2006 hatte das Theaterstück "Schwarze Jungfrauen" am Berliner Theater Hebbel am Ufer Premiere. Das Stück war umstritten, ob bloße Provokation oder ernstzunehmende Stimmen einer "Minderheit der Minderheit".
Stimmengewirr. Eine junge Frau erzählt im Plauderton von ihren Affären. Es kommt so weit, dass ihre türkische Familie davon erfährt und sie nach Berlin abhaut: "Ich bin die Hure des Viertels, ich muss sofort weg! Ich bin voll das Klischee: Zwei Türkenbrüder, ein Moscheegänger als Vater, die Mutter dick in der Küche." 
"Schwarze Jungfrauen" basiert auf Monologen junger Musliminnen, frömmig und vulgär, unverhohlen und kompromisslos. Das Theaterstück liegt nun als Hörspiel vor.
Feridun Zaimoglu und Günter Senkel haben für das Theaterstück 30 junge Musliminnen interviewt und ihnen einen Namen gegeben: "Neomusliminnen." Nachdem das Dokumentar-Stück 2006 auf mehreren Bühnen gespielt wurde, ist es nun als Hörspiel erschienen.
Der deutsch-türkische Autor Feridun Zaimoglu trägt mit seinen Büchern und Theaterstücken regelmäßig zur politischen Debatte um Integration, Identität und Islam bei.
Ihre politischen Ansichten sind unmissverständlich und provokant. Der Traum von der islamistischen Weltherrschaft entsteht durch Demütigung und Verletzung: "Morgen, wenn die deutschen Kindeskinder sich am neuen Glauben berauschen, wird man sich an die heutigen Zeiten erinnern, an die Hetze gegen Moslems. An die Pornographen, die uns bekämpfen. An die aufgeklärten Exotenweibchen, die bei unserem Anblick schäumen."
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