Anti-islamische Bewegungen in Deutschland"Islamophob – und stolz darauf"
Fundamentalistische Christen hetzen mit populistischen Parolen gegen Muslime– für sie die neue Gefahr in Europa. Die Besucherzahlen mancher ihrer Internetseiten sind erschreckend hoch. Claudia Mende hat recherchiert.

Islam versus Christentum? Seitdem Muslime ihre Präsenz mit Moscheebauten verdeutlichen, ist die Stimmung in Deutschland gereizt
"Gott will die Liebe", nennt sich die Gruppe. Doch sie verbreitet eine Menge Unfrieden. Im Juli sorgte "Gott will die Liebe" in München bei einer städtischen Info-Reihe über den Islam für Furore.
Die Veranstaltung des Erlanger Islamwissenschaftlers und Juristen Matthias Rohe zum Thema "Grundgesetz und Sharia" ging im Tumult unter und musste abgebrochen werden. Einige Tage später erhielt Rohe per E-Mail eine Morddrohung, die der Jurist auf seiner Homepage der Öffentlichkeit zugänglich machte.
"Deus Vult Caritatem" (Gott will die Liebe) lautete im Jahre 1099 der Aufruf Papst Urbans an die ersten Kreuzritter. Sie sollten die Muslime aus dem Heiligen Land vertreiben.
"Heute ist es höchste Zeit, wieder zu reagieren und das Abendland sowie alle anderen vom radikalen Koran-Islam Bedrohten zu schützen und zu verteidigen", heißt es auf der Homepage von Deus Vult, die Ostern 2007 zum 80. Geburtstag von Papst Benedikt eingerichtet wurde.
"Sie richten viel Schaden an"Und so stellen sich die modernen Kreuzfahrer vor, das durch Islamisierung bedrohte Abendland zu retten: "Versuch der Re-Evangelisierung des eigenen Landes und behutsame christliche Mission gegenüber Mohammedanern, die wir auf friedliche und gutartige Weise von der Umklammerung des 'Propheten' zu befreien versuchen sollten."
Radikale Christen machen mobil gegen den Islam. "Es sind zwar zahlenmäßig kleine Gruppen, aber sie machen einen ungeheuren Druck durch Leserbriefe, Telefonanrufe im Ordinariat und bei öffentlichen Veranstaltungen", beschreibt Andreas Renz, Referent für interreligiösen Dialog der Diözese München, ihre Aktivitäten. "Es entsteht eine Atmosphäre der Unsicherheit. Sie richten viel Schaden an."
Während die beiden großen Kirchen sachlich aufklären wollen und viele Gemeinden aktiv im Dialog engagiert sind, ist für fundamentalistische Christen der Islam die neue Gefahr für Europa. Für Andreas Renz handelt es sich bei den Gruppen um ein weites Spektrum, das vom rechten Rand bis in die Mitte der Gesellschaft hineinreiche.
Anzeige gegen Verbreitung des KoransDeus Vult ist dabei nur ein kleines Licht. Bundesweit bekannt ist der "Bundesverband der Bürgerbewegungen zur Bewahrung von Demokratie, Heimat und Menschenrechten" (BDB).
Der Verein engagiert sich nach eigenen Angaben "gegen die Bildung einer fundamental-islamischen Parallelgesellschaft in Deutschland" und gegen Muslime, "die europäischen Bürgern mit immer neuen Forderungen Teile der Scharia aufzuzwängen gedenken".
Zu den Forderungen des BDB gehört die "Überprüfung von Art. 4 GG (Religionsfreiheit) hinsichtlich seiner Anwendbarkeit auf die Politreligion Islam", ein Verbot des Baus von Minaretten, die "Ächtung der Banken und Finanzdienstleister, die in Europa scharia-konforme Geldanlagen anbieten und es damit zulassen, dass in unserer Wirtschaftsordnung das Wirtschaftsmodell der Scharia eingeführt wird".
