Unser Terminkalender erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Sie Hinweise auf weitere Veranstaltungen zum Dialog mit der islamischen Welt haben, schreiben Sie bitte eine E-Mail an:
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Termin: 17. Oktober 2009 bis 14. März 2010 Ort: Landesmuseum Württemberg, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart Veranstalter: Landesmuseum Württemberg
Der Königspalast mit der Grabanlage bildete das Zentrum von Qatna, einer blühenden Handelsmetropole im Herzen Syriens vor mehr als 3500 Jahren. Bis zum 14.03.2010 können Überreste der monumentalen Palastanlage und eine ungeplünderte Königsgruft besichtigt werden.
Termin bis zum 01. Juni 2010, jeweils dienstags um 17.15 Uhr Ort Universität Mannheim, Romanisches Seminar, L15, 1-6, Raum A001 (Hörsaal im EG) Veranstalter Universität Mannheim, Romanisches Seminar
Vortragsreihe mit internationalen Gästen:
23.02. Khalid Zekri (Université Moulay Ismaïl, Meknès) - Genre et résistance: le cas du Maghreb postcolonial
09.03. Denise Brahimi (Université Paris VII) - Déconstruction de la virilité
23.03. Mohamed Ait El Ferrane (Université Cadi Ayyad, Marrakech) - Lutte des générations dans la Littérature marocaines d’expression arabe
20.04. Rachid Boutayeb (Berlin) - Die Dekonstruktion des islamischen Körpers bei Abdelkébir Khatibi und Farid Zahi
04.05. Sonia Zlitni-Fitouri (Université de Tunis I) - La Mélancolie des „genres“ ou l’écriture hybride
18.05. Mourad Yelles (Institut National des Langues et civilisations orientales, Paris) - Passages de genres et « traversée » du texte maghrébin
1.06. Habib Tengour (écrivain et ethnologue, Paris) - Lecture de textes littéraires
Termin Fr 12. - So 14. März 2010 Ort Bildungszentrum Schloss Wendgräben Veranstalter Konrad-Adenauer-Stiftung
Die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten finden sich seit mehr als 100 Jahren in den Schlagzeilen der Weltpresse wieder. Zu nennen wäre da zunächst der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern sowie innerhalb der Palästinenser, des weiteren der Krieg im Irak mit seinen Folgen und die seit mehr als 30 Jahren andauernden militärischen Auseinandersetzungen in Afghanistan. Weitere Konfliktherde in der Region Größerer Mittlerer Osten finden wir im Libanon, Syrien, auf der arabischen Halbinsel (z.B. Jemen), in Pakistan, in den Staaten Nordafrikas, nicht zuletzt in den Kurdengebieten. Zu nennen ist darüber hinaus die Diskussion um die Atommacht Iran. Auch Somalia und Sudan lassen sich in diese Aufzählung einreihen.
So vielfältig und verworren diese Konflikte zwischen Ethnien, Religionen, Ideologien bzw. um Wasser oder Erdöl sind, so unlösbar scheinen sie. Ein Seminar der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. im Bildungszentrum Schloss Wendgräben blickt auf diese Konfliktregion und analysiert Ursachen, Folgen und Lösungsoptionen der Konflikte.
Termin: Mo 15./16. März 2010, 19.00 Uhr Ort: Bildungszentrum Schloss Wendgräben Veranstalter: Konrad-Adenauer-Stiftung
Ist es gerechtfertigt, die über 3,5 Mio. in Deutschland lebenden Menschen islamischen Glaubens unter Generalverdacht zu stellen? Keineswegs! Die überwiegende Mehrheit der deutschen Muslime übt ihren Glauben friedlich aus und gehört gemäßigten Glaubensrichtungen an – Terror ist ihnen fremd.
Trotzdem finden sich unter ihnen auch radikale Islamisten, die einen Nährboden für Gewalt bilden. Jüngstes Indiz sind Videos, die vor Terror in deutschen Großstädten warnen. In Deutschland konnten Anschläge solcher Fanatiker bislang verhindert werden; dennoch ist eine Debatte um die innere Sicherheit und vor allem das Kennenlernen der anderen Religion und Werte weiterhin erforderlich. Wodurch zeichnet sich der Islam aus, wie kann man das Phänomen des Islamismus und Terrorismus erklären und wie sollte man sich mit ihm auseinandersetzen? Claus Herbst wird in seinem Vortrag: Neues Feindbild "Islam" darüber referieren.
