Interview mit Günther Hasenkamp

Künstler als treibende Kräfte des Wandels

Schriftsteller, Musiker und Regisseure in den arabischen Ländern sind ein wichtiger Teil der Revolutionen. Doch ihre kulturelle Infrastruktur ist derzeit noch dürftig. Hier kann die internationale Kulturarbeit helfen, meint Günther Hasenkamp, Programmleiter des Goethe-Instituts in Kairo, im Gespräch mit Loay Mudhoon.

Der arabische Frühling hat viele Staaten in Nordafrika und Nahost grundlegend verändert. Das Goethe-Institut in Kairo liegt wenige Meter entfernt vom Tahrir-Platz, dem Epizentrum der "Arabellion". Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Günther Hasenkamp: Nach Mubaraks Sturz lag viel Euphorie in der Luft. Vor dem Institut war ein demolierter Stasi-LKW geparkt mit einem bezeichnenden Graffiti darauf: "The End". Die Zeichen standen auf radikalem Neubeginn. Man hatte Lust, Kairo als Großbaustelle einer neuen Gesellschaft zu betrachten, auch wenn da die Architekten nicht zu sehen waren. Doch diese Heiterkeit war binnen Wochen verflogen. Nach und nach, spätestens nach dem Sommer, wurde die Enttäuschung größer. Die Nach-Revolution ist ja, wie die berühmten 18 Tage im Januar und Februar, ein sehr emotionaler Prozess. Man erlebt das direkt mit – nicht nur, weil man im Büro jeden Sprechchor vom Tahrir hören kann.

Arabische Kulturschaffende waren und sind ein wichtiger Teil der Revolution. Wie macht sich dieser historische Umbruch in Ihrer Kulturarbeit vor Ort bemerkbar?

Hasenkamp: Kultur kann ein Seismograph für gesellschaftliche Verhältnisse sein, ohne dass sie zu flacher Sozialdiagnostik verkommt. Im vorrevolutionären Ägypten gibt es dafür zahlreiche Beispiele, Al-Aswanis Roman "Das Yacoubian-Haus" und Ahmad Abdallas Film "Microphone" sind bekannte Beispiele.

Ägyptische Demokratieaktivistin in Kairo; Foto: AP
Facebook als neue, heimliche Macht: In Ägypten griffen viele junge Künstler, Dissidenten und Demokratieaktivisten im Vorfeld des Regimesturzes auf soziale Netzwerke zurück, um den Widerstand gegen die Mubarak-Diktatur auf der Straße zu koordinieren.

​​Weniger bekannt ist das Underground-nahe Universum der unabhängigen Kurzfilmer, die gleichsam unter dem Radar der Zensur fliegen. In unserem Projekt "Arab Shorts" sind solche Arbeiten zu sehen. Womit beschäftigen sich diese Künstler? "Wir sind nicht die Ärzte", hat Alexander Herzen im fernen 19.Jahrhundert gesagt: "Wir sind der Schmerz". Das beschreibt die vorrevolutionäre arabische Kultur recht gut. Insofern brauchte man sich nicht zu wundern, so viele Kulturaktivisten unter den Revolutionären zu finden.

Doch die Revolution hat das Leben der Menschen ja sehr grundlegend erschüttert. Man ist aus der Vereinzelung hervorgetreten in eine neue Kollektivität, auch wenn diese wie im Fall der Facebook-Communities nur virtuell ist. Das Private ist plötzlich politisch geworden und das Öffentliche gewissermaßen privat. Demonstranten nahmen einen Besen in die Hand um auf dem Tahrir die Straße zu fegen. Denn jetzt war es "ihr" Platz und nicht mehr der polizeibewachte fremde Raum. Hier hat eine Wiederaneignung stattgefunden. Man hat eingenommen, was einem entwendet worden war – ein Gefühl, das der Occupy-Bewegung anderswo auf der Welt sicher sehr nachvollziehbar ist, bei allen sonstigen Unterschieden.

Das ist alles sehr vielschichtig und komplex. Im Dezember haben wir, zusammen mit der Kulturorganisation "Al-Mawred Al-Thaqawy", versucht, einige dieser Zusammenhänge auf einem "Forum" mit arabischen und europäischen Gästen zu diskutieren – da schwankte die Stimmung zwischen Euphorie und Depression. Solche schwankenden Situationen kommen jetzt oft vor.

Deutschland und Europa wurden vom Ausbruch der Revolutionswelle vor einem Jahr überrascht. Wie hat das Goethe-Institut auf diese dramatischen Ereignisse reagiert?

