Marion Dilki, 08. August 2011

zu Welches Gottesbild bestimmt das Ritualverhalten? von Emel Zeynelabidin

Die Vorstellung, dass Gott es "braucht" das Menschen etwas für ihn tun, ist natürlich irrwitzig. Das steckt aber ja im Fastengebot auch nicht drin, auch wenn es heißt "das Fasten ist für mich", sondern ich verstehe das als ein Geschenk, aus Dankbarkeit und weil wir natürlich nicht wirklich etwas für Gott tun können, eine Anstrengung zu Seinen Ehren zu unternehmen.
Warum brauchen wir mehr Gelehrtenurteile um uns u.U. vom Fasten zu befreien? Der Koran gibt die Erlaubnis, es nicht zu tun, wenn es zu beschwerlich ist und es nachzuholen, oder einen Ausgleich zu zahlen. Die eigene Entscheidung war also schon immer gegeben, jeder muss sich dafür nur vor Gott verantworten. Deshalb verstehe ich die Einwände von Frau Zeynelabidin nicht, es war im Islam nie anders, als sie es verlangt.

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