Lesung und Gespräch mit Mahmoud Doulatabadi: "Fremdheitsgefühle"

18.02.2017 - 19:00 Uhr
Schaubühne Berlin
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin

"Man lebt und schreibt ohne Hoffnung." Das sei eine uralte Tradition in der iranischen Literatur, sagt Mahmoud Doulatabadi in einem Interview mit Iris Radisch. 1940 in einem Wüstendorf im Nordosten Irans geboren, schlug sich Doulatabadi als Jugendlicher nach Teheran durch, wo er vierzehn Jahre an seinem Epos „Kelidar“ arbeitete: eine literarische Sensation, eine Erzählung von Liebe und Hass und dem Überlebenskampf der Nomaden. Trotz seiner Länge von 3000 Seiten verkaufte sich das Buch mehr als hunderttausend Mal, vielfach wurde es übersetzt. Weitere Romane folgten, die ihn auch in Europa bekannt machten. "Seit dreißig Jahren sitze ich zu Hause", sagt Doulatabadi, doch in seinem aktuellen, bislang nur auf Persisch erschienenen Erzählband, erzählt er von Migration und Flucht und richtet so den Blick über sein Heimatland hinaus. Doulatabadi wird aus seinem neuen Erzählband lesen und mit Iris Radisch über die Postmoderne und das Chaos sprechen.    

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