Hasenkamp: Es war schnell deutlich, dass die demokratischen Kräfte im Wortsinn keinen "Raum" hatten, sich zu entfalten. Wir haben dann unsere ehemalige Galerie demokratischen Jugendinitiativen zur Verfügung gestellt und sie in "Tahrir Lounge" umbenannt. In Selbstverwaltung der jungen Leute entstand da sehr schnell ein reger Versammlungs- und Seminarbetrieb, auch Konzerte und sogenannte "Tweet Nadwas", wo man ein Thema diskutiert während dazu Twitter-Nachrichten auf eine Wand projiziert werden. Die Aktivitäten der "Tahrir Lounge" sind im Grunde politische Bildungsarbeit.

​​Schon im März starteten wir im Internet ein Webjournal namens "Transit". Wir wollten, wie bei einem "Zeit-Recorder", junge Leute bitten mitzuschreiben, welche Themen, Stimmungen und Diskussionen sie jetzt bewegen. Nicht unbedingt, um es zu dokumentieren – sondern weil der historische Moment da war, ohne Angst vor Repression zu sagen, was man denkt. Alles sehr direkt, sehr wirklichkeitsnah, sehr eindrucksvoll.

Unser bestehendes Engagement für den arabischen Film erwies sich als hilfreich. Im Sommer veranstalteten wir mit dem Berliner "Arsenal" eine arabische Filmwoche. Da konnten wir zeigen, welche Bedeutung die unabhängigen, staatsfernen Szenen hatten.

Sie möchten den jungen Demokratieaktivisten also Raum zum Diskutieren und Debatieren geben. Unter dem Mubarak-Regime durften viele Kulturinstitutionen politische Themen nicht ansprechen. Wie frei können Sie als Kulturakteur agieren, existieren zensurfreie Räume?

Hasenkamp: Unter Mubarak war es sehr wichtig, dass es geschützte Räume gab. Der 25. Januar und erst recht der 11. Februar, der Sturz des Diktators, waren dann wie eine Erlösung: Endlich konnte man frei politisch diskutieren! Es hat nicht lange gedauert, bis das Militär begann, massiv gegen Kritiker vorzugehen.

Aktuell müssen sich einige Nichtregierungsorganisationen – einige amerikanisch unterstützte, aber auch die Konrad-Adenauer-Stiftung – bedroht fühlen, deren Büros durchsucht und deren Mitarbeiter soeben mit Ausreiseverbot belegt worden sind. Hier tut sich ein unschöner Widerspruch auf: Während westliche Regierungen die Förderung der "Zivilgesellschaft" als Beitrag zum demokratischen Aufbau verstehen, sehen das Militär bzw. staatliche Stellen eben jene "Zivilgesellschaft" als Bedrohung, als Agent der Destabilisierung an. Und noch etwas kommt hinzu: Nach dem Wahlsieg der islamistischen Parteien wird gerade von den Kulturszenen sehr aufmerksam beobachtet, ob die neue Regierung der Kultur den nötigen Freiraum lässt. Es könnte also sein, dass geschützte Räume ihre Bedeutung behalten.

Politische Bildungsarbeit und Raum zur Selbstentfaltung: Die Tahrir-Lounge in Kairo; Foto: Goethe Institut Kairo
Politische Bildungsarbeit und Raum zur Selbstentfaltung: Die Tahrir-Lounge in Kairo

​​Vielleicht muss ein Kulturinstitut ohnehin so etwas sein wie ein "Feldlazarett" – ein Ort außerhalb irgendwelcher Kampfzonen, ein Ort des Rückzugs, wo man sich kümmert, gerade wenn etwas zerbrochen ist und Ungewissheit herrscht, wie es weiter geht.

Seit dem Ausbruch des arabischen Frühlings hoffen viele arabische Kulturschaffende in der Region auf einen schnellen Wandel. Nun ist die anfängliche Begeisterung, wie Sie es gerade beschrieben haben, merklich gedämpft. Welche Möglichkeiten hat die internationale Kulturarbeit, bei der Gestaltung des Übergangprozesses zu helfen?

Hasenkamp: Eine gewisse Niedergeschlagenheit, durchmischt von Trotz und in Wellen erwachendem Widerstandswillen, ist derzeit spürbar. Beherrschend ist das Gefühl, dass die "Revolution" gleichsam "gekidnappt" wurde – vom Militär und von den Islamisten.

Viele Künstler, so geht ein Bonmot, produzieren derzeit entweder nichts oder jedenfalls nichts über die Revolution. Dabei kann man, gerade als Künstler, diesem Thema kaum ausweichen. Natürlich gibt es viel Deskription. Da sind die vielen Dokumentarfilme, deren ästhetische Verfahren zwar vorhersehbar bleiben, die aber durch die emotionale Kraft ihrer Bilder fesseln. Man bleibt eben nicht unbeteiligt, wenn man auf der Leinwand zusieht wie ein panisch werdender Polizist seine Pistole gegen Demonstranten abdrückt. Dann gab es Initiativen wie "Mayadin-al-Tahrir" (Deutsch: Tahrir-Platz), die mit kurzen Spielfilmen und Videoclips politische Bildungsarbeit im Vorfeld der Wahlen betrieben.

