Deutsch? Türkisch? Politisch? Auswirkungen der deutsch-türkischen Krise auf das Zusammenleben in Deutschland

19.06.2018 - 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Werkstatt der Kulturen
Wissmannstr. 32
12049 Berlin

Es wird ein heißer Sommer in der Türkei: Am 24. Juni 2018 stimmt die türkische Bevölkerung in Parlaments- und Präsidentschaftswahlen ab. Es sind die dritten Wahlen in drei Jahren und die ersten, die seit der Verabschiedung der Verfassungsänderungen den endgültigen Wechsel zu einem Präsidialsystem einläuten könnten.

Auch in Deutschland sind die etwa 1,4 Millionen Wahlberechtigten aufgerufen, zu den Urnen zu gehen. Deren Mobilisierung ist mittlerweile integraler Bestandteil der türkischen Außenpolitik. Die Entwicklungen in der Türkei und die damit einhergehende Krise im deutsch-türkischen Verhältnis haben somit direkte Auswirkungen in Deutschland.

Wir fragen uns: Wie wirkt sich die deutsch-türkische Krise auf die Türkeistämmigen in Deutschland aus? Welche Politik betreibt die türkische Regierung? Warum ist die türkeistämmige Bevölkerung in Deutschland für die Türkei wichtig? Trägt der Umgang mit ihr seitens der deutschen Politik zum Problem bei – oder könnten neue Konzepte in Bildung und Medien eine demokratischere und pluralistischere Meinungsbildung in der deutschen und türkischen Politik befördern?

Im Rahmen des seit 2015 laufenden Projektes „Verstehen/Handeln – Umgang mit türkeibezogenen Konflikten in der Schule“ der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA), wurde eine qualitative Feldstudie durchgeführt, um Wirkungskontexte der türkeibezogenen Konflikte zu analysieren. Wir beginnen mit der Vorstellung dieser aktuellen Studie und der Diskussion über ihre Ergebnisse.

Anschließend diskutieren wir mit Vertreter/innen aus Politik, Wissenschaft und Journalismus über die Herausforderungen und Chancen der türkischen Diaspora für die Politik in beiden Ländern.

Mit:

Aycan Demirel, Direktor, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, Berlin; Vorstellung der Studie zu türkeibezogenen Konflikten in der Schule 

Kommentar: Sanem Kleff, Direktorin, Schule ohne Rassismus, Berlin

Moderation: Sergey Lagodinsky, Referatsleitung EU/Nordamerika, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Anschließende Diskussion mit:

Sinem Adar, IPC Mercator Fellow, Stiftung Wissenschaft Politik, Berlin

Berivan Aymaz, MdL Nordrhein-Westphalen, Bündnis 90/Die Grünen, Köln

Ebru Taşdemir, taz.gazete, Berlin

Moderation: Canan Topçu, Journalistin, Berlin