Muslime rufen zu gemeinsamer Demonstration gegen Terror und Gewalt auf

12.06.2017

Vertreter der in Deutschland lebenden Muslime haben zur Unterstützung für eine geplante gemeinsame Kundgebung gegen den islamistischen Terrorismus aufgerufen. "Wir Muslime müssen uns von den Tätern stärker abgrenzen und ihre gesellschaftliche Ächtung herbeiführen", sagte die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor dem "Kölner Stadtanzeiger" vom Montag. Es gehe um eine Verurteilung des islamistischen Terrorismus und um ein gemeinsames Bekenntnis der Muslime zur "offenen und pluralistischen Gesellschaft".

Kaddor hat gemeinsam mit dem Friedensaktivisten Tarek Mohamed für den kommenden Samstag einen Friedensmarsch in Köln organisiert. Hintergrund sind die jüngsten, offensichtlich islamistisch motivierten Anschläge in Manchester und London. "Wir wollen diesen Verbrechern zurufen: Es reicht uns", sagte Kaddor.

Unterstützung signalisierte der Generalsekretär des deutsch-türkischen Moscheeverbands Ditib, Bekir Alboga. "Wenn diese Initiative dazu beiträgt, dass dies künftig auch in der breiten Öffentlichkeit besser wahrgenommen wird, wäre ich sehr glücklich", sagte er ebenfalls dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Über eine offizielle Beteiligung an dem Demonstrationsaufruf habe seine Organisation aber noch nicht entschieden. Alboga wies jedoch darauf hin, dass Ditib auch in der Vergangenheit "jeden Anschlag aufs Schärfste verurteilt" habe. (AFP)

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu kürzen oder nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.