Radia Ral, 11. März 2010

zu Lamya Kaddor: "Muslimisch – Weiblich – Deutsch!"

Die Tradition hinterfragen - Frau Frau Kaddor ist kein Vorbild für Muslime

Frau Kaddor ist eine von vielen deutschen Muslimen. Ich würde mir wünschen, dass das etwas mehr in ihr Bewusstsein kommt und das der Kommentatoren. Teilweise sehr arrogant überhebt sie sich in ihrer Darstellung, eine Vorzeigefrau des neuen Islam sein zu wollen. Viele sehen sie nicht so. Sie ist EINE Variante der Möglichkeiten deutscher Muslime. Und sie liegt im Mainstream der Erwartungen der deutschen Gesellschaft. Mit ihr eckt man nicht an, Religiösität, die vielleicht diskutiert werden muss, findet man bei ihr nicht. Dafür braucht man nicht viel Mut, so zu sein, wie sie, eher dafür, gegen den Strom zu schwimmen.Es ist leicht, eine Muslimin ohne Kopftuch zu sein. Kritik an ihrem Koran, die nicht nur seitens der Verbände kam, hat sie abgewiesen mit dem Argument, die Muslime hätten keine Ahnung (so geschehen in Hannover bei ihrer Buchpräsentation), das mag ja teilweise stimmen, aber eben nicht ganz. Ihr Lehrbuch ist vorbildliche Pädagogik und an den Jugendlichen sehr nah dran, aber religiöse Antworten kann man damit nicht finden, sie sind hier sehr beliebig und wenig fundiert. Genau darin liegt ihre Schwäche. Und genau deshalb ist sie nicht , was sie gern wäre: ein Vorbild.

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