Al-Aqsa oder Tempelberg: Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten (Online-Vortrag mit Joseph Croitoru)

08.11.2022 - 19:30 Uhr bis 21:45 Uhr
Ev. Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e.V.
Olpe 35
44135 Dortmund

Der Komplex aus Felsendom, Al-Aqsa-Moschee und Klagemauer ist der geheimnisvollste und umstrittenste heilige Ort der Welt. Der Tempelberg ist nach dem jüdischen Tempel benannt, der von den Babyloniern und nach seinem Wiederaufbau von den Römern zerstört wurde.

Später errichteten auf dem Areal die Muslime ihre Moscheen, die nach Mekka und Medina die drittheiligsten im Islam sind. In der osmanischen Ära war es den Juden erlaubt, an der Klagemauer, einem Überrest der herodianischen Tempelanlage, unter Auflagen zu beten. Um diese wurde in der britischen Mandatszeit immer wieder heftig gestritten. Nach der israelischen Besetzung Ostjerusalems 1967 durften die Muslime ihre heilige Stätte weiter verwalten.

Nichtmuslimischen Besucher*innen wiederum ist das Beten dort verboten. Im letzten Jahrzehnt nahm die Zahl der jüdischen Tempelberg-Pilger wie auch ihr Einfluss zu. Die Netanjahu-Regierung ließ sie dort leise beten und unterdrückte Proteste der Palästinenser. Diesen Kurs scheint auch die Nachfolgeregierung zu fahren ...

Der Historiker und Journalist Joseph Croitoru nimmt Sie mit auf einen Streifzug durch die wechselvolle über 3000-jährige Geschichte der heiligen Stätten und ihre Bedeutung für den interreligiösen Dialog bis heute.

Nach dem Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

Referent: Dr. Joseph Croitoru (Historiker, Autor, Journalist)

Di 08.11.2022
19.30 - 21.45 Uhr

Online via Zoom

kostenlos, um Anmeldung wird gebeten

Ansprechpartnerinnen:
Saida Aderras
Annegret Petersen
0231 5409-15

annegret.petersen@ebwwest.de

 

Lesetipp:  „Al Aqsa oder Tempelberg“ von Joseph Croitoru

Der Historiker Joseph Croitoru zeichnet in seinem Buch „Al Aqsa oder Tempelberg“ den Kampf um Jerusalems heilige Stätten nach.