Heba Raouf Ezzat - Emran Qureshi

Sind Scharia und Menschrechte miteinander vereinbar?

Emran Qureshi, Journalist und Experte für Islam und Menschenrechte, und Heba Raouf Ezzat, Dozentin für Politologie an der Universität Kairo, debattieren in ihrer Korrespondenz über die Rolle der Scharia in den islamischen Ländern und über die Frage, ob sie mit den Menschenrechten vereinbar ist.

Liebe Heba, ​​

die Scharia, wie sie in vielen muslimischen Ländern praktiziert wird, ist nicht mit der Universellen Menschenrechtserklärung vereinbar. Sie stellt eine Quelle der Ungerechtigkeit dar, die den Islam entwürdigt und jene Muslime beschämt, die sich an eine barmherzige Interpretation ihres Glaubens halten. Zugleich sehe ich nicht ein, warum eine menschlichere Scharia, die sich auf das persönliche Leben beschränkt, in Zukunft nicht entstehen könnte. Traditionelle Muslime - mit Ausnahme der in Saudi-Arabien dominierenden Salafi- und Wahhabi-Muslime - haben schon vor langer Zeit die Legitimität verschiedener Schulen der islamischen Jurisprudenz anerkannt.

Darüber hinaus ist es möglich, liberale Praktiken anderer Denkschulen anzuwenden. Das zeugt von einer bemerkenswerten Fähigkeit des Islams zur Neuinterpretation. Eine weichere Scharia ist leider dennoch unwahrscheinlich, da wir mit dem Anti-Intellektualismus, dem Autoritarismus und der moralischen Verworfenheit der selbsternannten Salafi-Wächter der Scharia konfrontiert sind.

Darum sollten wir fragen: Warum ist die Scharia zum Kennzeichen der muslimischen Staaten geworden? Der Islam, wie islamistische Intellektuelle ihn sehen, ist nur ein Strafgesetzbuch, und ein islamistischer Staat eine Strafkolonie, die den "reinen" Islam erzwingt. Die modernen muslimischen Denker sind hier gescheitert.

Khaled Abou El Fadl, ein islamischer Reformer in den Vereinigten Staaten, hat dazu beobachtet, dass zeitgenössische islamistische Intellektuelle "den Islam in der Antithese zum Westen konstruieren statt der Menschheit eine moralische Vision zu geben. In der Welt, die sich diese Gruppen aufbauen, gibt es keinen Islam; in dieser Welt gibt es nur den Widerstand gegen den Westen". Leider stimmt das. Diese zerstörerischen Ideen entspringen keinem Vakuum. Sie sind das Produkt verarmter Salafi und Wahhabi-Diskurse, die den Islam von innen zerfressen.

Es gibt zwar eine klare Trennlinie zwischen den Salafi- und Wahhabi-Interpretationen - einem puritanischen, anti-rationalistischen, "weiberfeindlichen" Islam mit einer strengen Scharia - und der Gewalt, die unseren Glauben mit Blut bedeckt. Diejenigen aber, die diese moralische Perversion unseres Glaubens herausfordern, werden wie in Saudi-Arabien als Ketzer angegriffen.

Alles Gute, Emran Qureshi Lieber Emran,

Heba Raouf Ezzat; Foto: privat

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die Scharia ist der ideale Weg, um Menschenrechte zu verwirklichen. Verstöße gegen Menschenrechte in muslimischen Ländern, deren Regime von westlichen Alliierten unterstützt werden, haben nichts mit der Scharia zu tun. Die Gewalt in diesen Ländern wird meist von Staaten ausgeführt und geht auf die post-koloniale Ära zurück. Damals wurde versucht, die Gesetze der islamischen Gesellschaften zu säkularisieren und die Scharia zu beseitigen. Die Rechtssysteme der französischen und britischen Kolonialmächte wurden als Modell für eine Justizreform und als Basis für einen modernen Staat gesehen. Die neu entstandenen säkularen, sozialistischen Regime waren aber totalitär. Ihre Vertreter manipulierten die bis dahin unabhängigen religiösen Institutionen und ernannten deren Leiter. Der Islam wurde zu einem Strafgesetzbuch und dazu benutzt, Menschenrechte zu missachten. Das beeinflusste die modernen islamischen Intellektuellen. Für sie stellte der Staat das Mittel dar, mit dem die Gesellschaft und die Religion umgeformt werden konnten. Um eine islamische Renaissance zu erreichen, versuchten sie den Staat zu kontrollieren. Im Kampf gegen die totalitären Regime war und ist es daher das Ziel der Islamisten, die Scharia - und darum ist sie zum Merkmal der muslimischen Staaten geworden - wieder einzuführen. Denn für sie kann nur durch die Scharia die Stärke des Islams neu belebt werden.

