Diskussionsabend: "Der lange Weg zur Gleichheit - Lebensrealitäten lesbischer Frauen in der Türkei"

24.04.2017 -
20:00 Uhr bis 22:00 Uhr
EWA e.V.- Frauenzentrum
Prenzlauer Allee 6
10405 Berlin

Seit dem Putschversuch am 15. Juli 2016 wächst der Druck auf die LGBITQ Community. Homophobe Anfeindungen und Übergriffe nehmen zu. Welche gesellschaftlichen Prozesse wurden mit dem Putsch ausgelöst? Welche Auswirkungen hat das auf die Frauen und Lesben in der Türkei?

mit: Tülin Duman, Aktivistin, ehemalige Geschäftsführerin bei GLADT e.V., heute Geschäftsführerin im Südblock

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Veranstaltungsort ist auschließlich für Frauen zugänglich.

Zur Reihe: Der lange Weg zur Gleichheit - Lebensrealitäten lesbischer Frauen weltweit

In diesem Frühjahr beschäftigen uns jeden letzten Montag im Monat die Fragestellungen: Sind lesbische Frauen im Selbstverständnis unserer Gesellschaften angekommen? Auch wenn Lesben und Schwule in einigen europäischen Ländern heiraten und Kinder adoptieren dürfen, haben sie die gleichen Rechte? Vielerorts müssen sie weiterhin für Sichtbarkeit und gleiche Rechte kämpfen. Und das zeigt nicht überall Erfolg.

Oft sind Lesben Diskriminierungen und Gewalt in zweifacher Weise ausgesetzt: zum einen, weil sie Frauen sind, und darüber hinaus, weil sie nicht der heterosexuellen Norm genügen. Häufig ist die Ursache von Gewalt gegen Lesben, und Frauen generell, in den festverankerten Geschlechterrollen zu verorten. In den meisten Fällen wird der männlich-heterosexuellen Identität die dominierende gesellschaftliche Rolle zugeschrieben. Der Wert der Menschen einer Gesellschaft wird an dieser Rollenkonstruktion gemessen.

Mit den Referentinnen wollen wir über Akzeptanz von Lesben und die Situation der Frauen und feministischen Bewegungen in den verschiedenen Ländern sprechen. Dabei wollen wir Einblicke in die Lebenswelten lesbischer Frauen in Polen, Russland, der Türkei und Brasilien gewinnen. Wie sind die Frauen vernetzt, welche Ideen treiben sie an, wie finden sie sich zusammen, was können sie bewegen und den repressiven Strömungen entgegensetzen.
Auch das Thema Homosexualität als Asyl- und Fluchtgrund wird ein Teil der Reihe sein.

Ausblick auf Termine und Referentinnen:
29.05.2017, 20.00 Uhr: Homosexualität als Asylgrund mit Rafia Harzer