Kommentare
1. Mozart
Das hat aber soziale Ursache und mit dem Islam nichts zu tun. Soziale Probleme dürfen nicht islamisiert werden!!
Können Sie das näher begründen?
Wieso beeinflußt das Weltbild, das soziale Phänomen Religion, die Grundeinstellung nicht das Sozialverhalten?
Wieso ist die Religion kein kausaler Faktor hinsichtlich der Aneignung von Wissen?
Frank Meyer Meyer | 30.11.2009 | 13:03
2. Muslime in Deutschland: Gläubig und gut integriert
Vielen Dank für das faktenreiche Interview, das zur Versachlichung dieser Debatte sicherlich beitragen wird. Mein kleiner Beitrag dazu besteht darin, an diese Fakten zu erinnern:
Über vier Millionen Muslime leben in Deutschland; zwei Drittel von ihnen stammen aus der Türkei, andere aus Afrika oder dem Nahen Osten. Laut einer im Sommer veröffentlichten Studie sind sie gut integriert – weit besser als gemeinhin angenommen. Jeder zweite Muslim ist Mitglied in einem deutschen Verein; 46 Prozent besitzen einen deutschen Pass. Vier von fünf Muslimen bezeichnen sich als «gläubig». Religiös begründete Abkapselung bleibt ein Randphänomen: 93 Prozent aller muslimischen Mädchen besuchen gemischten Sport- oder Schwimmunterricht. Ein Problem ist das niedrige Bildungsniveau. Im Vergleich zu den anderen Einwohnern Deutschlands machen Muslime häufiger keinen Schulabschluss. Das hat aber soziale Ursache und mit dem Islam nichts zu tun. Soziale Probleme dürfen nicht islamisiert werden!!
Markus David | 26.11.2009 | 12:50
3. Antwort: Abstraktion und Feuerbach
Generalisierung oder besser Abstraktion sind ein gängiges Mittel in den Sozialwissenschaften bzw. in den Wissenschaften. Falsch ist ein Individuum dort voreinzuordnen. Ich analysiere in meinem Kommentar kein Individuum sondern das kulturelle und religiöse System Islam. Daher abstrahiere ich zurecht. Wie hätte Feuerbach denn sonst seine Religionskritik schreiben können? Die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus in dem Sinne lasse ich nicht gelten. Das ist Schönfärberei. Die Grundlagen des Islamismus lassen sich zu weiten Teilen aus dem Islam ableiten. Dem Haus der Ungläubigen steht das Haus des Islam gegenüber.
Der Islam darf die Ungläubigen mit Gewalt unterwerfen. Fortschritt z.b. gegenüber den Assyrern war die gesetzliche Abstufung bei der Behandlung der Unterworfenen. Abgesehen ist es lohnenswert, jede Religion auf ihre materialistischen und sozialen Grundlagen, siehe Max Weber, zu untersuchen. Das tut aber fast keiner. Stattdessen wird immer der gute Islam gegen den bösen Islamismus gestellt, als ob der Islam vom Himmel gefallen wäre und nicht aus den Lebensbedingungen der arabischen Halbinsel entstanden wäre. Zum Thema Rassismus kurz: Positiver und negativer Rassismus ist schwerwiegend in Deutschland. Zweifelsohne sind auch Individuen muslimischer Herkunft von Rassismus betroffen.
Frank Meyer | 13.11.2009 | 09:58
4. Feindbild Moslem
Es scheint, als haben die Verfasser der oben platzierten Kommentare das Interview mit dem sehr gut informierten Medienkritiker Kay Sokolowsky nicht richtig verstanden. Kay Sokolowsky verbietet doch keine "Islamkritik" bzw. Kritik an islamischen Missständen, sondern formuliert zu Recht notwendige Kriterien für diese Kritik. Und sagt: "wie bei jeder Kritik sind auch hier vier Regeln zu beachten: Generalisierung vermeiden, die Menschenwürde (denn es geht hier ja um Menschen geht!!) achten, auf Fanatismus mit Vernunft antworten, Spekulationen mit Fakten widerlegen." Wer diese Regel beachtet - übrigens auch den Unterschied zwischen dem Islam (=Religion) und dem Islamismus (=Politische Ideologie) - kann doch alles kritisieren, was er oder sie möchte. Mein Tipp: Das Buch "Feindbild Moslem" von Kay Sokolowsky aufmerksam lesen, es kostet nur 16 €. Mit den besten Grüßen, Arno Hartmann.
Arno Hartmann | 12.11.2009 | 20:53
5. Feindbild Moslem
Folgt man dieser Argumentation, ist Kritik am Islam nur einem erlauchten Personenkreis gestattet, dessen Angehörige sich „Medienkritiker“ nennen dürfen; alle Anderen, die es wagen, die exakt selben Tatbestände zur Sprache zu bringen, sind „Rassisten“, deren Argumente man als „Hetze“ abqualifizieren darf. Sicher lässt sich mit einer derartigen Arschkriecherei vor dem Faschismus heutzutage, im gegenwärtigen Klima der Islamisierung, ganz nett Geld verdienen. Für mich persönlich kann ich nur sagen: Bei Kritik am Islam geht es nicht primär um die Menschen, die dieser Gewaltideologie aufgesessen sind, und schon gar nicht um ihre Hautfarbe. Es geht um die Ideologie selbst, um ihre menschenverachtenden Inhalte. Gewalt im Islam, das sind nicht „nur“ die Bombenattentäter, die jeden Tag mein Leben bedrohen; das ist in zahlenmäßig viel größerem Umfang die Gewalt in islamischen Familien, die mitten unter uns leben, sprich: die Indoktrinierung von Kindern, die Versklavung und Folterung und Ermordung vor allem junger, weiblicher Familienangehöriger. Die Äußerungen von Herrn Sokolowsky liefern das Deckmäntelchen für diese Verbrechen, und sie stärken, dies ist sicher ihr eigentliches Ziel, das Feindbild "Islamkritiker".
Jan Umlauff | 12.11.2009 | 20:11
6. Anthipatie =Rassimus?
Ich habe selber asiatische Wurzeln und kenne den Rassismus in Deutschland. Trotzdem mag ich den Islam und die arabische Kultur nicht. Wieso? Sowohl im persönlichen Kontakt als auch in der theoretischen Auseinandersetzung merke ich, wie unkritisch und blind der Islam und die Araber gegenüber sich selber sind. Statt die Fehler bei sich selbst zu suchen, sind es immer die "Anderen" die Schuld sind, denn ansonsten wären sie gezwungen, ihr Verhalten, ihre Politik, ihre Wirtschaft zu hinterfragen und zu ändern. Das wollen sie nicht. Da gehen sie lieber den bequemeren Weg.
Absurde Verschwörungstheorien sind unter Muslimen eine Selbstverständlichkeit. Das ist ein wesentliches Problem der muslimischen Welt und meines Erachtens tief in der arabischen Geschichte und Kultur verwurzelt. Deswegen wird sich auch dort nie etwas ändern, selbst wenn Israel von der Landkarte verschwindet.
Deswegen ist es meiner Meinung nach falsch, Anthipathie gegenüber dem Islam mit Rassismus gleichzusetzen. Hier auch mein Vorwurf an den Autor. Da er den blinden Fleck der Muslime schön redet, macht er es den wirklichen Rassisten in Europa einfach ihn zu widerlegen.
Frank Meyer | 12.11.2009 | 09:46