Amir Hassan Cheheltan und die Träume und Traumata seines Landes

12.09.2018 - 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Haus der Berliner Festspiele
Schaperstrasse 24
10719 Berlin

Mit seinen spannenden Episoden einer iranisch-amerikanischen Familiengeschichte erzählt Amir Hassan Cheheltan in seinem neuen Roman »Amerikaner töten in Teheran« von Gewalt und enttäuschten Hoffnungen. Gleichzeitig zeichnet er ein sensibles und detailliertes Porträt der Mega-City Teheran im Brennpunkt zwischen CIA, britischem Geheimdienst, Mullahs und der Schreckensherrschaft des Schahs.

Amir Hassan Cheheltan wurde 1956 in Teheran geboren. Bereits während seines Studiums der Elektrotechnik an der dortigen Universität machte er sich mit seinem zweiten Erzählband einen Namen als Schriftsteller. Wenige Monate später, nach der Islamischen Revolution, ging er zum Abschluss seines Studiums nach Großbritannien. Während des Iran-Irak-Kriegs, in den er nach seiner Rückkehr einberufen worden war, verfasste er seinen ersten Roman, »Rouse-ye Qāsem« (dt. »Die Klage um Qassem«, 1983/2002). Das Buch durfte erst 19 Jahre später erscheinen. Ein Stipendium des internationalen Schriftstellerparlaments ermöglichte ihm 1999 die Flucht vor einer Welle der Gewalt gegen Intellektuelle im Iran.

Cheheltan veröffentlichte bislang neben einem Drehbuch zahlreiche Romane und Erzählbände, die in beständiger Auseinandersetzung mit den Zensurbehörden verschiedene Verbote und Neuerscheinungen erlebten.