Termin: Montag, 15.03.10 bis Freitag, 19.03.10 Ort: Georg-von-Vollmar-Akademie
Schloß Aspenstein
82431 Kochel am See Veranstalter: Georg-von-Vollmar-Akademie
"Kreuzzug" und "Djihad": Motive aus Geschichte und Religion wirken auch aktuell politisch. Worum geht es im "Kampf der Kulturen"? Wie politisch ist der Islam? Ist ein friedliches Miteinander zwischen westlichen Demokratien und politischem Islam möglich?
Themen:
Kreuzzüge: gestern und heute - kurze Geschichte der Kreuzzüge - ihre Nachwirkungen auf die beteiligten Gesellschaften und Kulturkreise - Politik und Religion in christlich und muslimisch geprägten Kulturen und Gesellschaften früher und heute - Religion, Geschichte und politische Inszenierungen heute - Konseqenzen für die Außenpolitik (Afghanistan, Israel/Palästina, EU/Türkei) - für die Innenpolitik (Religionsunterricht, Moscheen-Bau, "Kopftuchstreit").
Termin: Dienstag, 16.03.2010, 20.00 Uhr Ort: Literaturhaus Stuttgart; Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart Veranstalter: Literaturhaus Stuttgart und Institut Français de Stuttgart
Tahar Ben Jelloun, der als bedeutendster Vertreter der französischsprachigen Literatur des Maghreb gilt, ist mit seinem neuen Roman Zurückkehren zu Gast: Mohamed ist Muslim, Familienvater und Marokkaner - in dieser Reihenfolge. Und ein vorbildlicher Arbeiter: Die Arbeit war sein Leben. Jetzt steht ihm die Rente bevor, und er zieht Bilanz: wie er 1962 sein Dorf in Marokko verlässt, nur den Koran in der Hand, der eingeschlagen ist in ein Stück vom Leichentuch seines Vaters und den er nicht lesen kann; die Heirat mit seiner Cousine; seine tiefe Religiosität, die ihm keine Assimilierung an die französischen Sitten gestattet, sein Abscheu aber auch vor den Fanatikern; seine fünf Kinder, die sich ihm entfremdet haben, "Lafrance", davon ist er überzeugt, hat ihm zwar Arbeit gegeben, ihm aber seine Kinder gestohlen. Er versteht ihr Französisch nicht, der eine Sohn hat eine Christin geheiratet und der andere, Rachid, nennt sich Richard. Halt findet er nur in einem alten Traum: nach Marokko zurückkehren, um das "Haus des Glücks und des Friedens" zu bauen, in dem er seine ganze Familie versammeln kann.
In Zusammenarbeit mit dem Institut Français de Stuttgart
Eintritt: EUR 8,-/ 6,-/ 4,-
Termin: 17. März bis 6. Juni 2010 Ort: Martin-Gropius-Bau, Berlin Veranstalter: Berliner Festspiele. Eine Ausstellung der Aga Khan Foundation.
Meisterwerke der islamischen Kunst
Erstmals wird in Deutschland die Sammlung des Aga Khan ausgestellt. Mehr als 200 Meisterwerke dokumentieren mehr als 1000 Jahre Kulturgeschichte. Die im Martin-Gropius-Bau in Berlin ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung des Aga Khan Trust for Culture.
Termin 18. März 2010 - bis auf weiteres Ort Museum für Islamische Kunst, Am Kupfergraben 5
10117 Berlin Veranstalter Museum für Islamische Kunst, Berlin
Die international als "Keir Collection" bekannte Sammlung islamischer Kunst von Edmund de Unger wird künftig als umfangreiche Leihgabe die Bestände des Museums für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin bereichern. Sie umfasst Werke aus fast allen Perioden und Kunstlandschaften der islamischen Kernländer um das Mittelmeer, aus Iran und aus Zentralasien.
