Hamed Abdel-Samads Buch "Mohamed: Eine Abrechnung"

Von der Islamkritik zum Post-Salafismus

Der Deutsch-Ägypter Hamed Abdel-Samad gehört zu den bekanntesten Medienmuslimen des Landes – und ist zugleich einer der populärsten Islamkritiker. Nach einem Buch über den islamischen Faschismus legt er nun seine "Abrechnung" mit dem Propheten Mohammed vor. Dabei bleibt er der Gedankenwelt des Salafismus verhaftet. Von Stefan Weidner

Das neue Buch des vor allem aus dem Fernsehen bekannten, deutsch-ägyptischen Publizisten Hamid Abdel-Samad über den Propheten des Islams will sowohl eine "Abrechnung" (so der Untertitel) mit dem geläufigen muslimischen Bild von Mohammed als auch eine Kritik am historischen Mohammed sein.

Dem idealisierten Mohammed-Bild vieler Muslime setzt Abdel-Samad ein von ihm gezeichnetes, weitgehend negatives Mohammed-Bild entgegen. Dabei überrascht, dass der Autor offenbar überzeugt ist, dem echten, historischen Mohammed, ja sogar seiner psychischen Verfassung auf die Spur gekommen zu sein, obwohl der Prophet im Jahr 632 gestorben ist und es außer dem Koran keine Dokumente von oder über ihn gibt, die bis in seine Lebenszeit zurückreichen.

Die Frage der Echtheit

Im einleitenden Kapitel stellt Abdel-Samad daher zunächst richtig fest, "dass wir keine eindeutigen historischen Belege haben für das, was er (Mohammed) tatsächlich getan oder gesagt hat. (…) Hinzu kommt, dass man einen Menschen, der im 7. Jahrhundert gelebt und gewirkt hat, nur schlecht nach dem Wissen und den Maßstäben des 21. Jahrhunderts beurteilen kann." Trotz dieser Feststellung unternimmt Hamed Abdel-Samad dann aber genau dies: Er beurteilt den Propheten von heute aus und stützt sich dabei auf die fragwürdigen Dokumente von einst.

Entsprechend mutwillig ist das Ergebnis: Der Befund, zu dem der Autor kommt, lautet, dass Mohammed ein Epileptiker und Psychopath gewesen sei. Das erinnert fatal an die Darstellung Mohammeds als Lügenprophet, Epileptiker und paranoider Despot, wie sie die abendländisch-christliche Auseinandersetzung mit dem Islam seit den ersten Begegnungen und Konfrontationen im Mittelalter geprägt hat und wie sie heute von Islamfeinden und Islamkritikern, zu denen sich auch Abdel-Samad zählt, wiederbelebt wird.

Buchcover Hamed Abdel-Samad: "Mohamed: Eine Abrechnung"
Abdel-Samad macht sich in seinem neuen Buch noch einer viel größeren Naivität als der willkürlichen Auswahl der Quellen schuldig. Sein Islam- und Mohammed-Bild verdankt sich letztlich genau dem fundamentalistisch-salafistischen Islam, den es bekämpfen will.

Durchgehend wird das Wirken Mohammeds mit dem Wüten des "Islamischen Staates" (oder auch mit der Mafia) heute verglichen und aufgrund dessen verurteilt. Und wenn gesagt wird, Mohammed habe sich "radikalisiert", klingt dies, als hätte Abdel-Samad einen Verfassungsschutzbericht über den Propheten geschrieben. Da sie der aktuellen Nachrichtenlage entsprechen, wirken solche argumentativen Kurzschlüsse ausgesprochen suggestiv und einleuchtend; auf den zweiten befremden sie.