Ein Mitglied des Vereins erstattete Anzeige gegen die Verbreitung des Korans, weil er den Tatbestand der "Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen" sowie den "Tatbestand der Volksverhetzung" erfülle.
Die Anzeige wurde vom Hamburger Amtsgericht abgelehnt. Großes Vorbild des BDB ist der ostdeutsche Pfarrer Roland Weisselberg, der sich am Reformationstag 2006 wegen der drohenden Islamisierung Deutschlands selbst angezündet hat und an den schweren Verbrennungen starb.
Anti-islamische Partei geplantProminenteste Figur der Anti-Islam-Bewegung ist der ehemalige FAZ-Redakteur und Buchautor Udo Ulfkotte ("Der Krieg in unseren Städten") mit seinem Verein "Pax Europa". Ulfkotte will eine eigene antiislamische Partei gründen, in der alle islamkritischen Kräfte unter seiner Führung zusammen arbeiten sollen.

Der ehemalige FAZ-Redakteur und Buchautor Udo Ulfkotte ist mit seinem Verein "Pax Europa" die prominenteste Figur der Anti-Islam-Bewegung.
Für den 11. September plante sein Verein Pax Europa eine Großdemo in Brüssel. Menschen aus ganz Europa sollten hier nach Angaben der Veranstalter unter der Parole "Stoppt die Islamisierung Europas" demonstrieren.
Der Brüsseler Bürgermeister Freddy Thielemans verbot die Demonstration, die daraufhin in Köln mit Ralph Giordano als Hauptredner stattfinden sollte. Doch in Köln sagte Ulfkotte seinerseits ab. Angeblich weil die Sicherheit der Demonstranten nicht gewährleistet sei. Oder weil Ulfkotte doch nicht so viele prominente Unterstützer fand?
Zwar weisen diese rechtspopulistischen Islam-Gegner jeglichen Rechtsextremismus weit von sich. Doch auf den einschlägigen Internetseiten toben sich unzensiert niederste Instinkte aus.
Hass auf MuslimeAuf über vier Millionen Besucher kommt die Internetseite www.politicallyincorrect.de des katholischen Grundschullehrers Stefan Herre aus Bergisch-Gladbach. Im Shop kann man Buttons und Tassen mit der Aufschrift "islamophobic – and proud about it" (Islamophob – und stolz darauf) kaufen.
In den Kommentaren finden sich beispielsweise folgende Äußerungen zum Gammelfleischskandal, an dem natürlich wieder mal die Muslime schuld seien: "Der Blutschande entgegen dem deutschen Butterbrot muss Einhalt geboten werden!"
"Kann man die systematische Versorgung der Bevölkerung mit Dreck als Ernährungsdschihad bezeichnen?" fragt ein Andreas von Montbard. Von keinem Moderator unterbunden, sprießt hier der Hass auf Muslime. "Warum sollte ich die Moslems nicht genauso generell hassen wie die Nazis? Beide sind religiös verbrämte faschistische Ideologien", schreibt der anonyme Nutzer Capt.
Mit auf der Seite christlicher Islam-Gegner befindet sich auch die "Evangelische Allianz", der Dachverband von etwa 1,3 Millionen evangelikalen Christen in Deutschland. Ulfkotte publiziert im Christlichen Medienmagazin Pro der Allianz.
Hartmut Steeb, Generalsekretär der Evangelischen Allianz, hält Ulfkottes Feldzug gegen die Islamisierung Europas für "eine wichtige Sache".
Dann ergänzt er: "Eine Islamisierung Deutschlands halte ich für möglich. Für den Islam ist das ja bloß eine demografische Frage. Grundsätzlich strebt der Islam die Herrschaft an, das halte ich für realistisch."
Christentum als einzige WahrheitAuch die Großkirchen sind nicht vor dem Einfluss der Evangelikalen gefeit. Die neue EKD-Handreichung zum Verhältnis mit Muslimen ist evangelikal beeinflusst. An der Schrift "Klarheit und gute Nachbarschaft" hat die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher, wissenschaftliche Leiterin des Islaminstituts der Evangelischen Allianz, mitgearbeitet.
