Lesung von Mahmood Falaki aus seinem Roman "Tödliche Fremde"

17.05.2018 - 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Literaturzentrum im Literaturhaus Hamburg
Schwanenwik 38
22087 Hamburg

Aufmerksam beobachtet Falakis Protagonist Nima, Lehrer an einer
Hamburger Schule, sein bewegtes Umfeld. Unfreiwillig wird er dabei
mit Ereignissen konfrontiert, in die er hineingezogen wird:
Beginnend mit der Ermordung eines Dealers und seiner Affäre mit
der Frau seines Freundes. Seit seinem 10. Lebensjahr lebt er in
Deutschland, mit dem Land seiner Eltern verbindet ihn nichts. Mit
Mitte vierzig aber interessiert ihn deren Herkunftsland, und er reist
in den Iran. Was er in diesem, ihm fremden Land erlebt, ist ein
Kulturschock. Auch dort wird er mit Geschehnissen wie Raub,
Entführung und der Affäre mit einer Frau konfrontiert und blickt in
das wahre Gesicht eines autoritär-religiösen Systems.
Dr. Mahmood Falaki, geb. 1951 im Norden Persiens, studierte Chemie und
Bibliothekswissenschaften im Iran. An der Universität Hamburg
Germanistik und Iranistik. In der Schah-Zeit wurde er wegen seiner
politisch-literarischen Aktivität zu drei Jahren Haft verurteilt. Nach seiner
Freilassung konnte er seinen ersten Gedichtband veröffentlichen. 1983
musste er das Land verlassen. Seit 1986 lebt und arbeitet er in Hamburg.
Er veröffentlichte Lyrik, Erzählungen und Romane. Zuletzt war er unser
Gast mit seinen Kurzgeschichten Ich bin Ausländer und das ist auch gut so.