Am meisten Aufsehen erregen jene direkten politischen Interventionen, die mit künstlerischen Mitteln erfolgen. In Syrien ließen Aktivisten rote Farbe in öffentliche Springbrunnen ein, so dass "Blut" floss in der Stadt – bis die Behörden das Wasser abstellten. In Kairo fanden sich Befehlshaber der Polizei, die Schießbefehl gaben, auf "Wanted"-Plakaten und mit Schablonen gesprayt als Graffiti wieder. Die sarkastische und angriffslustige Straßenkunst, etwa der sich selbst so nennenden "Höhlenmenschen" in Tunesien, ist enorm populär.

Proteste auf dem Tahrir-Platz am 1. Jahrestag der Revolution; Foto: EPA
Ägypten am ersten Jahrestag der Revolution vom 25. Januar: "Eine gewisse Niedergeschlagenheit, durchmischt von Trotz und in Wellen erwachendem Widerstandswillen, ist derzeit spürbar. Beherrschend ist das Gefühl, dass die 'Revolution' gleichsam 'gekidnappt' wurde – vom Militär und von den Islamisten", meint Günther Hasenkamp.

​​Film und Theater sind vorwiegend dokumentarisch, und ein Schlüsselmedium derzeit ist das digitale Bild. Medieninitiativen wie "Mosireen" oder "Kazeboon" filmen Polizeigewalt und zeigen diese auf Youtube oder bei improvisierten Screenings auf Straßen und Plätzen, so beispielsweise beim "Tahrir Cinema" im letzten Sommer.

An diesem Wochenende hat man, aus einer Demonstration heraus, direkt an den Büroturm des staatlichen Fernsehens Filmbilder projiziert, die dort niemals gesendet würden – das waren "Gegen-Bilder" im Wortsinn und Versuche zu zeigen, wie es "wirklich" ist. Das erscheint als Gebot der Stunde, und "No time for art" heißt denn auch ein dokumentarisches Theaterstück der jungen ägyptischen Regisseurin Leila Soliman vom vergangenen Jahr.

Es zeichnet sich aber ein paralleler Prozess ab, eine Explosion der Kreativität, die von einem starken Bedürfnis nach kultureller Selbstvergewisserung getragen wird. Und in Diktaturen geht ja mit der Freiheit auch die Schönheit verloren. Allerorten entstehen junge Bands, neue Theaterstücke und zahlreiche Filme, und man wird ein neues Interesse an der eigenen Geschichte vorhersagen können. Aber es gibt zu wenige Kulturzentren, Bühnen, Proberäume. Die kulturelle Infrastruktur reicht nicht aus, hier sind Investitionen nötig. Auch fehlt es an Know How. Professionelle Kulturmanager zum Beispiel sind wirklich Mangelware. Hier kann die internationale Kulturarbeit sinnvolle Angebote machen. Hier liegen auch die Schwerpunkte der kulturellen "Transformationspartnerschaft", die das Auswärtige Amt mit Ägypten vereinbart hat.

Welche Erwartungen haben arabische Kulturschaffende an Deutschland und Europa?

Hasenkamp: Was wir wahrnehmen ist, dass man ihnen zuhört. Dass der Westen ehrlich umgeht mit seiner langjährigen Unterstützung für die arabischen Diktaturen. Dass man keinen "akademischen Tourismus" pflegt, wo Kuratoren und Wissenschaftler einfliegen und die arabischen Kulturaktivisten lediglich als Auskunftsgeber und Materiallieferanten für eigene Produktionen betrachten. Man will endlich Selbstbestimmung – auch gegenüber dem Rest der Welt. Und man will Mobilität – Isolation war gestern.

Das Gespräch führte Loay Mudhoon

© Qantara.de 2012

Redaktion: Arian Fariborz/Qantara.de

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Die internationale Gemeinschaft befindet sich in einem großen Dilemma: wie soll es weitergehen in Libyen? Denn es ist klar, dass sie militärisch eingreifen muss, um das Gaddafi-Regime zu beseitigen. Die Alternative wäre ein endloser Bürgerkrieg vor den Toren Europas.

Makus Halmann12.04.2011 | 09:49 Uhr

Ich befürchte auch, dass der Politologe F. Stephen Larrabee Recht hat, denn die Bedingungen in der Türkei und vor allem die lange Tradation des Kampfes um Demokratie unterscheiden sich in der Tat von denen in den meisten arabischen Ländern. Schöner Beitrag.

