Strategien zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts

21.09.2017 -
19:00 Uhr bis 22:30 Uhr
Haus der Kirche
Markgrafenstr. 7
33602 Bielefeld

Marc Frings leitet seit 2015 das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in den Palästinensischen Gebieten. Er berichtet, wie die Stiftung den Friedensprozess flankiert.

Der israelisch-palästinensische Konflikt hält an. 70 Jahre nach dem Vorschlag einer geographischen Teilung, im November 1947 von den Vereinten Nationen vorgelegt, ist weiterhin keine Lösung in Sicht. Der Teilungsplan ist nicht das einzige Ereignis, an das sich Israelis und Palästinenser in diesem Jahr in Form von Jubiläen erinnern: vor 50 Jahren, nach dem Sechstagekrieg, begann die israelische Besatzung palästinensischer Gebiete. Und vor 20 Jahren rückte mit dem Ausbruch der ersten Intifada das Schicksal der Palästinenser zurück in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. Der palästinensische Aufstand endete, als Israel und die PLO in den 1990er Jahren den Weg an den Verhandlungstisch fanden. Die Hoffnung auf eine Zweistaatenlösung wurde im Oslo-Friedensprozess plötzlich konkret, scheiterte aber letztlich auf politischer Ebene und führte zu einer neuerlichen Gewaltwelle ab dem Jahr 2000. Wo stehen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf palästinensischer Seite, 20 Jahre nach dem Scheitern von Oslo? Und wie sieht die Realität im Westjordanland, dem Gazastreifen und Ost-Jerusalem aus? Hierauf soll der Vortrag Antworten und Einblicke geben. Deutschland und der Westen engagieren sich auf vielfältige Weise in den Palästinensischen Gebieten. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat 1996 ihr Büro in Ramallah eröffnet, um den Friedensprozess und die palästinensische Staatswerdung zu flankieren. Welchen Beitrag die Konrad-Adenauer-Stiftung dazu heute leisten kann, soll ebenfalls vorgestellt werden: anhand konkreter Projektbeispiele wird so die Arbeit einer deutschen Stiftung konkret vermittelt. Bei der Veranstaltung kooperieren wir mit dem Katholischen Bildungswerk Bielefeld (kbw), der Bielefelder Nahost Initiative e. V. und dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e. V.