Schirrmacher vertritt eine Abgrenzung gegenüber dem Islam, die an der Basis umstritten ist. Wer Schirrmacher fragt, was für sie der Islam ist, erhält allerdings keine Antwort.
"Das kann ich so nicht sagen", weicht Schirrmacher am Telefon der Frage aus. "Es ist aber kein aggressiver Standpunkt zu sagen, der christliche Glaube ist die einzige Wahrheit." Dementsprechend verfasst sie Gebetskalender, in denen für Muslime gebetet wird, damit sie endlich Christus kennen lernen.
"Evangelikale nutzen die anti-islamische Bewegung für ihre Zwecke", kommentiert Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung in Erlangen. Schiffer beobachtet seit Jahren die Islambilder in den Medien. "Die Argumentation der Bürgerbewegungen sind christlich-fundamentalistisch durchzogen", erläutert die Wissenschaftlerin.
Das Klima ist schärfer geworden. Seitdem Muslime ihre Präsenz in der deutschen Gesellschaft mit Moscheebauten deutlich anmelden, sind die Reaktionen gereizt bis ausfällig.
Auch kritische Islamwissenschaftler wie Ursula Spuler-Stegemann aus Marburg sind entsetzt, wie emotional aufgeheizt die Debatte über Muslime mittlerweile ist – bis hin zu der Morddrohung gegen ihren Kollegen Matthias Rohe.
Spuler-Stegemann ist bekannt für ihre teils harte Kritik an den islamischen Verbänden, doch sie warnt vor den populistischen Ausschlachtern von Ängsten. "Kritisch sein ist in Ordnung, aber dieses Hochschaukeln der Situation, das kann es nicht sein."
Claudia Mende© Qantara.de 2007 Qantara.deMuslime in Deutschland
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Kommentare
1. islamophob und stolz darauf.
Warum glauben Sie Frau Mende werden Anschlagsversuche NIE dadurch verhindert, dass Informationen und Mithilfe aus der muslimischen Gemeinschaft kommen würden?? Das gibt es nicht und das darf stutzig machen, denn das weist darauf hin, dass die meisten Muslime immer noch mehr Solidarität haben mit ihren Extremisten als mit der Polizei der "Kaffir". DAS Frau Mende sollte ihnen zu denken geben!rom
Jürgen Reinecke | 18.10.2007 | 10:06
2. artikel "Islamophob und stolz darauf"
Webseiten wie Quantara.de setzen sich für Vertändnis und Dialog nit dem Islam ein, vergessen offensichtlich aber komplett, dass der Islam keine "Religion wie alle andeen auch" ist, sondern eine religiös-verbrämte Politideologie. Der Islam lehnt strikt die Trennung von Staat und Kirche ab, mischt sich in unerhörter Weise in das Leben der Menschen und in die Politik ein, und sollte deshalb auch nicht die Vorzüge geniessen können, die alle wirklichen Religionen in Europa geniessen!
Der gegenwärtige Moscheebau-Boom hat System. Es geht hier gar nicht um adequate Gebetsstätten für Muslime, sondern es geht darum die politisch-gesellschaftliche Präsenz des Islams in Europa zu demonstrieren.
Wenn Sie sich für Dialog mit dem Islam einsetzen wollen, setzen Sie sich einmal für die Bedrängten und mit ihrem Leben gefährdeten Christen, Juden und sonstige in islamischen Ländern ein. Immer nur hier auf Religionsfreiheit zu pochen wie es die Türken tun, aber in der Türkei noch nicht einmal das Priesterseminar zu öffnen, ist pure Heuchelei und kann kann auf die Dauer nicht funktionnieren!
ROM REUTER | 18.10.2007 | 09:19
3. Islamophobie
Wenn der Islam so friedlich ist, warum herrscht dann in den meisten vom Islam dominierten Gegenden Krieg, Misswirtschaft und Terror?
