
"Das geistige Erbe des Koran: Genese, Exegese, Hermeneutik" - so das Thema der dreitägigen Symposienreihe der Frankfurter Goethe-Universität
Veranstaltet wurde das dreitägige Symposium von der Stiftungsprofessur Islamische Religion und der "Gesellschaft zur Förderung der Islamstudien e.V." (GEFIS). Und die Resonanz war beachtlich: Vor allem zahlreiche junge, kreative Forscher im Bereich der Koranexegese kamen.
Kontroverse Debatten über die syro-aramäische Lesart des Korans und Koranhistorisierungen: Das Symposium der Stiftungsprofessur Islamische Religion und der "Gesellschaft zur Förderung der Islamstudien e.V."
Mohammed habe es wohl nicht als seine Aufgabe betrachtet, den Koran schriftlich zu fassen, so Professor Özsoy: "Es stellt sich überhaupt die Frage, wollte Gott eigentlich etwas Schriftliches oder eben nicht, um die flexible Kommunikation aufrechtzuerhalten?"
Abu Zaid wies in seinem Vortrag darauf hin, dass die Muslime auch von christlichen Islamforschern profitierten, die bereits in einem frühen Stadium Koranstudien durchgeführt hätten.
Andererseits waren viele Diskussionsteilnehmer der Meinung, Textkritik sei - historisch wie linguistisch - sehr geläufig unter muslimischen Theologen. Mehrfach darauf verwiesen, dass die Muslime bereits in einem frühen Stadium hermeneutisch mit dem Koran umgegangen seien.
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