Ahmad Ezzat12.04.2011 | 17:13 Uhr

Gesegnt seid ,Anonimität ist ein bestandteil der Freiheit,und des inhalt kontex Qualität was zelt

Jaljaloot Elharoot13.04.2011 | 20:43 Uhr

Wunderbarer Beitrag von Michael Roes, den ich als Autor und kritischer Beobachter der arabischen Welt seit langem sehr schätze. Roes besitzt die nötige Empathie für die arabischen Bürger und den Respekt vor ihren Bedürfnissen und Sehnsüchten.

Hans Zimmermann17.04.2011 | 09:51 Uhr

Das Jahr 2001 sollte nicht wiederholt werden

Beate Elefant18.04.2011 | 23:29 Uhr

Der sogenannte Streit ums Kopftuch ist nur Symptom für die Unfähigkeit aller Akteure, sich den wichtigeren Problemen zu widmen. Das schreibe ich, obwohl ich die Argumente von Frau Kaddor nicht überzeugend finde.

Susan Müller-H...20.04.2011 | 07:46 Uhr

Die Sicherheitskräfte des verhassten Assad-Regimes haben heute und gestern in mehreren Städten und Regionen Syriens Massaker angerichtet. Wo es Tote gab, war das perfide Muster immer dasselbe: Nicht Polizisten in Uniform feuerten die tödlichen Schüsse ab, sondern Heckenschützen in Zivil, die auf Hausdächern lauerten und willkürlich in die Menschenmengen schossen, um Panik und Furcht auszulösen. In Homs sind dadurch so viele Menschen verletzt worden, dass Ärzte unter den Demonstranten in den Gassen der Altstadt improvisierte Lazarette einrichteten, erzählte eine Augenzeugin der BBC. Es ist an der Zeit, auch das Assad-Regime zu ächten und international zu isolieren.

Helmuth Alkadli22.04.2011 | 23:50 Uhr

Mit diesem Satz hat Jesus seinem Bruder gezeigt, dass die Liebe stärker ist als Hass und Neid.
Luzifer wollte seinen Bruder, den Metadron (Jesus) vom Thron stürzen, um für sich selber die Herrschaft zu stehlen. Jesus lies sich aus Liebe zu seinem "verlorenen" Bruder freiwillig am Kreuz morden. Er wußte, dass Gott ihm das Leben zurück geben wird.
GOTT IST >Leben kann man nicht töten. Es wäre sonst nicht das Leben das ewig ist! Es wandelt sich nur.

Die Christen beten beim Gottesdienst: "Deinen Tod oh Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit!" Da haben sich die Herren in Rom aber einen schönen Unsinn ausgedacht. Wer will denn noch immer den Tod Jesu verkünden und warum? Der Teufel will es. Nutzt ihm aber nichts, denn Jesus lebt und ändert von der geistigen Welt aus das Leben auf der Erde. Das ist ein sehr schwieriger Änderungsprozess, weil die Menschen freiwillig nichts ändern und auch nicht umdenken wollen.
Trotzdem wird das Werk gelingen, weil es der Wille Gottes, des Vaters ist.

Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft lässt Änderungen wie derzeit in der Arabischen Welt zu und auch im Christentum hat ein Nachdenken bereits begonnen. Gott ist die Liebe und die Liebe ist die stärkste Macht im Universum und Gott liebt uns alle gleich.
http://www.hopeland.at
Möge das Werk gelingen. Das wünsche ich mir und allen Menschen auf der Erde.
Mathilde

Mathilde Heiml30.04.2011 | 10:51 Uhr

exzellenter artikel. danke.

ulrich johannes...30.04.2011 | 12:56 Uhr

Die Idee, die durch die zurückgehende gesellschaftliche Bindungskraft der evangelischen Kirche ausgelöste (innere) Krise als Chance auf eine Neuformierung im Sinne einer neofundamentalistischen, gesellschaftliche Fragen ausblendenden Missionstheologie zu interpretieren, mag als privates Hirngespinst von Herrn Pfarrer (sic!) Teufel hingenommenwerden müssen, als Vorbote einer dadurch beförderten ethnisch-religiösen Kantonisierung unserer Gesellschaft ist es mir jedoch eine Horrorvorstellung! Stattdessen brauchen wir tatsächlich eine weit konsequentere Hinwendung zum Laizismus und die Rückkehr zu einer tatsächlich (statt nur noch alibimäßig betriebenen) umverteilenden Sozialpolitik und ein Bündnis aller (auch der jeweils moderaten Anhänger der diversen Religionen) zu deren Durchsetzung. Sonst können wir uns in zwanzig Jahren mit bosnischen Verhältnissen zwischen Rhein und Oder anfreunden...

Max Schumacher30.04.2011 | 17:02 Uhr

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