Brokate und Teppiche, frühmittelalterliche Bronzen, kostbare Bergkristallobjekte sowie wertvolle Kalligraphien, Miniaturen und aufwendig verzierte Bucheinbände zählen zu der Leihgabe. Prominent ist Keramik aller Perioden vorhanden – ein Grund für den Weltruf dieser Privatsammlung. 112 der insgesamt 1500 Werke aus verschiedenen Kunst- und Kunstgewerbesparten befinden sich als 'Visitenkarte' bereits in Berlin, die übrigen werden später folgen. Ab dem 17. März wird diese Auswahl unter dem Titel "Sammlerglück" im Pergamonmuseum gezeigt, um Besucher in die Welt der Sammler und des Sammelns zu führen: woher kommen die Objekte, warum sammelt man islamische Kunst? Was sieht der Sammler in seinen Stücken und wie entsteht der Wert von Objekten auf dem Kunstmarkt?
In drei Räume unterteilt werden die Welt des Sammlers, die Biographie von Objekten und die Sammlung selbst thematisiert. Gezeigt werden unter anderem seltene, kostbare Bergkristallobjekte, deren Herstellung unter der Herrschaft der Fatimiden in Ägypten (969–1171) eine Blütezeit erlebte und die seit dem 11. Jahrhundert ihren Weg nach Europa fanden, um als Reliquiare die Kirchenschätze zu bereichern. Der Glanz des Bergkristalls wird hoffentlich auch Sie einladen, die Welt eines Sammlers zu entdecken.
Termin 21. März 2010 Ort Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Geographie, Hörsaal C, Kochstraße 4/4 - 91054 Erlangen Veranstalter Ausländer- und Integrationsbeirat Erlangen
Der islamfeindlich motivierte Mord an der Pharmazeutin Marwa al Sharbini (Juli 2009) im Landgericht Dresden, die Äußerungen Thilo Sarrazins über "Kopftuch-Mädchen" (Sept. 2009), wie auch die Debatte um das Minarettverbot in der Schweiz (Nov. 2009) wurden von rechtslastigen Parteien europaweit gefeiert. Doch wie sehr sind anti-muslimische Stimmungen auch in der Mitte der Gesellschaft präsent? Welche gesamtgesellschaftliche Entfaltung erfährt der Islamdiskurs? Sind wir Zeugen einer unvermeidlichen Dynamik oder tragen wir bewusst oder unbewusst dazu bei?
Laut empirischer Studien sollen sich bis zu 80 Prozent der befragten Deutschen vor "dem" Islam und "den" Muslimen fürchten. Dabei existieren diese nicht als homogene Masse. Dennoch werden Muslime meist mit Terrorismus, Rückständigkeit und Frauenunterdrückung assoziiert. Wie wirkt sich diese Stimmung konkret aus? Jüngst verweigerte eine verunsicherte Zahnärztin einem muslimischen Jungen die Behandlung aufgrund seines Namens. Muslimische Frauen, darunter viele Akademikerinnen, werden im Alltag besonders häufig sowohl wegen ihres Geschlechts als auch wegen ihrer Religion diskriminiert, warnt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (Feb. 2009). Tendenz steigend?
Liegt die Ursache für die breite Ausdehnung dieses Feindbilds in einer ihr innewohnenden Eigenheit? Oder sind es vielmehr alte Muster, die sich hier nochmals durchsetzen? Die Fachtagung ist besetzt mit Experten aus der Menschenrechts- und Rassismusforschung, der Antisemitismusforschung sowie der Medienanalyse. Alle ReferentInnen sind in den jeweiligen medialen und auch wissenschaftlichen Debatten federführend. Vertreter der jüdisch-muslimischen Annäherung bringen dazu ihre Perspektiven zur wachsenden Islamfeindlichkeit zum Ausdruck.
Mit
Prof. Dr. Heiner Bielefeldt
Prof. Dr. Wolfgang Benz
Dr. Sabine Schiffer
Aiman Mazyek
Dr. Irene Runge
Termin: Mittwoch, 24. März 2010, um 17.30 Uhr Ort: Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
Schützenstraße 18 - 10117 Berlin
Konferenzsaal, 3. Etage Veranstalter: Deutsch-Kasachische Gesellschaft e. V. und das Zentrum Moderner Orient
Vortrag des Großmufti von Kasachstan. Sheich Abdsattar Haji Derbissali hält einen Vortrag über den Islam in Kasachstan: Traditionen und aktuelle Entwicklungstendenzen.