In diesem Kampf um die Macht benutzen und missbrauchen beide Seiten die Religion. "Scharia" bedeutet Weg. Dieser umfasst Glauben und Moralität für ein Individuum, wie auch rechtliche, wirtschaftliche und soziale Rahmenwerke, um das Leben einer Gesellschaft zu regeln. Die Scharia ist darüber hinaus eine Plattform, die die Menschen ermächtigt und ihre Rechte gegen Totalitarismus und Ultra-Kapitalismus schützt. Sie kann weltweit eine egalitäre Kraft für demokratische soziale Gerechtigkeit sein. Die islamischen Grundwerte sind Gerechtigkeit und persönliche Freiheit. Sie bedrohen aber westliche wirtschaftliche Interessen, wenn muslimische Gesellschaften nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit streben. Wenn der Islam hingegen auf eine individuelle Dimension eingeschränkt wird, wie Du es vorschlägst, dann verliert der Islam seinen Kern als fortschrittliche soziale Befreiungstheologie mit der Vision einer gerechten Gesellschaft. Leider erkennen die islamischen Gruppen das nicht und konzentrieren sich auf veraltete Interpretationen der islamischen Jurisprudenz. Es stimmt, dass einige dieser Gruppen den Islam als Anti-These zum Westen betrachten. Das jedoch hat der Westen zu verantworten, da er einige der despotischsten Regime im Nahen Osten unterstützt. Alles Gute, Heba Raouf Ezzat Liebe Heba,

Emran Qureshi; Foto: privat

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im Großen und Ganzen stimme ich mit Dir überein, allerdings mit einem Vorbehalt: die Scharia mag in ferner Zukunft zwar eine positive Kraft für Veränderung sein, aber für mich symbolisiert sie all das, was in der muslimischen Welt schief läuft. Mir scheint, dass die Realität in unserem Briefwechsel noch nicht ganz angekommen ist. Die heute praktizierte Scharia illustriert Ungerechtigkeit und verneint menschliche Freiheiten. In einigen Teilen der muslimischen Welt wie in Pakistan und Nigeria werden Frauen, die vergewaltigt worden sind, nach Schariagesetz der Unzucht angeklagt. In Saudi-Arabien werden zur Strafe oft Körperteile amputiert. Ist das ein Akt, der moralisch zu verteidigen ist? Unter der Herrschaft der Taliban wurden Frauen - im Namen des Islams - grundlegende menschliche Freiheiten wie Mobilität, Ausbildung und Gesundheitspflege vorenthalten. Viele islamische Intellektuelle aber - und das ist eine Schande - haben sich zu diesen Verbrechen nicht geäußert. Die existierende Scharia nährt sich vor allem mit Idealen der Salafi und Wahhabi-Ideologie. Darum kritisiere ich nicht nur die Scharia, sondern auch den Salafismus und den Wahhabismus, weil sie den intellektuellen Rahmen für die Scharia liefern. Du nennst diese beiden Ideologien nicht einmal bei ihrem Namen.

Dass der Kolonialismus ein Desaster für die Muslime war, weil er zu pathologisch reaktionären islamistischen Ideologien und despotischen Staaten führte, die sich nicht vor Gewalt scheuen, ist eine Tatsache. Ebenso ist die westliche Unterstützung für diese Regime eine Tatsache. Aber das allein erklärt nicht die Gewalt in islamischen Ländern. In meinen Augen ist die Gewalt in erster Linie das Produkt einer erstarrten und globalisierten Salafi- und Dschihadi-Ideologie. Dieser islamistischen Globalisierung müssen wir widerstehen. Denn diese Gewalt befleckt die Traditionen des islamischen Pluralismus und der islamischen Toleranz. Den Islam definierst Du als eine politische Ideologie und kritisierst, dass er auf eine persönliche moralische Dimension beschränkt wird. Der Islam sollte anscheinend nicht als eine moralische Vision für die Menschheit gesehen werden, sondern als eine utopische Ideologie, in der der Staat "Tugend" durchsetzen soll und eine soziale Neigung hat. Folglich ist der Islam für die Islamisten nichts anderes als ein nützliches Gefäß für ihre Lieblingsideologien. Zudem spüre ich Deine Verachtung für die Ideale, die mit persönlichen Freiheiten zu tun haben. Tatsächlich aber sind es genau diese persönlichen Freiheiten, die den Menschen am meisten bedeuten.

