Ringvorlesung "Der Glaube der Anderen": Judentum und Islam – eine theologische Beziehungsgeschichte

21.11.2019 - 19:00 Uhr bis 21:30 Uhr
Auditorium, W. M. Blumenthal Akademie
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1
10969 Berlin

Am Donnerstag, dem 21. November startet die neue Ringvorlesung „Der Glaube der Anderen“ in der W. Michael Blumenthal Akademie. Zum Start diskutieren die zwei Wissenschaftler Lukas Mühlethaler (FU Berlin) und Imam Abdullah Antepli (Duke University, USA) aus unterschiedlichen Perspektiven über Judentum und Islam und den gegenseitigen Blick der Religionen aufeinander.

Das Judentum wird gemeinhin als die erste monotheistische Religion betrachtet. Mit dem Aufkommen des Islams entstand dem Judentum jedoch eine strikt monotheistische „Konkurrenz“. Wie betrachteten die jüdischen Gelehrten diese neue Religion? Sowohl der Koran als auch frühislamische Schriften zeugen von zahlrei­chen Begegnungen zwischen dem Propheten Mohammed und Juden. Wie äußert sich die Heilige Schrift der Muslime und die frühe muslimische Überlieferung über Juden und ihre religiösen Vorstellungen und Praktiken?

Lukas Mühlethaler ist Professor für Jüdische Philosophie und Ästhetik am Institut für Judaistik der Freien Universität Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die jüdische und islamische Philosophie des Mittelalters. Er ist Herausgeber des Bandes: »Höre die Wahrheit, wer sie auch spricht«. Stationen des Werks von Moses Maimonides vom islamischen Spanien bis ins moderne Berlin.

Imam Abdullah Antepli ist Professor für Religion und Public Policy an der Sanford School of Public Policy der Duke University, USA. Am Shalom Hartman Institute, einer jüdischen Forschungs- und Bildungseinrichtung, ist er leitender Wissenschaftler im Bereich der jüdisch-muslimischen Beziehungen und Co-Direktor der Muslim Leadership Initiative.

RingvorlesungDer Glaube der Anderen. Weltreligionen im Spiegel von Judentum und Islam“

Die Reihe lotet das vielschichtige Verhältnis von Judentum und Islam zu den anderen Religionen – Christentum, Hinduismus, Buddhismus – und zum Atheismus/Agnostizismus aus. In einer abschließenden Veranstaltung beschäftigt sie sich mit religionsverschiedenen Ehen. Zu jeder der insgesamt sechs Veranstaltungen sind zwei Wissenschaftler eingeladen, die dasselbe Thema aus jüdischer und islamischer Perspektive vorstellen und miteinander in Dialog treten.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und wird simultan ins Deutsche übersetzt.