Willkürliche Quellen-Auswahl

Den Islamreformern wirft Abdel-Samad vor, nicht konsequent zu sein, wenn sie sich nur das aus den Mohammed-Überlieferungen herauspicken, was uns heute genehm scheint, andere Aspekte dagegen ausblenden. Sie gingen mit der Prophetenbiographie genauso um wie die Terroristen, die sich ebenfalls das herauspickten, was sie zur Rechtfertigung ihrer Taten gerade benötigten. Abdel-Samad verfährt jedoch nicht anders und klaubt sich fein säuberlich eben das aus der Literatur zusammen, womit er sein eigenes (negatives) Bild von Mohammed glaubt belegen zu können.

Abdel-Samad macht sich jedoch noch einer viel größeren Naivität als der willkürlichen Auswahl der Quellen schuldig. Sein Islam- und Mohammed-Bild verdankt sich letztlich genau dem fundamentalistisch-salafistischen Islam, den es bekämpfen will. Der Unterschied zwischen der Mohammed-Darstellung Abdel-Samads und der eines Salafisten besteht nicht im Inhalt, sondern in der Wertung: Abdel-Samad findet verwerflich, was die Salafisten nachahmenswert finden. Beide glauben, es gäbe den wahren Mohammed, und sie wüssten, was dieser sei.

Mit Wertungen, Urteilen und Richtersprüchen ist uns jedoch in der Auseinandersetzung mit fragwürdigen Weltanschauungen nicht geholfen. Wir müssten sie vielmehr analysieren und die Vermessenheit ihrer Wahrheitsansprüche entlarven, statt einfach entgegengesetzte Wahrheitsansprüche zu erheben.

Prophet mit menschlichen Schwächen

"Die Reform des Denkens beginnt, wenn Muslime es wagen, Mohamed aus dem Käfig der Unantastbarkeit zu entlassen und ihn Mensch werden zu lassen", heißt es gegen Ende des Buchs. Man ist geneigt, dem Autor zuzustimmen. Allerdings unterstellt diese Aussage, für Muslime sei Mohammed pauschal und seit jeher unantastbar.

Abdel-Samad, selbst viel zu sehr von der fundamentalistischen Islam-Interpretation geprägt, übersieht bei dieser Behauptung, dass genau diese menschliche Sicht auf Mohammed die muslimische Wahrnehmung des Propheten die meiste Zeit geprägt hat und vielfach bis heute prägt. Und nur deswegen, weil die muslimische Tradition den Propheten mit allen menschlichen Schwächen zeigt, ist es auch Abdel-Samad möglich, mithilfe muslimischer Quellen Mohammed als kranke Seele zu diskreditieren.

Der Prophet Mohammed legt den schwarzen Stein auf einen Teppich, der von vier Männern (die die vier Stämme repräsentieren) gehalten wird, Foto: public domain
Argumentativ schwach und voller Zerrbilder: "Durchgehend wird das Wirken Mohammeds mit dem Wüten des „Islamischen Staates“ (oder auch mit der Mafia) heute verglichen und aufgrund dessen verurteilt. Und wenn gesagt wird, Mohammed habe sich „radikalisiert“, klingt dies, als hätte Abdel-Samad einen Verfassungsschutzbericht über den Propheten geschrieben", schreibt Weidner.

Jedem sein Mohammed-Bild

Anders als Abdel-Samad behauptet, zensieren die islamischen Quellen das Mohammed-Bild also gerade nicht – dies ist angesichts der Vielzahl der Überlieferungen gar nicht möglich. Vielmehr bieten sie einen Wildwuchs, der es jedem erlaubt, sich sein eigenes Mohammed-Bild zu stricken; natürlich auch einem Hamed Abdel-Samad. Aber dieser Wildwuchs, so chaotisch er anmutet, lässt sich nicht als Argument gegen den Islam gebrauchen.

Gegen den Islam spricht nur das Verfahren des modernen Fundamentalismus, der die Schwachpunkte des Propheten als für Muslime vorbildlich missversteht und das Quellenchaos in den Griff zu bekommen sucht, wie es für moderne Ideologien typisch ist. In solcherlei ideologische Denkmuster verstrickt (man könnte es einen Post-Salafismus nennen), entgeht Abdel-Samad die Ironie der diffusen Quellenlage zum Leben Mohammeds: Nämlich dass am Ende jeder Gläubige, ob er will oder nicht, auf sein eigenes Urteilsvermögen und sein Gewissen zurückverwiesen wird.