Wenn der Islam als Religion Europa weiterbringen kann, dann muss erstmal klar sein, wodurch das passieren soll?
Bringt der Islam mehr Menschlichkeit?
Bringt der Islam Wirtschaftswachstum?
Bringt der Islam technischen Fortschritt?
Usw., usw., usw. Wenn zu diesen Punkten sichtbare Beweise erbracht werden, dann ist auch meine Islamophobie geheilt. Blosse Behauptungen lassen die Phobie nur anwachsen.
Andreas Geisser | 18.10.2007 | 07:29
4. Islam in Deutschland
Ich erkenne keine Eigenschaft des Islam, die eine wünschenswerte Entwicklung in Deutschland begünstigte. Kennen Sie eine, Frau Mende? Alles wofür der Koran und Mohammeds Offenbarungsbehauptungen stehen, schadet unserer Lebensordnung. Ich meine die Kriegshetze und die Aufforderung zur Gewalt im Koran. Ich meine die Geschlechterapartheid. Ich meine die tiefgreifende Irrationalität und Lebensfeindschaft, wie sie in den vorgeblich göttlichen Regeln zum Ausdruck kommt. Ich meine die Arroganz und Verachtung der Anhänger Mohammeds, wie sie zum Beispiel in der Forderung deutlich wird, sie "Muslime" zu nennen. "Muslime" sind die Rechtgeleiteten, die die wissen, wo es lang geht. Was sagt allein diese Begrifflichkeit über das Verhältnis der Mohammedaner zum Rest der Welt aus?
Ich wünsche unserem Land keine Veränderung im Sinne dieser Lehre Mohammeds. Mich würde wirklich ein Grund interessieren, warum wir unsere Lebensordnung den islamischen Vorstellungen anpassen sollten.
Charlene Freifrau von Tresckow | 17.10.2007 | 23:51
5. Anmerkung zu Kommentaren bei PI
Sich auf die Kommentare bei PI einzuschießen ist billig, denn diese werden NICHT zensiert. Ich weiß ja nicht wie das bei Ihnen ist.
Florian Meier | 17.10.2007 | 23:16
6. Ulfkotte
In dem Artikel wird Udo Ulfkotte als eine der Leitfiguren der antiislamischen Bewegung genannt. Ich denke, diese Position hat er eingebüßt, nachdem er mit Giordano die Anti-Islam-Demo in Köln organisierte und in die Zwickmühle geriet, entweder mit Giordano oder mit den Rechten von "Pro Köln" marschieren zu müssen, denn letzteres lief wohl nicht mir Giordano, der bekanntlich zuvor anmerkte, dass in Pro Köln genau diejenigen sitzen, die ihn als Juden gerne vergasen würden, wenn sie an der Macht wären.
Ich denke, Ulfkotte hat keinerlei Interesse, tatsächlich mit den Nazis zusammen zu arbeiten. Das Problem ist bloß, dass das antiislamische Fußvolk zum großen Teil aus genau diesem Mileu zu stammen scheint. Nur mühsam verdecken die Kameraden dort ihren Rassismus und Antisemitismus.
Ich denke daher auch, dass Ulfkottes Idee einer antiislamischen Partei eine Totgeburt ist. Ein-Punkt-Parteien haben keine Chance, und die Widersprüche innerhalb des antiislamischen Spektrums sind viel zu groß, als dass sie es lange in einer gemeinsamen Organisation aushalten würden.
Wenn wir also annehmen, dass Ulfkotte in der Szene bereits verbrannt ist, so liegt es doch daran, dass er zu zögerlich und "gutmenschlich" war, als er auf Giordanos Bedenken gegen die Rechtsextremisten Rücksicht nahm.
Ahmad Abu Hanif | 17.10.2007 | 22:12
7. Islamophob und stolz drauf
Ja, ich könnte mich als islamophob bezeichnen, genauso wie ich Nazo- und Faschophob bin, leider haben die hier ansässigen Moslems bis jetzt sehr wenig gegen meine Phobie getan, ich warte immer noch auf den Aufstand der friedlichen Moslems gegen die Radikalen in den eigenen Reihen.
