Vortrag von Judith Bernstein: Jerusalem - Brennpunkt des israelisch-palästinensischen Konflikts

29.01.2019 - 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Volkshochschule Heidelberg
Bergheimer Straße 76
69115 Heidelberg

Als Heimat dreier Weltreligionen beherbergt Jerusalem die heiligen Stätten Westmauer (Klagemauer), Grabeskirche und die Al Aqsa-Moschee bzw. den Felsendom. Seit 70 Jahren besteht Jerusalem aus zwei politisch und ethnisch verschieden geprägten Stadtteilen, dem israelischen Westjerusalem mit seinen zahlreichen politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Einrichtungen sowie dem palästinensischen Ostjerusalem, das von Israel 1967 militärisch besetzt und 1980 völkerrechtswidrig annektiert wurde und zunehmend von Israelis besiedelt wird. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage, was es für Palästinenser und Israelis bedeutet, in dieser Stadt, dem zentralen Brennpunkt des israelisch-palästinensischen Konflikts, zu leben.

Die Referentin Judith Bernstein ist die Tochter deutsch-jüdischer Eltern, die 1935 nach Palästina auswandern mussten. Seit 1976 lebt sie als freie Publizistin in München, hat aber weiterhin engen Kontakt mit Israel und Palästina, besonders auch mit ihrer Geburtsstadt Jerusalem. Sie ist aktives Mitglied der »Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe München«, einer Friedensgruppierung, in der sich Palästinenser, Israelis und deutsche Juden gemeinsam für einen gerechten Frieden für Israel und Palästina einsetzen – in der Überzeugung, dass es ohne eine gerechte Lösung für die Palästinenser keinen Frieden geben wird. Im Januar 2018 erhielt Judith Bernstein zusammen mit ihrem Mann Dr. Reiner Bernstein den Preis »Aufrechter Gang« der Humanistischen Union München-Südbayern. Ausgezeichnet wurden damit ihr Einsatz für die Verlegung der »Stolpersteine« in München und ihr unermüdliches Engagement für eine gerechte Friedenslösung in Nahost.