Von der Leyen sichert kurdischen Peschmerga-Kämpfern im Irak weitere Hilfe zu

17.09.2018

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den kurdischen Peschmerga-Kämpfern im Nordirak die weitere Unterstützung Deutschlands zugesichert. Nach dem erfolgreichen Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) konzentriere sich die Hilfe der Bundeswehr nun aber auf Bereiche wie Logistik, Minenabwehr und medizinische Versorgung, sagte von der Leyen am Montag bei einem Besuch in Erbil. Die Bundeswehr hatte in den vergangenen Jahren Peschmerga-Kämpfer ausgebildet und ihnen auch Waffen geliefert.

Von der Leyen besuchte in Erbil Ausbildungsstätten für die Peschmerga, darunter eine Werkstatt, in der von Deutschland gelieferte Fahrzeuge instandgehalten werden, und eine Klinik. An diesen Projekten könne "man sehr exemplarisch sehen, dass es bei der Hilfe nicht nur darum geht, Material zu liefern oder Geld zu geben", sagte von der Leyen. "Ganz entscheidend" sei die Nachhaltigkeit und Langfristigkeit der Hilfe.

Von der Leyen dankte den Peschmerga dafür, "dass sie hervorragend ihr Land verteidigt haben, die Flüchtlinge geschützt haben und für uns alle stellvertretend sich gegen den IS gestellt haben". Die Kurden hätten aber verstanden, dass es beim Einsatz der Bundeswehr nun um die Stabilisierung des gesamten Irak gehen müsse.

Die Ministerin war am Samstag in der irakischen Hauptstadt Bagdad gelandet, nachdem sie zuvor in Jordanien die Bundeswehr-Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak besucht hatte. Am Sonntag reiste von der Leyen weiter nach Erbil, die Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak.

Die Neuausrichtung des Bundeswehreinsatzes im Irak hatte von der Leyen bereits bei einem Besuch im Februar angekündigt. Das aktuelle Irak-Mandat, das der Bundestag im März gebilligt hat, ist zunächst nur auf sieben Monate beschränkt und läuft Ende Oktober aus. Die Personalobergrenze wurde von bislang 1350 auf 800 Soldaten gesenkt. (AFP)

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Leserkommentare zum Artikel: Von der Leyen sichert kurdischen Peschmerga-Kämpfern im Irak weitere Hilfe zu

Gespeichert von Daniel Lücking am

Der diskriminierende Begriff "Nordirak" ist dennoch wieder mal dabei. Bitte schreibt einen kleinen Kommentar unter dem Originalbeitrag und macht die Leute von Qantara (Deutsche Welle) darauf aufmerksam, dass "Nordirak" ein von Baathisten und Kurdophoben Leuten genutzter begriff ist. Die Region heißt offiziell, von der ganzen Welt anerkannt und auch in der irakischen Verfassung implementiert "Region Kurdistan - Irak" (Quelle: Enno Lenze)

Gespeichert von Joerg Krause am

Was soll dieser unqualifizierte Kommentar?

Im Artikel wird von der autonomen Kurdenregion im Nordirak gesprochen. Und die autonome Kurdenregion liegt nun halt mal im Norden des Iraks, oder, wie im Artikel bezeichnet, im Nordirak.

Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, es handelt sich einzig und allein um eine korrekte geographische Beschreibung.

Nur weil irgendeinem dahergelaufenem Pseudo-Moechtegern-Kriegstourist das Wort Nordirak nicht gefaelllt, kann seine Verwendung, wie auch im obigen Artikel, durchaus korrekt sein.

Gespeichert von Michael Gehlert am

Ich war sowohl 2016 wie 2017 in Erbil, Dohuk und Suleimanya. Egal, in welcher Region ich dort im geografischen Teil des Irak war, alle fühlten sich in der Region Kurdistan Irak. Ich habe mitgenommen, dass es den Leuten dort sehr wichtig ist, dass sie in Kurdistan Leben. Nicht zuletzt die Abstimmung vor ziemlich genau einem Jahr hat sehr deutlich gezeigt, wie die Menschen dort denken.