Alles Gute, Emran Qureshi Lieber Emran,

Heba Raouf Ezzat; Foto: privat

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ich schränke die Scharia nicht auf eine politische Ideologie ein, sondern betrachte sie als eine Lösung. Diese umfasst die öffentlichen und privaten Sphären und basiert auf zivilen und individuellen Werten. "Zivile Tugend" wird in zukünftigen Manifestationen des Islams zentral bleiben. Sie ist in einem soliden System sozio-ökonomischer Wohlfahrt verwurzelt, das islamische Juristen über Jahrhunderte hinweg befürwortet haben, weil es den Durchschnittsbürger ermächtigt und die "grass-roots" Politik darin stärker ist als in der Elitenrepräsentation. Für die vorherrschende "Überlegalisierung" der Scharia – ich beziehe mich auf Missbräuche in ihrem Namen - können nicht nur die Islamisten verantwortlich gemacht werden. Der globale Kapitalismus und seine Wirkung auf die Menschenrechte sollten nicht ignoriert werden, denn für viele Islamisten - außer den Salafis und Wahhabis, die ihr ausschließliches Verständnis der Scharia sowohl Muslimen als auch Nicht-Muslimen aufzwingen wollen - stellt die Scharia eine Form des Widerstands gegen die kapitalistische Ordnung dar, die gegen ihre kommunalen und nationalen Rechte verstößt. Auch wenn die Scharia vereinzelt gewaltsam aufgezwungen worden ist, sollten wir uns daran erinnern, dass sie für Millionen von zivilen Aktivisten eine legitime Quelle der Würde und Freiheit verkörpert, die zu globaler Gerechtigkeit und Gleichheit führt. Um das Recht der Muslime auf eine alternative Weltsicht zu respektieren, muss eine Vision geschaffen werden, wie Muslime und die globale zivile Gesellschaft miteinander leben. Die Missbräuche in Nigeria oder Pakistan sind nicht zu leugnen, aber in diesen Fällen ist die Scharia manipuliert worden. Gräueltaten kommen auch in nicht-muslimischen Ländern vor, in denen andere kulturelle und religiöse Werte als die der Scharia missbraucht werden. Wir dagegen müssen besser verstehen, warum Menschen Gewalt anwenden. Sonst fahren wir fort, Muslime und ihre Kulturen als barbarisch und die Scharia als Wurzel allen Übels zu betrachten. Das hieße, dass Muslime nur auf eine Zukunft hoffen können, wenn sie den Islam im öffentlichen Leben trivialisieren. Das wäre nicht fair.

Alles Gute, Heba Raouf Ezzat Liebe Heba,

Emran Qureshi; Foto: privat

​​"Demokratie" verdient nicht die Herablassung, die Du mit "Elitenrepräsentation" durchblicken lässt, denn sie bringt politische, wirtschaftliche und soziale Vorteile. Auch mit der von Dir beschriebenen "zivilen Tugend" habe ich Mühe. "Zivile Tugend" im "islamischen" Indonesien unterliegt anderen Einflüssen als in kosmopolitischen Zentren des Islams oder in nomadischen Regionen. Vor Jahrhunderten verneinte "zivile Tugend" Frauen das Recht auf Ausbildung. Trotz alledem gehören die Tugend und die Scharia zu den Hauptthemen des islamischen Diskurses: Pakistanische Mullahs halten ihre Bürger davon ab, "Hindu" Bollywood-Filme anzuschauen. Dieses Muster, bei dem die "Tugend" künstlerische Bemühungen erstickt, wiederholt sich auch anderswo. Mir fällt auf, dass die Islamisten ihre Weltanschauung unverändert als Reaktion auf den Westen definieren. Daraus folgt, dass der Islamismus heute ein Nebenprodukt der Globalisierung ist. Es muss aber unterschieden werden zwischen Islamisten wie der Taliban, die rein ideologisch angetrieben sind und scheitern werden. Islamistische Parteien hingegen wie in der Türkei, die die Bedürfnisse ihrer Bürger zu erfüllen versuchen, werden Erfolg haben. Diese Islamisten sind daher tatsächlich die Vorläufer der Globalisierung: Sie bringen Demokratie, Säkularisierung und individuelle Rechte. Iran ist das perfekte Beispiel. Die jungen Iraner wollen Freiheit von den Mullahs. Wer hätte gedacht, dass sich diese Möglichkeit aus dem politischen Islam ergeben würde? Im Namen des Islams bewertest Du auch den Kapitalismus abschätzig. Wahrscheinlich aber kannst Du nicht dem kapitalistischen Spielzeug wie Laptop, Computer und Handy widerstehen. Bitte vergiss nicht, dass der Prophet Mohammed und seine Frau Geschäftsleute waren. Von ihm stammt auch das Hadith: "Der, der Erträge durch ehrlichen Handel anhäuft, wird von Gott geliebt." Am Ende aber sind es die Intellektuellen, die Kritik üben müssten. Leider kenne ich keinen einzigen islamistischen Intellektuellen, der den Salafismus oder Wahhabimus, welcher islamische Traditionen von innen aushöhlt, kritisiert und der auch gewillt ist, die zerstörerische Wirkung der "Dschihadi-Selbstmörder" - Gewalt anzuerkennen. Das zu tun hieße nicht, Muslime zu verteufeln. Denn es sollte klar sein, dass kein Volk ein Monopol an Tugend oder Lasterhaftigkeit hat. Auffällig ist dagegen die fehlende muslimische Verurteilung des Völkermords an afrikanischen Muslimen in Dafur durch das faschistische sudanesische Regime. Heute sind wir mit nichts Anderem als dem Anti-Intellektualismus und der Unmoralität jener konfrontiert, die vorgeben, den Islam zu verteidigen und dabei seine Seele zerfressen. Alles Gute, Emran Qureshi Lieber Emran,