Wir warten also weiter auf ein Buch über den Propheten des Islams, das uns aus den Sackgassen des ewigen Pro und Contra befreien könnte und stattdessen Mohammed als das zeigt, was er seit jeher war: eine Projektionsfläche, die nichts anderes zeigt als das, was man auf sie projiziert.

Wer die Wartezeit überbrücken und wirklich etwas über den Propheten lernen will, arbeite sich unterdessen durch die 1.000 Seiten der Mohammed-Biographie von Tilman Nagel, die im Gegensatz zu Abdel-Samad (der einen Großteil seines Wissens von Nagel hat) vorführt, was gründliche Analyse und kritische Lektüre der Quellen leisten kann.

Abschließend sei mit Verwunderung vermerkt, dass der Autor nicht der im Deutschen üblichen Schreibweise des Prophetennamens mit doppeltem "m" folgt, sondern, wohl inspiriert von populärwissenschaftlichen englischsprachigen Autoren, diesen mit einem "m" schreibt. Tatsache ist und bleibt jedoch, dass die Schreibung "Mohammed" näher am arabischen Original ist und auch der in der Islamwissenschaft üblichen Schreibweise entspricht (neben "Muhammad"). Mit Spannung wird zu beobachten sein, wer, indem er der Schreibung Abdel-Samads folgt, dessen post-salafistischem Islam-Verständnis folgen will.

Stefan Weidner

© Qantara.de 2015

Hamed Abdel-Samad: Mohamed. Eine Abrechnung, Droemer Verlag, München 2015. 240 S., 19,99 Euro.

Stefan Weidner ist Islamwissenschaftler und Übersetzer aus dem Arabischen. Zuletzt erschien von ihm die Streitschrift "Anti-Pegida" bei Amazon Kindle Singles.

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Leserkommentare zum Artikel: Von der Islamkritik zum Post-Salafismus

Lieber Autor der Buchkritik! Es ist schon mehr als seltsam, dass gerade ein Mann, der sich für einen moderaten Islam einsetzt und mit überkommenen Bildern aufräumen will, hierzulande als Beelzebub oder Post-Salafist hingestellt wird. Wer einmal in Realität die völlig kritiklose Mohamed-Verherrlichung, ja die regelrechte Mohamed-Hysterie, die schon kleinen Kindern eingebläut wird, die Überhöhung und Glorifizierung in arabischen Ländern erlebt hat, kann sich bestens vorstellen, worauf Abdel Samad letztlich hinauswill - wenn auch populär-literarisch - dass es an der Zeit ist auch die sehr dunklen Seiten dieses Propheten zu sehen. Die auch schon viele andere vor Abdel Samad gesehen haben und die kamen nicht alle aus den Niederlanden. Wie schon Hans Jensen (der war in der Tat Niederländer) schreibt in seiner Mohamed-Biografie: Mohamed ist der einzige bekannte Religionsstifter, der einen Mord in Auftrag gegeben hat (so überliefert von Ibn Ishaak, an dem sich wohl die meisten Mohamed-Forscher orientieren, weil es sonst wenig gibt). Selbst wenn dies historisch alles nicht stimmen sollte, so Jensen weiter, ist es schlimm genug, denn Millionen Muslime eifern dem Propheten völlig unreflektiert in seinem überlieferten Tun nach, ob es nun tatsächlich so war oder nicht. Deshalb dürften sie sich über Kritik auch nicht beschweren. Das Abdel Samad den Namen Mohamed nur mit einem m schreibt, ist völlig korrekt, denn die arabische Schreibweise hat über dem m meines Kenntnisstandes nun mal kein Verdopplungszeichen, Herr Weidner. Das sollten Sie doch wissen.

