Benefizkonzert/ Verleihung des Internationalen Beethoven-Preises an den syrisch-palästinensischen Musiker Aeham Ahmad

18.12.2015 -
19:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn

“Wohl tun wo man kann, Freiheit über alles lieben.“ (Ludwig van Beethoven)
 
Am 18. Dezember 2015 findet in der Bundeskunsthalle in Bonn ein Benefizkonzert zugunsten junger Flüchtlinge in der Beethovenstadt statt. Im Rahmen des Konzertes wird der von Torsten Schreiber und Andreas Loesch initiierte Internationale Beethovenpreis für Men­schenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion an den syrisch-palästinensischen Musiker Aeham Ahmad vergeben. Auftretende Künstler sind unter ande­rem Martha Argerich, Karim Said, Christian Brunnert, Kinan Azmeh sowie weitere interna­tionale Künstler.
 
Der 27jährige Aeham Ahmad wuchs im syrischen Jarmuk, einem Lager für palästinensische Flüchtlinge in Damaskus auf, später studierte er Musik in Homs und Damaskus. International bekannt wurde er, nachdem der syrische Bürgerkrieg das bis dahin zum Stadtviertel gewach­sene Flüchtlingslager in ein - so UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon - „Todeslager“ verwan­delte. Verwüstet sowohl durch die Fass-Bombardierung der syrischen Regierung wie auch durch das Eindringen islamistischer Milizen, leben dort mittlerweile nur noch geschätzte 16.000 Menschen - von ursprünglich rund 150.000.

Aeham Ahmad hatte vor seiner Flucht nach Deutschland lange versucht, Terror und Krieg musikalisch die Stirn zu bieten: indem er sein Klavier auf die bereits zerstörten Stra­ßen Jarmuks schob, um für die restlich verbliebenen Menschen zu spielen.

Das Repertoire war bunt ge­mischt und diente einzig dem Zweck, für einen Moment Hoff­nung unter den Menschen zu verbreiten. Als IS-Milizionäre sein Klavier verbrannten, und die Situa­tion in der Ansiedlung immer verzweifelter wurde, ent­schloss sich Ahmad zur Flucht nach Eu­ropa. Mittlerweile lebt er in einem Flüchtlingslager bei Gießen, von wo aus er versucht, seine Frau und die beiden Söhne nachzuholen. Für seinen Einsatz wird er nun am 18. Dezember mit dem Internationalen Beethovenpreis ausgezeichnet.

 Ins Leben gerufen hat den Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion der künstlerische Leiter der Wasmuth-Gesell­schaft und 1. Vorsitzender von Beethovenplus e.V., Torsten Schreiber, sowie der Präsident des Festivals Junger Künstler Bayreuth, Andreas Loesch. Getragen wird der Preis von zahl­reichen Musikern und Kulturgesellschaften, die sich zum Teil selbst für Projekte im Dienst der Völkerverständigung engagie­ren. Mit dabei sind unter ande­rem die Pianistin Martha Arge­rich, der syrische Klarinettist Kinan Azmeh (Mitglied im Silk Road Projekt von Yo Yo Ma), der palästinensische Pianist Karim Said (Mitglied im West-Eastern Divan Orchestra), der Solocellist des Beethovenor­chesters Christian Brunnert, der Bratscher Nils Mönkemey­er und die Pianistin und Festi­valleiterin Elena Bashkirova. Des Weiteren die Geigerin Mihaela Martin und der Cellist Frans Helmerson (Dozenten an der Barenboim-Akademie Berlin), die Bonner Jungpianistin Luisa Imorde und der zwi­schen den Genres changierende Pianist Kai Schumacher.
 
Tickets:

55,- / 35,- Euro, zzgl. Vorverkaufsgebühr bei allen bekannten Vorverkaufsstellen