In der Landschaft der iranischen Opposition im Ausland gibt es Dutzende politische Organisationen und Gruppierungen, die sich „Partei“, „Union“, „Front“, „Rat“ oder „Vereinigung“ nennen.

Iran Journal
Dossier: Alternativen zur Islamischen Republik im Iran

In diesem Dossier stellt das Iran Journal die wichtigsten oppositionellen Strömungen vor, die für die Änderung des politischen Systems im Iran kämpfen.

Die Islamische Republik ging aus der Revolution im Iran im Februar 1979 hervor. Sofort nach ihrer Etablierung begannen die Machthaber damals damit, jegliche oppositionellen Strömungen zu beseitigen. Im Zuge dieser „Säuberung“ wurden allein in den 1980er Jahren Zehntausende Oppositionelle verhaftet, getötet oder in die Flucht getrieben. Bis heute duldet das islamische Regime keine Kritik oder gar Aktivitäten Andersdenkender. Selbst harmloser Widerspruch aus den eigenen Reihen wird mit aller Härte bestraft.

So agieren alle Gruppierungen der iranischen Opposition vom Ausland aus. Proteste innerhalb des Landes zu organisieren oder mit den unzufriedenen Teilen der iranischen Gesellschaft in direkten Kontakt treten, ist für sie sehr schwer, ja fast unmöglich.

Im Dossier „Alternativen zur Islamischen Republik im Iran“ stellt das Iran Journal die wichtigsten oppositionellen Strömungen vor, die für die Änderung des politischen Systems im Iran kämpfen. In der Landschaft der iranischen Opposition im Ausland gibt es Dutzende politische Organisationen und Gruppierungen, die sich „Partei“, „Union“, „Front“, „Rat“ oder „Vereinigung“ nennen. Für dieses Dossier musste deshalb eine Auswahl getroffen werden.

Die Kriterien dafür waren:

  • Gruppierungen, die von der Islamischen Republik als eine Alternative erkannt und von ihr im In- und Ausland bekämpft werden;
  • Gruppierungen, die nicht lokal handeln, also nicht für die Unabhängigkeit oder Selbstverwaltung einer bestimmten Region im Iran eintreten;
  • politische oder militärische Kräfte, die innerhalb des Landes unter bestimmten Umständen als Alternative zum Regime in Frage kommen werden.

 

Im ersten und letzten Artikel des Dossiers geht der Iran-Experte Ali Sadrzadeh den Fragen nach, ob die Islamische Republik ausgedient hat, der Iran ein neues politisches System braucht und wer die neuen Machthaber*innen sein könnten.

Die politischen Analyst*innen Farzaneh Roostaee und Hamid Assefi schreiben über die Möglichkeit, dass die Revolutionsgarde oder die Reformer innerhalb des islamischen Systems die politische Macht im Iran an sich reißen. In weiteren Beiträgen werden bekanntere politische Gruppierungen vorgestellt, die den oben genannten Maßstäben entsprechen.

Artikelübersicht: 

Nichts kann bleiben, wie es ist

Die Sehnsucht nach dem alten König

„Islamischer Sozialismus“ statt Islamische Republik

Ein bunter Rat für den Übergang zu einem neuen System

Republikanische Gegner der Islamischen Republik

Nationale Front: Mossadeghs politische Erben

Ein linker Block als Ziel

Ein Militärregime als Alternative zur Islamischen Republik?

Die Reformisten im Iran betteln um etwas Macht

Eine Monarchie europäischer Prägung

Warten auf einen Wegweiser

 

© Iran Journal

 

 

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