Lesung & Gespräch: Südjemenitische Literatur im Brecht-Haus

23.04.2018 - 17:00 Uhr bis 19:30 Uhr
Literaturforum des Brecht-Hauses Berlin
Chausseestraße 125
10115 Berlin

Abdulsalam al-Rubaidi, Literaturwissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, präsentiert Ammār Bātawīls (geb.1981) Romane Sālmīn (2014) und Ekron 94 (2017). Bātawīl erzählt im Roman Sālmīn die Geschichte der hadramitischen Gesellschaft im Hadramaut (Südjemen), in Dschidda (Saudi-Arabien) und in Südostasien aus der Sicht des ehemaligen hadramitischen Sklave Sālmīn während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In seinem 2017 erschienenen Roman Ekron 94 zeichnet Bātawīl die südjemenitische Geschichte während des Bürgerkriegs von 1994 nach. Bātawīls Erzählung spiegelt Gefühle der Unsicherheit der Bewohner des Dorfes Ekron im Wadi Daw’an (Hadramaut), die Auseinandersetzungen mit der abstammungsbasierten Schichtung der südjemenitischen Gesellschaft und mit Migration sowie die politische Marginalisierung der Bevölkerung nach dem Krieg wider. In beiden Romanen zieht Bātawīl eine Verbindung zur sozialistischen Zeit der Volksdemokratischen Republik Jemen, die sich 1990 mit der Jemenitischen Arabischen Republik vereinte. Abdulsalam al-Rubaidi wird Einblicke in die dominanten Themen und Ziele der kontemporären literarischen Narrative im Südjemen geben. Ammar Bātawīl wird live per Skype hinzugeschaltet.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://lfbrecht.de/event/abdulsalam-al-rubaidi-politisches-gedaechtnis-s...