G. Terwelp zu Hamed Abdel-Samad: Der Bushido unter den Islamkritikern

Der Fall Abdel Samad wirft ein Schlaglicht auf den Verlust des Qualitätsjournalismus und die Trivialisierung der Medien, die oft nur noch in der Lage sind Reflexe zu bedienen und auf unreflektierte Art und Weise das nachblöken, was gesellschaftlich thematisch gerade als vermeintlich besonders "trendy" (neudeutsch journalistisch gesprochen auch: "sexy") gilt. Reflektiert und nachgedacht wird in den Redaktionsstuben - auch in den öffentlich-rechtlichen - schon lange nicht mehr. Mainstream und Idiotie sind allgegenwärtig. Von daher darf man Abdel Samad keinen Vorwurf machen: Er bedient lediglich die omnipräsente Medienidiotie - und profitiert natürlich ganz gut von ihr! Der Dumme ist vor allem der Konsument, die Ahnungslosen "die Medienarbeiter" (die sich fälschlicherweise heute immer noch als "Journalisten" bezeichnen dürfen).

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