheren der Köpfe und das Zwangsbad im See missverstandende "Traditionen" seien, die von Polizeikadetten ausgeführt wurden. Im Widerspruch zu Medienberichten bestand er aber darauf, dass die Verhafteten "glücklich" gewesen seien, "weil sie so lange schon kein Bad mehr genommen hatten" und "enthusiastisch" über die Umerziehung seien sie auch gewesen. Als er aber gefragt wurde, warum die Polizei nicht auch andere obdachlose Menschen in Aceh aufgreifen würde, wenn sie doch so besorgt über die öffentliche Hygiene sei, antwortete Hasan: "In Aceh gibt es keine Obdachlosen, es gibt nur Punks."

James Balowski

© Inside Indonesia/Qantara.de 2012

James Balowski war Gründungsmitglied der australisch-indonesischen Solidaritätsorganisation AKSI, aus der 1996 Action in Solidarity with Indonesia and East Timor (ASIET) hervorging. Zurzeit lebt er in Indonesien und moderiert die Website Asia Pacific Solidarity Network (APSN).

Aus dem Englischen von Daniel Kiecol.

Redaktion: Nimet Seker/Qantara.de

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Die internationale Gemeinschaft befindet sich in einem großen Dilemma: wie soll es weitergehen in Libyen? Denn es ist klar, dass sie militärisch eingreifen muss, um das Gaddafi-Regime zu beseitigen. Die Alternative wäre ein endloser Bürgerkrieg vor den Toren Europas.

Makus Halmann12.04.2011 | 09:49 Uhr

Ich befürchte auch, dass der Politologe F. Stephen Larrabee Recht hat, denn die Bedingungen in der Türkei und vor allem die lange Tradation des Kampfes um Demokratie unterscheiden sich in der Tat von denen in den meisten arabischen Ländern. Schöner Beitrag.

Ahmad Ezzat12.04.2011 | 17:13 Uhr

Gesegnt seid ,Anonimität ist ein bestandteil der Freiheit,und des inhalt kontex Qualität was zelt

Jaljaloot Elharoot13.04.2011 | 20:43 Uhr

Wunderbarer Beitrag von Michael Roes, den ich als Autor und kritischer Beobachter der arabischen Welt seit langem sehr schätze. Roes besitzt die nötige Empathie für die arabischen Bürger und den Respekt vor ihren Bedürfnissen und Sehnsüchten.

Hans Zimmermann17.04.2011 | 09:51 Uhr

Das Jahr 2001 sollte nicht wiederholt werden

Beate Elefant18.04.2011 | 23:29 Uhr

Der sogenannte Streit ums Kopftuch ist nur Symptom für die Unfähigkeit aller Akteure, sich den wichtigeren Problemen zu widmen. Das schreibe ich, obwohl ich die Argumente von Frau Kaddor nicht überzeugend finde.

Susan Müller-H...20.04.2011 | 07:46 Uhr

Die Sicherheitskräfte des verhassten Assad-Regimes haben heute und gestern in mehreren Städten und Regionen Syriens Massaker angerichtet. Wo es Tote gab, war das perfide Muster immer dasselbe: Nicht Polizisten in Uniform feuerten die tödlichen Schüsse ab, sondern Heckenschützen in Zivil, die auf Hausdächern lauerten und willkürlich in die Menschenmengen schossen, um Panik und Furcht auszulösen. In Homs sind dadurch so viele Menschen verletzt worden, dass Ärzte unter den Demonstranten in den Gassen der Altstadt improvisierte Lazarette einrichteten, erzählte eine Augenzeugin der BBC. Es ist an der Zeit, auch das Assad-Regime zu ächten und international zu isolieren.

Helmuth Alkadli22.04.2011 | 23:50 Uhr

Mit diesem Satz hat Jesus seinem Bruder gezeigt, dass die Liebe stärker ist als Hass und Neid.
Luzifer wollte seinen Bruder, den Metadron (Jesus) vom Thron stürzen, um für sich selber die Herrschaft zu stehlen. Jesus lies sich aus Liebe zu seinem "verlorenen" Bruder freiwillig am Kreuz morden. Er wußte, dass Gott ihm das Leben zurück geben wird.
GOTT IST >Leben kann man nicht töten. Es wäre sonst nicht das Leben das ewig ist! Es wandelt sich nur.

Die Christen beten beim Gottesdienst: "Deinen Tod oh Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit!" Da haben sich die Herren in Rom aber einen schönen Unsinn ausgedacht. Wer will denn noch immer den Tod Jesu verkünden und warum? Der Teufel will es. Nutzt ihm aber nichts, denn Jesus lebt und ändert von der geistigen Welt aus das Leben auf der Erde. Das ist ein sehr schwieriger Änderungsprozess, weil die Menschen freiwillig nichts ändern und auch nicht umdenken wollen.
Trotzdem wird das Werk gelingen, weil es der Wille Gottes, des Vaters ist.

Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft lässt Änderungen wie derzeit in der Arabischen Welt zu und auch im Christentum hat ein Nachdenken bereits begonnen. Gott ist die Liebe und die Liebe ist die stärkste Macht im Universum und Gott liebt uns alle gleich.
http://www.hopeland.at
Möge das Werk gelingen. Das wünsche ich mir und allen Menschen auf der Erde.
Mathilde

Mathilde Heiml30.04.2011 | 10:51 Uhr

exzellenter artikel. danke.

ulrich johannes...30.04.2011 | 12:56 Uhr

Die Idee, die durch die zurückgehende gesellschaftliche Bindungskraft der evangelischen Kirche ausgelöste (innere) Krise als Chance auf eine Neuformierung im Sinne einer neofundamentalistischen, gesellschaftliche Fragen ausblendenden Missionstheologie zu interpretieren, mag als privates Hirngespinst von Herrn Pfarrer (sic!) Teufel hingenommenwerden müssen, als Vorbote einer dadurch beförderten ethnisch-religiösen Kantonisierung unserer Gesellschaft ist es mir jedoch eine Horrorvorstellung! Stattdessen brauchen wir tatsächlich eine weit konsequentere Hinwendung zum Laizismus und die Rückkehr zu einer tatsächlich (statt nur noch alibimäßig betriebenen) umverteilenden Sozialpolitik und ein Bündnis aller (auch der jeweils moderaten Anhänger der diversen Religionen) zu deren Durchsetzung. Sonst können wir uns in zwanzig Jahren mit bosnischen Verhältnissen zwischen Rhein und Oder anfreunden...

Max Schumacher30.04.2011 | 17:02 Uhr

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