Atilla Iftikhar, 23. März 2005

zu: Perfide Diskussion, von Ülger Polat

Ich teile Ihre Meinung, dass muslimische Minderheiten mit guter Schul- und Berufsausbildung und einer relativen kulturellen Anpassung auf dem europäischen Arbeitsmarkt mit Voreingenommenheit konfrontiert werden. Meine eigenen Erfahrungen bestätigen, dass es zu oft gar keine Rolle spielt, welches Ausbildungsniveau man erreicht hat, vor allem, weil Angestellte oft Muslime als Mitarbeiter nicht akzeptieren.

Es ist nicht meine Absicht, alle Erwerbstätigen in der EU in Verruf zu bringen, aber es gibt einfach zu viele staatliche Institutionen und private Unternehmen in denen Angehörige ethnischer Minderheiten gegenüber den Anderen keine faire Chance bekommen.

Ich fordere die skandinavischen und deutschen staatlichen Einrichtungen dazu auf, mehr Beschäftigte aus ethnischen Minderheitsgruppen anzustellen.

In vielen Ländern Nordeuropas haben festgelegte Quotenregelungen zugunsten von weiblichen Beschäftigten in öffentlichen Einrichtungen dazu geführt, dass entsprechend viele Frauen in der Politik vertreten sind. Jetzt aber ist es an der Zeit, Quoten zur Berücksichtigung hoch qualifizierter Angehöriger von Minderheiten festzulegen, die auf dem gegenwärtigen Arbeitsmarkt zu sehr an den Rand gedrängt wurden.

Atilla Iftikhar, Schweden

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