Islam ist eine abscheuliche Ideologie die von einem Kinderschänder, Dieb und Massenmörder Namens Mohammed gegründet wurde. Ja es macht mir Angst, wenn Menschen ein hasserfülltes Buch verehren, das voll mit Aufrufen zum Mord gegen Andersgläubige ist.
Islam ist Faschismus und Moslems sind die bedauernswertesten Opfer dieser lebensfeindlichen Ideologie.
Es wundert mich aber nicht, dass es Menschen hier im Westen gibt, die bereit sind für den Islam eine Lanze zu brechen, es gab immerhin genügend nützliche Idioten die bereit waren das Gleiche für die Nazis und Kommunisten zu tun.
Gottfried Winter | 17.10.2007 | 21:37
8. 2050
Wenn die Entwicklung so weitergeht wie bisher, dann wird man in 2050 den Kölner Dom "Claudia-Fatima-Roth-Moschee" nennen, in Dankbarkeit den europäischen Kollaborateuren gegenüber, die aus Selbsthass die eigene Zivilisation abschaffen wollten.
Kein vernünftiger Okzidentale kann die wollen und PI ist eine mächtige Stimme wider die PC geworden.
Die MSM sind nervös geworden, man denke nur an den Rauswurf Eva Hermans letzte Woche im ZDF oder ihr Berufsverbot durch die ARD.
Hier sieht man, in welch gefährliche Richtung unser Land abzudriften droht und Qantara verscht einen Dialog, den viele inzwischen als "Dialüg" erkannt haben!
WIlfried Bredemeyer-Heitmeyer | 17.10.2007 | 21:05
9. Islamophob ?
Es geht nicht so sehr um "Islamophob"
Im Vordergrund steht die Verteidigung des Freiheitlich-Demokratischen Rechtsstaats, den "der Islam" leider nicht kennt !!
Siehe dazu :
http://islamprinzip.wordpress.com/about/
Eckhardt Kiwitt | 17.10.2007 | 21:02
10. Schockierend
Sehr geehrte Frau Mende,
Weder sind alle Gegner der Islamisierung Christen, noch sind alle diese "Islamophoben" (falscher Terminus, eine Phobie ist eine krankhafte Angst, die Angst vor dem Islam ist allerdings mehr als berechtigt, man lese nur den Koran und die Aufrufe zum Mord an "Ungläubigen", von der Scharia ganz zu schweigen) Europäer oder, wie so oft gerne verwendet "Fundamentalisten" oder gar "Nazis".
Ich persönlich verwehre mich aufs Äusserste dagegen, von schlecht informierten Pseudojournalisten über den Kamm geschoren zu werden. Ich bin weder Christ, noch Europäer, noch religiöser Fundamentalist. Dennoch empfinde ich den Islam als Gefahr für unsere freie, demokratische Welt. Denn der Islam lässt echte Demokratie NICHT zu (siehe Koran, siehe Scharia (welche nichts anderes ist als ein Stück Barbarei aus grauer Vorzeit und nur dazu dient Schwächere, wie z.B. Frauen und "Ungläubige", zu unterdrücken)). Aber nicht nur für die freie Welt, sondern ganz besonders auch für meine eigene Familie.
Meine Heimat hat für die Freiheit und Demokratie, die wir jetzt haben, mit Blut bezahlt. So auch Deutschland. Sind Sie wirklich bereit diese Freiheit, die sie in einem islamischen Land als Frau NIEMALS haben würden, aufzugeben?
Jedesmal, wenn ich solch propagandistische Artikel lese, stelle ich mit Freuden fest, kein EU Bürger zu sein, und muss ausserdem zugeben, dass die, ab 20. November 2007 durchzuführende erkennungsdienstliche Erfassung Einreisender fremder Staatsbürgerschaft in meine Heimat eine hervorragende Idee ist. Wir können es uns nicht leisten, unsere Freiheit, unsere Demokratie für Pseudo-Multi-Kulti Nonsens aufzugeben und schleichend in einen Gottesstaat umgewandelt zu werden.
