Vortrag: Eigenstaatlichkeit in weiter Ferne - Die Kurden zwischen Aufbruch und Repression

29.05.2018 - 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Haus der Evangelischen Kirche
Adenauerallee 37
53113 Bonn

Die Kurden zwischen Aufbruch und Repression
Dr. Joseph Croitoru, Journalist und Historiker

Die Kurden, ein westasiatisches Volk mit indogermanischen Wurzeln, gerieten im Mittelalter unter die Kontrolle der sunnitischen Araber. Später, im Osmanischen Reich, genossen sie stellenweise eine gewisse Autonomie. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde den Kurden von den europäischen Mächten ein eigener Staat zwar zugestanden, aber das Versprechen nicht eingehalten. So wurden sie in ihren angestammten Gebieten in den modernen Staaten Türkei, Irak, Iran und Syrien zu geduldeten Minderheiten. All ihre Versuche, einen kurdischen Staat in ihrem Stammgebiet im Irak zu gründen, scheiterten. Von den jeweiligen nahöstlichen Regimes wurden die Kurden meist politisch unterdrückt, gegeneinander ausgespielt und in zwischenstaatlichen Konflikten instrumentalisiert. Heute verfügen die Kurden im Irak und neuerdings in Nordsyrien über selbstverwaltete Gebiete, aber ein gesamtkurdischer Staat bleibt Vision.

In Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk

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