Der neue Band zum "Trialog der Kulturen": Ankommen in einer Gesellschaft der Vielfalt

01.12.2014

Eine Querschnittsaufgabe für Bildung, Kultur und Integration

Deutschland ist ein modernes Einwanderungsland. Das Bewusstsein dafür bildet sich jedoch nur langsam. Noch zu stark wird Vielfalt als Problem empfunden, statt die Potenziale ins Zentrum zu rücken. Wie aber kann die Gesellschaft eine größere Wertschätzung für Unterschiede entwickeln? Wie können sich Institutionen interkulturell weiter öffnen, um eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen? Welche gemeinsame Basis bietet das Grundgesetz für ein friedliches Zusammenleben von Weltanschauungen, Religionen und Kulturen in Deutschland?

Im neu erschienenen Band "Ankommen in einer Gesellschaft der Vielfalt. Eine Querschnittsaufgabe für Bildung, Kultur und Integration" (Verlag Herder) suchen Experten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft Antworten: Der Migrationsforscher Mark Terkessidis etwa zeigt am Beispiel des Kulturbetriebs, wie Zugänge geschaffen und Organisationsstrukturen weiterentwickelt werden sollten. Der Schriftsteller Zafer Şenocak analysiert den Umgang der Deutschen mit ihrer Zuwanderungsgeschichte und fordert eine "Selbsterkennungskur". Über Möglichkeiten einer neuen "Kultur der Anerkennung" schreibt der Münsteraner Philosoph Ludwig Siep, während Heinrich de Wall, Jurist an der Universität Erlangen-Nürnberg, die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen einer Gesellschaft der Vielfalt in den Blick nimmt.

In zwei ergänzenden Gesprächsrunden diskutieren u.a. die Integrationsbeauftrage des Deutschen Fußballbundes, Gül Keskinler, der Professor für Moderne Türkeistudien an der Universität Duisburg-Essen, Haci Halil Uslucan, und die Hildesheimer Professorin für Diversity Education, Viola Georgi, wie sich Deutschland vom "Homogenitätsdenken" zu einer "Einheit in Vielfalt" entwickeln kann.

Der Band basiert auf der jüngsten "Trialog der Kulturen"-Jahreskonferenz der Herbert Quandt-Stiftung.  

(Herbert Quandt-Stiftung)

Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.herbert-quandt-stiftung.de

Mehr Beiträge zur Integration in Deutschland finden Sie um Qantara-Dossier:

http://de.qantara.de/dossier/integration-in-deutschland

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu kürzen oder nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.