Kazu Akimoto
Freier japanischer Bürger
Kazu Akimoto | 17.10.2007 | 20:24
11. Islamophobic - und stolz darauf
Die beiden Zitate
"Der Blutschande entgegen dem deutschen Butterbrot muss Einhalt geboten werden!"
"Kann man die systematische Versorgung der Bevölkerung mit Dreck als Ernährungsdschihad bezeichnen?"
finde ich sehr witzig.
Danke, ich kannte sie noch gar nicht ...
Krischan Piepengrün | 17.10.2007 | 20:16
12. Kritik an PI
Wir alle können uns glücklich schätzen, dass es einen Internetauftritt wie PI inmitten unserer weichgespülten Mainstreampresse gibt. Es ist einfach, einzelne Kommentare herauszuheben. Tatsache ist, es hat sich glücklicherweise seit einem Jahr viel getan. Ab und zu findet man z.B. in der "Welt" einen Artikel über die Möglichkeit der Islamisierung Europas. Hier unterscheiden sich die Kommentare weitgehendst nicht von PI. Fast jeder Leser ist froh, wenn es endlich mal thematisiert wird. Die Anbiederung der Kirchen an die Moslems wird sich noch schwer rächen.Der Islam ist keine Religion, sondern eine allumfassende Ideologie mit Weltherrschaftsanspruch. Ein Zitat aus einer Rede des Herrn Erdogan: Die Demokratie ist der Zug, auf den wir aufspringen, die Moscheen unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme, die Minarette unsere Gewehre. Eigentlich kann man es nicht klarer ausdrücken. Die Einflussnahme von Muslemen in Politik und Kultur sind nicht mehr zu übersehen. Und das macht den Bürgern mit Recht einige Sorgen.
Ruth Schilling | 17.10.2007 | 18:57
13. "Islamophob – und stolz darauf"
Tja Frau Mende, als Apostat des Islam kann ich nur sagen:
"Ich bin Islamophob – und stolz darauf!" Auf eine Vereinbarkeit des Islam mit unserer Verfassung im Hinblick auf Art. 4 GG (Religionsfreiheit) würde ich keine Wetten annehmen.
Hassan Kal | 17.10.2007 | 18:35
14. Antiislamische Bewegungen
Sehr geehrte Frau Mende,
Ihre Kritik an Fanatismus und Fremdenfeindlichkeit halte ich in Ehren. Dennoch muss ich Sie darauf hinweisen, dass das Erstarken der „antiislamischen Bewegungen“ nicht nur in christlichem Fundamentalismus und Xenophobie seine Wurzeln hat. Eine ständig wachsende Zahl von Bürgern, denen beides fern liegt, ist erstaunt und verärgert über eine allgemeine Sprachregelung, die den Islam von allen Negativaspekten grundsätzlich reinwäscht. Geprägt wurde diese Sprache zuerst von den Muslimverbänden, inzwischen ist sie auch bei den „Dialog“vertretern der Kirchen – und nicht nur dort – erschreckend weit verbreitet.
Wie kann es sein, dass zwischen Marokko und Malaysia, Irak und Darfur im Prinzip überall dieselben Probleme auftreten, wenn doch der Islam nichts damit zu tun hat? Derselbe Terror, dieselbe Frauenunterdrückung, dieselben „Ehrenmorde“, dieselben Hass- und Schmähpredigten, dieselbe Bedrohung, Vertreibung, Beraubung Nicht- und Andersgläubiger? Dieselben Symptome, die in gradueller Abstufung auch in der hiesigen Islam-Diaspora vorzufinden sind?
