Vortrag: Architektur der Rasuliden: Höfische Pracht und lokale Tradition

20.09.2018 - 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Museum für Islamische Kunst, Mschattasaal
Bodestraße
10178 Berlin

Vortrag von Prof. em. Dr. Babara Finster

Die Ayyubiden und insbesondere ihre Nachfolger, die Rasuliden, führten ab dem späten 12. Jahrhundert im Jemen eine neue Baukunst ein. Sie gipfelte in einer imposanten Kuppelarchitektur für Moscheen und Koranschulen. Reiche Stuckornamente und herausragende Wandmalereien sind Höhepunkte der anspruchsvollen Innenausstattung. Neben dieser herrschaftlichen Architektur blieben jedoch in der sakralen Architektur auch traditionelle Formen erhalten. Dies zeigt sich besonders deutlich bei kleinen Moscheen, auch wenn es sich um Stiftungen rasulidischer Familienmitglieder handelt, bleiben sie weitgehend ohne Schmuck. Von Bedeutung war hier vor allem die Ausstattung der Decken und Gebetsnischen. Zugleich zeigen diese Bauten den Einfluss lokaler Traditionen, wie etwa die Moscheen in Wasab im Hochland oder in Zabid in der Küstenebene.

Anhand zahlreicher Fotografien gibt Dr. Barbara Finster in ihrem Vortrag einen Einblick in die Architektur des Jemen aus dieser Zeit. Sie zeigt die einzigartige höfische Architektur im Vergleich mit traditionellen Bauten aus verschiedenen Regionen und Kulturräumen.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter isl@smb.museum
Es folgt eine Bestätigung per E-Mail, die am Eingang zum Pergamonmuseum sowie oben zum Mschattasaal als Einlasskarte dient. Zehn Minuten vor Beginn der Veranstaltung verfällt die Zugangsberechtigung. Wir bitten daher um pünktliches Erscheinen.