Heba Raouf Ezzat; Foto: privat

​​ich unterstütze sowohl liberale als auch islamische "zivile Tugenden". Dagegen glaube ich nicht, dass Demokratie ein spezielles wirtschaftliches System bedingt. Da der Islam mehr Werte einer sozialen Demokratie als einer wirtschaftlichen liberalen enthält, kann er den Kapitalismus zähmen. Wenn wir die Früchte der Modernität genießen, bedeutet das jedoch nicht, dass wir die Ideen einiger Modernisierer nicht kritisch begutachten sollten. Wir sind schließlich nicht darauf versessen, den Kapitalismus, sondern einen egalitären und menschlichen Islam zu verteidigen. Dafur ist ein trauriges Beispiel dafür, wie ein Regime, das eine eingeschränkte Scharia befürwortet, autoritär werden und eine gerechte Verteilung von Macht und nationalem Reichtum verhindern kann. Aber ich frage: Ist das ein Problem islamischer Politik oder eine wiederkehrende Politik afrikanischer politischer Eliten? Der Iran dagegen erlebt eine politische Veränderung, und wir können nur hoffen, dass andere Regime in der Region genau so viel Transparenz und Offenheit zulassen. Da schiitische Doktrinen stark verbreitet sind, bin ich nicht für einen Iran ohne Mullahs in der Öffentlichkeit, aber für einen Iran, in dem progressive Stimmen einen Platz haben. Wir sollten zugeben, dass der islamische Iran demokratischer ist als die säkulare Herrschaft des "Schahs von Persien", einem Verbündeten der "liberalen amerikanischen Administration". Darüber hinaus haben Muslime im Namen des Islams begangene Gräueltaten kritisiert. Muslimische Intellektuelle wie Yusuf Qaradawy, der verstorbene Mohammed Ghazali und andere haben die Wahhabis und Salafis angegriffen. Leider stimmt es, dass der Islam missbraucht wird. Aber auch Liberale oder Sozialisten missbrauchen ihre Ideologien. In unserem globalen Zeitalter müssen wir uns über Ideologien, Religionen und Kulturen hinwegsetzen und uns gemeinsam vor Extremisten jeder Art schützen. Durch konstruktive Debatten könnten wir demokratische Erfahrungen sammeln, die Hegemonie und Arroganz in unserer kleinen Welt wegfegen würden und dem Islam erlaubte, seine Botschaft der Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und der Machtteilung wiederzuerlangen.

Alles Gute,

Heba Raouf Ezzat

Der Briefwechsel wurde zwischen Juni und August 2004 geführt und ist erstmals erschienen in der Frankfurter Rundschau vom 4. Oktober 2004. Initiiert und übersetzt wurde er von Monika Jung-Mounib, freie Journalistin in Männedorf in der Schweiz. Emran Qureshi ist Journalist und Experte für Islam und Menschenrechte und Fellow am Carr Center for Human Rights Policy an der Harvard University. Sein letztes Buch heisst "The New Crusaded, Constructing the Muslim Enemy" und ist im Winter 2003 erschienen. Heba Raouf Ezzat ist Dozentin für Politologie an der Universität Kairo, Publizistin und islamistische Frauenrechtsaktivistin.

 

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Leserkommentare zum Artikel: Sind Scharia und Menschrechte miteinander vereinbar?

Wenn Intelligenz eine entscheidende Rolle spielt im Islam, dann hat niemand diese Religion zu fürchten, sondern zu lieben.

Matthias Alaaed...25.02.2012 | 10:54 Uhr