Ingrid Wecker06.10.2015 | 13:59 Uhr

Wer das Buch liest, und sich danach oder davor die Mühe macht, einen der Vorträge, mit anschließender Diskussion von Hamed Abdel-Samad zu besuchen, der stellt schnell fest, dass Mohammed das was auf ihn projektiert werden darf, schriftlich, als von Allah verkündet, festgelegt hat.
Die Entzauberung Mohammeds ist daher notwendig, die Scharia einer weltlichen Gerichtsbarkeit zu unterstellen, und dadurch einer Reform des Islams, im Rahmen der Aufklärung und der Humanisierung, den Weg zu bereiten.

Axel Lohmann

Axel Lohmann07.10.2015 | 14:54 Uhr

Herzlichen Dank an Herr Weidner, der sich freundlicherweise als Aushilfstheologe zur Verfügung stellt und das Bild korrigiert.Er hat als Außenstehender sicher einen viel besseren Einblick als jemand, der im islamischen Kulturkreis aufgewachsen ist.

Rudi Schwarzer07.10.2015 | 14:58 Uhr

Ich möchte hier nur anmerken, dass im Gegensatz zur Behauptung von Frau Wecker in ihrem Kommentar, Mohammed im arabischen sehr wohl ein Verdopplungszeichen auf dem 'm' hat. Deshalb wird in der DMG-Umschrift auch das verdoppelte 'm' verwendet.

Nablo Shalfawi07.10.2015 | 23:28 Uhr

Beim Barte des Propheten: Abdel-Samad neigt zu Übertreibungen und Pseudo-Analysen, so als sei er Zeitgenosse Muhammads gewesen und habe ihn auf all seinen Wegen begleitet. Bin gespannt über seinen nächsten Medienrummel - vielleicht ist ja dann die Scharia dran oder das Kopftuch oder weiß der Geier!

Markus Bentner08.10.2015 | 12:33 Uhr

Lieber Kommentator Bentner, Ihr Kommentar ist wirklich lustig! Sind es nicht gerade mehr als 1,5 Milliarden Muslime inklusive aller Religionsgelehrten, die so tun, als hätten sie den Propheten persönlich auf allen Wegen begleitet? Dann darf man also wohl nach Ihnen folgern, dass alle diese Menschen zu Übertreibungen und Pseudo-Analysen neigen? Nett... Außerdem zu Ihrem letzten Satz nur ein "Ja hoffentlich!" Und lieber Herr Shalfawi: Ja Sie haben Recht, es gibt Kalligrafien mit Verdopplungszeichen, ich habe das übersehen, aber ist es wirklich relevant ob man Moham(m)ed mit einem oder zwei m schreibt. Das ist doch Erbsenzählerei und hat nichts mit dem Inhalt oder der Güteklasse eines Buches zu tun. Ich bekenne mich jedenfalls zu der Schreibweise mit nur einem m und oute mich damit als eine "Post-Salafistin" im Sinne von Herrn Weidner. Ehrlich, wenn es nicht so traurig wäre, ich könnte mich langsam kugeln...

Ingrid Wecker08.10.2015 | 15:04 Uhr

"und es außer dem Koran keine Dokumente von oder über ihn gibt, die bis in seine Lebenszeit zurückreichen."

Diese Auffassung hat nur die kleine unbedeutende Sekte der Koranisten, die auch nicht glauben, dass die Ahadith zunächst mündlich überliefert wurden. Sicher haben Salafisten bei weitem mehr Anhänger.

Die qualifizierte Mehrheit der Muslime akzeptiert einen großen Teil der Ahadith als authentische Quellen über den Islam. Auch als Rechtsquellen neben dem Quran.

Muslime, meinetwegen auch radikale, "picken" sich übrigens nicht das aus Ahadith "heraus", was sie wollen. Das machen meiner Erfahrung nach nur Modernisten, die keine Ahnung von der Sunnah haben. Bei den Sunnis gibt es hingegen etwas, das Hadithwissenschaft heißt und dabei Gelehrte Ahadith nach bestimmten Kriterien einstufen.

