Filmvorführung: Der Kuaför aus der Keupstraße

24.08.2019 - 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Lesecafé Odradek
Leipziger Straße 3
09113 Chemnitz

Ein Projekt von DOZ e.V. in Kooperation mit FICKO - Magazin für gute Sachen. Und gegen schlechte, gefördert durch die Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen und die GLS Treuhand

Zusammen wollen wir den Dokumentarfilm DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRASSE von Andreas Maus schauen. Um sich dabei aktiv mit Form und Inhalt auseinandersetzen, wird der Film nach einer Zeit unterbrochen werden und in kleineren Gruppen besprochen.
Der Film erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Frisörsalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er konzentriert sich dabei auf die Folgen für die Opfer und ihre Angehörigen, gegen die als Hauptverdächtige jahrelang ermittelt wurde.
Der Eintritt ist frei

Zusammen wollen wir den Dokumentarfilm DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRASSE von Andreas Maus schauen. Um sich dabei aktiv mit Form und Inhalt auseinandersetzen zu können, soll der Film nach einer Zeit unterbrochen werden und in kleineren Gruppen
über ihn gesprochen werden. Danach schauen wir wieder ein Stück, stoppen erneut und diskutieren weiter. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen! Der Eintritt ist frei.
Der Film erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Frisörsalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er konzentriert sich dabei auf die Folgen für die Opfer und ihre Angehörigen, gegen die als Hauptverdächtige jahrelang ermittelt wurde. Der Film rekonstruiert die Ermittlungen der Polizei anhand der Verhörprotokolle und es wird deutlich, dass als Täter für die Polizei vor allem die Opfer
in Frage kamen. Ein ausländerfeindliches Motiv wurde weitestgehend ausgeblendet. Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet.
Auf eindrückliche Weise zeigt DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRASSE wie tiefgreifend der
Bombenanschlag, aber auch die Verdächtigungen danach, das Leben im Kölner Stadtteil Mülheim erschüttert haben. So wie in Köln wurden auch in den anderen Städten, in denen der NSU gemordet hat, zumeist die Angehörigen und ihr Umfeld verdächtigt. Der Film eröffnet die Diskussion über die Frage einer strukturellen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland auf eine neue Art, nämlich aus der Perspektive der Betroffenen.