Der Vortrag wird auf Russisch gehalten und simultan übersetzt.
Termin: 29. bis 31. März 2010 Ort: Schloss Eichholz, Wesseling, Wesseling/Eichholz Veranstalter: Konrad-Adenauer-Stiftung
Die Einbindung von Migranten in politische Entscheidungsprozesse gehört zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben. In dem Seminar werden wichtige Strategien und Beispiele aus der Praxis dargestellt und Ansprechpartner genannt.
Termin: Dienstag, 06.04.10 bis Freitag, 09.04.10 Ort: Georg-von-Vollmar-Akademie
Schloß Aspenstein
82431 Kochel am See Veranstalter: Georg-von-Vollmar-Akademie
Das Bild vom Islam ist in der westlichen Welt stark vom islamistischen Terror geprägt. Doch nur eine Minderheit islamischen Glaubens ruft zur gewaltsamen Bekämpfung des Westens auf. Das Seminar vermittelt Grundlagen über die Religion des Islam, seine Richtungen und sein "Bild vom Menschen".
Themen:
Der Islam und wir: eigene Wahrnehmungen und Erfahrungen - die Entwicklungsgeschichte des Islam - der Westen im Bild der Muslime - der Islamismus: Ursachen, Gruppierungen, Ziele - Bedrohungspotenzial "Islamische Welt"? - internationaler Terrorismus: Erscheinungsformen, Hintergründe, strategische Ziele - Besuch und Führung durch die Moschee in Penzberg.
Termin: Donnerstag, 6. Mai. 2010 18 bis 21 Uhr Ort: Raum: Allmende e.V. Berlin Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Die Veranstaltung zum antimuslimischen Rassismus beschäftigt sich in Anbetracht aktueller sozialer Krisen und ihren politischen Regulationen mit neuen rechtspopulistischen und rassistischen Entwicklungen. Dies meint die Wiederbelebung von "deutscher Leitkultur" gegenüber einer sogenannten "demokratiefeindlichen Islamisierung der Gesellschaften". Neben der Auseinandersetzung mit aktuellen Konjunkturen von antimuslimischen Rassismus sollen antirassistische Handlungsperspektiven entwickelt werden.
Termin: 27. bis 30. Mai 2010 Ort: Berlin Veranstalter: Goethe-Institut und heinrich Böll Stiftung
Ob man nach den Erfahrungen der letzten 100 Jahre eine Heimat haben darf – und wenn ja, wo die ist –, ist eine so heftig umstrittene Frage, dass ein vernünftige Antwort kaum noch zu erwarten ist. Grund genug, es noch einmal zu versuchen: Schriftsteller und Intellektuelle werden sich bei den dritten Deutsch-Israelischen Literaturtagen in Berlin mit dem Thema Heimat und kulturelle Identität in einer globalisierten Welt auseinandersetzen.
Wie definieren Migranten in Deutschland und Israel ihre Heimat? Was bedeutet Heimat für die palästinensischen Bürger in Israel? Wo sehen die Schriftsteller sich selbst beheimatet, welchen Heimatbegriff vertreten sie?
Neben renommierten deutschen und israelischen Autoren wie Jenny Erpenbeck, Sibylle Lewitscharoff, Avirama Golan, Anat Einhar, Terézia Mora, Anat Einhar und Detlef Kuhlbrodt werden auch bislang wenig bekannte Nachwuchsschriftsteller nach Berlin kommen.
Am 14. Juni 2010 wird das Deutsche Orient-Institut (DOI) 50 Jahre alt. Anlässlich unseres Jubiläums schreiben wir einen Autorenwettbewerb für NachwuchswissenschaftlerInnen aus:
"Herausforderungen der deutschen Orientforschung im 21. Jahrhundert" Studierende des Hauptstudiums/ Masterstudiums der Orientalistik, Arabistik, Iranistik, Politikwissenschaft, Soziologie, Ethnologie sowie Neuere und Neueste Geschichte sollen durch das Deutsche Orient-Institut die Gelegenheit erhalten, die wissenschaftliche Debatte mit neuen Ideen zu bereichern.