Der von der Menschenrechtsgruppe "The Syria Campaign" verfasste Bericht "Killing the Truth" beschreibt diese Desinformation auf eindrucksvolle Weise. Urheber sind staatlich unterstützte russische Stellen, eine Armee von Trollen und Assad-Apologeten, die gleichzeitig als Blogger tätig sind.

Sie bezichtigen die Weißhelme, mit Al-Qaida in Verbindung zu stehen und die Angriffe zu inszenieren, um das Assad-Regime und die russische Armee zu diffamieren. Obwohl diese Anschuldigungen absurd sind, hat die Kampagne bewirkt, dass viele Menschen außerhalb Syriens nicht mehr wissen, "was wahr ist".

Dies ist ein trauriges Ergebnis einer Propagandamaschine, die das Leiden der Zivilbevölkerung in Syrien ignoriert. Und sie kostet das Leben der Menschen vor Ort, indem sie wertvolle humanitäre Arbeit behindert, Gelder blockiert oder Organisationen wie die Weißhelme zwingt, sich ständig zu rechtfertigen, anstatt sich auf ihre eigentliche Arbeit zu konzentrieren.

Der Kampf um die Wahrheit geht weiter, wie der Bericht von "The Syria Campaign" weiter bezeugt: Diese negative Berichterstattung droht die Arbeit der Weißhelme in ihrem Bemühen, Leben zu retten und Kriegsverbrechen aufzudecken, erheblich zu beeinträchtigen. Falsche Anschuldigungen wirken über die Twitter-Posts hinaus, indem sie die Angriffe in Syrien legitimieren.

Mittlerweile haben bereits mehr als 200 Freiwillige in diesem gefährlichen Einsatz ihr Leben gelassen. Die Weißhelme wurden häufig Opfer der "double tap"-Angriffe der syrischen und russischen Streitkräfte. Hier folgt auf den ersten Luftangriff kurze Zeit später ein zweiter, der gezielt den Rettern gilt. Diese menschenverachtenden Taktiken sind gut dokumentiert und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

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