Huthi greifen saudi-arabische Öl-Anlagen an - Saudi Aramco betroffen

08.03.2021

Sanaa. Die Huthi-Rebellen im Jemen haben mit Drohnen und Raketen zentrale Öl-Einrichtungen in Saudi-Arabien angegriffen. In einer Erklärung der Gruppe hieß es am Sonntag, es seien zudem militärische Ziele in Städten Dammam, Assir und Dschasan ins Visier genommen worden. Die Regierung in Riad sprach von einem gescheiterten Angriff auf die weltweite Energieversorgung. Eine Drohne habe vom Meer kommend die Saudi-Aramco-Anlagen in Ras Tanura attackieren wollen, erklärte das Energieministerium. Der Flugkörper sei jedoch vorher zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Zudem seien Trümmer einer Rakete in der Nähe eines Wohngebiets in Dhahran niedergegangen, das ebenfalls von Aramco genutzt werde. Die Angriffe hätten weder zu Opfern noch Schäden geführt.

Ein Vertreter der Huthi sprach von 14 Drohnen und acht ballistischen Raketen, die auf "das Herz von Saudi-Arabien" abgefeuert worden seien. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition erklärte ihrerseits, zwölf bewaffnete Drohnen seien bei Angriffen auf zivile Ziel abgefangen worden. Zudem seien zwei Raketen abgeschossen worden, die Dschasan hätten treffen sollen.

Die Huthi im Jemen kämpfen seit sechs Jahren gegen eine von  Saudi-Arabien geführte Koalition. Die am Sonntag angegriffenen Ziele liegen im Osten des Landes, wo sich die meisten von Aramcos Produktions- und Export-Anlagen befinden. Ein Raketen- und Drohnenangriff auf die Einrichtungen zwang das Königreich 2019, mehr als die Hälfte der Rohöl-Produktion zu unterbrechen, was zu einem sprunghaften Anstieg der weltweiten Öl-Preise führte. Saudi-Arabien machte damals den Erzrivalen Iran für den Angriff verantwortlich. Die Regierung in Teheran wies die Vorwürfe zurück. (Reuters)

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