Wie kann es sein, dass die Funktionäre der Muslimverbände, die gebetsmühlenartig wiederholen „das hat alles nichts mit dem Islam zu tun“, nicht den leichtesten Gegenwind aus Politik, Medien und dem Gros der Kirchenvertreter ob dieser Realitätsverweigerung erfahren? Statt im „Dialog“ mit dem Islam das auszusprechen, was offenkundig ist, übernimmt man - um die muslimischen Befindlichkeiten nicht zu stören - undifferenziert die pauschale Formel „Islam ist Frieden“ und schließt sich dem „Krieg gegen die Empirie“ (Ralph Giordano) an. Dieser klaffende Gegensatz zwischen islamischem Anspruch und islamischer Wirklichkeit, zusammen mit dem „unwirklichen“ Verhalten der hiesigen Eliten, wird hingegen in der Bevölkerung Deutschlands (und nicht nur Deutschlands) sehr wohl wahrgenommen und schürt gerade einen Großteil der Frustrationen und Ängste, die Ihnen unheimlich und bekämpfenswert erscheinen mögen. Über Internet-Foren und Weblogs wie Politically Incorrect entstand zunächst eine „virtuelle“ Gegenöffentlichkeit, weil es „draußen“ fast nicht mehr möglich war Islamkritik zu äußern, ohne diffamiert, als (bizarrerweise) „rassistisch“ oder „islamophob“ abgestempelt und in die rechte Ecke gedrängt zu werden. Nun organisieren sich Parteien und Vereine wie „Pax Europa“ mit seinem Vorsitzenden Udo Ulfkotte, der, wie Sie unglücklich formulieren, „ [eine] eigene antiislamische Partei gründen [will], in der alle islamkritischen Kräfte unter seiner Führung zusammen arbeiten sollen“, so als sei Ulfkotte der neue GRÖFAZ aus Goslar. Für wenig gelungen halte ich ferner Ihren Versuch, Politically Incorrect zu beurteilen, indem Sie die extremen Anschauungen einiger Kommentatoren herauspicken, statt sich inhaltlich mit den Beiträgen und Argumenten der PI-Autoren auseinanderzusetzen. Christine Schirrmacher halten Sie ihre Aussage vor „der christliche Glaube ist die einzige Wahrheit“, obwohl es auf der „anderen Seite“ nicht besser aussieht: „Die Islamisierung der Welt ist ein fester Bestandteil islamischer Weltanschauung.“, stellt der muslimische Politologe und ehemalige Koranschüler Prof. Dr. Bassam Tibi in seinem Essay „Selig sind die Belogenen“ fest. Die islamische „Wahrheit“ manifestiert sich nach ihm so: „In der Begrifflichkeit des Islam heißt das: Es müsse das "Dar al-Islam" (Haus des Islam) auf die gesamte Erde ausgeweitet werden, um es in ein "Dar al-Salam" (Haus des Friedens) zu verwandeln. Selbst noch die liberalere islamische Reformtheologie hebt al- Taqhallub (Dominanz) als Wesensmerkmal des Islam hervor. Eine solche Weltanschauung ist weder mit dem Kultur- noch mit dem Religionspluralismus westlicher Gesellschaften vereinbar, und sie wirkt daher im heutigen Europa wie ein Fremdkörper.“ (Zitatende)
Und damit schließt sich der Kreis. „Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem“ betitelte Ralph Giordano einen seiner Essays. Solange die Vertreter der Muslimverbände, vorgebend, für alle Muslime zu sprechen, nicht über ihren eigenen Schatten springen und selbstkritisch einräumen, dass all die genannten Probleme selbstverständlich mit dem Islam zu tun haben – was jeder weiß, der sich unvoreingenommen mit dem Inhalt des Koran, der Praxis seines Verkünders und der Geschichte des Islam beschäftigt hat – solange setzen sie sich des Verdachts aus, dass eben doch eine schleichende Islamisierung angestrebt wird, die konträr zu Grund- und Menschenrechten verläuft.
Ohne die Berücksichtigung dieser Hintergründe muss eine Betrachtung der „antiislamischen Bewegungen“ also sehr einseitig ausfallen.
Martin Schott | 05.10.2007 | 12:54