"Abdel-Samad macht sich jedoch noch einer viel größeren Naivität als der willkürlichen Auswahl der Quellen schuldig."

Sicher tut dies Hamad Abdel, aber selbst sog. "Radikale" machen dies nicht, wenn sie Sunniten sind!

"Der Unterschied zwischen der Mohammed-Darstellung Abdel-Samads und der eines Salafisten besteht nicht im Inhalt,"

Da besteht ein immenser inhaltlicher Unterschied.

"Beide glauben, es gäbe den wahren Mohammed, und sie wüssten, was dieser sei."

Und Modernisten glauben eben nicht an einen wahren Muhammad (saws) sondern vielmehr an Rosinenpickerei, wie auch folgende Aussage zeigt: "stattdessen Mohammed als das zeigt, was er seit jeher war: eine Projektionsfläche, die nichts anderes zeigt als das, was man auf sie projiziert."

"Allerdings unterstellt diese Aussage, für Muslime sei Mohammed pauschal und seit jeher unantastbar."

Muslime kritisieren den Propheten auch nicht, nur Abtrünnige - wenn sie sich selbst als Muslime betrachten sollten. Das Urteil über "Kritik" am Propheten ist in der Scharia so klar wie der Mond in einer wolkenfreien Nacht.

"entgeht Abdel-Samad die Ironie der diffusen Quellenlage zum Leben Mohammeds: "

So schreiben keine wahthaftigen Muslime sondern vielmehr (islamfeindliche) Orientalisten, die den Islam ohnehin für ein reines Märchen halten. Immerhin nehmen sog. "Salafisten" den Islam noch Ernst.

" Tilman Nagel"

Nur ein Islamhasser würde einen Orientalisten dieses Kalibers - der den sich über den Propheten lustig macht - empfehlen.

"Stefan Weidner ist Islamwissenschaftler "

Ach so, nun geht mir ein Lichtlein auf. Meine Kritik war also umsonst und sollte Sie also gar nicht betreffen, außer Sie bezeichnen sich selbst als Muslim.

Weckruf08.10.2015 | 21:20 Uhr

Die Muslime folgen dem Koran und den Hadithen, und nicht den Tischgesprächen Muhammads, gute Frau. Wissen Sie, dass es vor Abdel-Samad schon mal einen "Experten" gab, der den Tischgesprächen am Hofe des Kalifen lauschte und dem kein Detail aus dem 7. und 8. Jahrhundert verborgen blieb: Gerhard Konzelmann - aber den finden Sie wahrscheinlich auch echt super!

Markus Bentner09.10.2015 | 10:13 Uhr

Selten habe ich so einen guten Artikel über ein peinliches Buch gelesen. Das Buch von Hamed Abdel-Samad ist völlig frei von Sachlichkeit, Reflexion und Seriosität. Als Religionswissenschaftler lehne ich diese Form der Kritik grundsätzlich ab. Bloße Diffamierungen von Religionsstiftern sind schlicht perfide und verhindern eher dringend benötigte Reformen.

Klaus Haase 09.10.2015 | 10:27 Uhr

Liebe Frau Wecker! Sie haben sich schon über die andere Rezension ("Bushido") ereifert und Herrn Abdel-Samad als großen Kenner des Sachverhalts dargestellt mit dem Anschein, als könnten Sie dies dank eigenem großen Sachverstand beurteilen. Daher zu Ihrer Info: Herr Weidner hat Recht, sowohl was das Inhaltliche anbelangt (ich empfehle an dieser Stelle den Sammelband "Salafismus" von Behman Said und Hazim Fouad) als auch das Sprachliche (über dem zweiten M in Muhammad steht im Arabischen das Shadda, das Verdoppelungszeichen). MfG, CP.

CP09.10.2015 | 17:09 Uhr

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