10 Jahre Krieg in Syrien: Szenarien und Voraussetzungen für eine bessere Zukunft (Online-Veranstaltung)

10.03.2021 - 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstraße 8
10117 Berlin

Filmvorführung und Diskussion mit Expert*innen und Aktivist*innen.

In Syrien spielt sich eine der größten humanitären Katastrophen der Welt ab: Über die Hälfte der syrischen Bevölkerung musste fliehen, die Situation der 5.6 Millionen Binnenflüchtlinge hat sich dramatisch verschlechtert - nun droht zudem eine Hungersnot. Die Vereinten Nationen mussten aufgrund der chaotischen Lage und gezielten Desinformation des Regimes bereits im Jahr 2013 bei 400.000 Getöteten ihre Erhebungen beenden, 130.000 Menschen sind Opfer von erzwungenem Verschwindenlassen geworden.

Dabei hatte alles mit friedlichen Protesten begonnen:  In den Jahren 2010/11 protestieren Frauen und Männer in der gesamten Region gegen autoritär herrschende Regime. Im Frühjahr 2011 erfasst diese Bewegung auch Syrien. Würde und Freiheit fordern die Menschen und ein Ende der Korruption. Bashar al Assads Regime beantwortet diese Forderungen mit rücksichtsloser Gewalt. Als Kinder verhaftet und gefoltert werden, löst dies die größten Proteste in der Geschichte des Landes aus.

Europa und die USA bekunden ihre Solidarität, unterstützen die demokratischen Kräfte jedoch kaum, so dass diese zwischen dem Regime und fundamentalistischen Akteuren zerrieben werden, die von der Türkei und einigen Golfstaaten unterstützt werden. 2014 ruft der sogenannte "Islamische Staat" ein Kalifat in Syrien aus. Eine internationale Koalition unterstützt arabische und kurdische Kräfte dabei, den IS zu zerschlagen, was 2018 gelingt - doch Bashar al-Assad bleibt an der Macht, diplomatisch und militärisch unterstützt durch Russland, und mit Bodentruppen durch den Iran und die Hisbollah.

Wie ist es dazu gekommen? Welche Rolle haben externe Mächte gespielt, fundamentalistische Kräfte oder der sogenannte IS?

Um das komplexe Geschehen in Syrien verständlicher zu machen, hat die Heinrich-Böll-Stiftung einen Erklärfilm produziert, der auf dieser Veranstaltung zum ersten Mal gezeigt wird. Darin zeichnen wir die Ereignisse nach, gemeinsam mit drei syrischen Zeitzeug*innen, die auch bei dieser Veranstaltung zu Gast sind. Die Journalistin und Autorin Dima Wannous, die Journalistin und Aktivistin Wafa Ali Moustafa und der Schauspieler und Regisseur Anis Hamdoun berichten über die Hintergründe der Revolution, darüber, wie sie die Proteste erlebt haben, und was ihre Perspektiven für sich und für Syrien sind. Mit ihnen diskutieren wir Szenarien, Strategien und Voraussetzungen für eine gewaltfreie und demokratischere Zukunft Syriens.

Mit:

  • Dima Wannous, Autorin und Journalistin, London
  • Wafa Ali Mustafa, Journalistin und Aktivistin, Berlin
  • Anis Hamdoun, Schauspieler und Regisseur, Berlin

Moderation:
Dr. Bente Scheller, Referatsleiterin Nahost und Nordafrika, Heinrich-Böll-Stiftung

 

Sprache: Englisch, Arabisch und Deutsch (Simultanübersetzung)

 

Information: 
Birgit Arnhold
Programmkoordinatorin Nahost und Nordafrika
Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail: arnhold@boell.de

 

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