Dossier: Arabischer Frühling

Peter Scholl-Latour auf der 64. Frankfurter Buchmesse 2012; Foto: picture-alliance/dpa

Zum Tod von Peter Scholl-Latour

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Einer, der nie die Neugier verlor

Er gehörte zu den bekanntesten Journalisten Deutschlands - aber im Land der Besserwisser auch zu den umstrittensten: Peter Scholl-Latour erklärte seinen Lesern und Zuschauern unermüdlich die komplizierte Weltpolitik, bereiste fast alle Länder dieser Welt. Er wurde 90 Jahre alt. Von Tomas AvenariusMehr

Symbolbild Läufer aus den arabischen Umbruchstaaten Libyen, Tunesien und Ägypten überreichen die Fackel der Freiheit an den Jemen und Syrien; Foto: dpa/picture-alliance

Politischer Diskurs drei Jahre nach der Arabellion

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Konsens statt Konfrontation

Arabische Islamisten und Säkulare haben gemeinsam auf Plätzen der Revolution gegen die Diktatur gekämpft. Doch nach dem Sturz der Despoten verstrickten sie sich in politische Grabenkämpfe und offenbarten einen eklatanten Mangel an demokratischer Reife, meint der renommierte marokkanische Analyst Ali Anouzla.Mehr

Der französische Islam- und Politikwissenschaftler; Foto: Joel Saget/AFP/Getty Images

Interview mit dem französischen Islam-Experten Gilles Kepel

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Leiden und Leidenschaft

Seit drei Jahrzehnten verfolgt der renommierte französische Sozialwissenschaftler Gilles Kepel die Entwicklung muslimischer Gesellschaften. Er stellt die Entwicklung in den französischen Vorstädten und die Vorgänge in der arabischen Welt in einen engen Kontext. Beat Stauffer hat sich mit ihm unterhalten.Mehr

Libysche Frauen demonstrieren gegen Gewaltausübung durch Milizen; Foto: Valerie Stocker

Frauenpolitik in Libyen

Libyens Frauen fühlen sich hintergangen

Die Revolution 2011 hat unter libyschen Frauen Hoffnung auf eine aktivere Rolle in Gesellschaft und Politik geweckt. Viele Frauenrechtsgruppen wurden gegründet. Doch die Machtspiele der Milizen und die anhaltende Gewalt setzen die erzielten Fortschritte aufs Spiel. Von Valerie StockerMehr

Innenansicht Ghriba-Synagoge in Tunesien; Foto: dpa

Jüdische Gemeinden in Tunesien

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Beinahe Normalität

Einst lebten in Tunesien mehr als hunderttausend Juden, inzwischen ist die jüdische Gemeinde verschwindend klein. Sie gibt sich diskret, will sich aber auch nicht verstecken. Von Sarah MerschMehr

Marokkos König Mohammed VI. (m.) mit seinem Sohn und Thronnachfolger Prinz Moulay Hassan (l.) und seinem Bruder Prinz Moulay Rachid (r.); Foto: picture-alliance/dpa

Demokratischer Wandel in Marokko

Der richtige König für die falsche Monarchie?

Das politische Dilemma Marokkos besteht darin, dass König Mohammed VI. zwar den Eindruck vermittelt, innenpolitische Reformen anstrengen zu wollen, seine Entourage jedoch dagegen hält, um den gewonnenen Reichtum und Einfluss nicht zu verlieren. Von Mohammed HashasMehr

Die libanesische Dichterin Joumana Haddad; Foto: Ceyda Nurtsch

Interview mit Joumana Haddad

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"Ich glaube nicht an weibliche Solidarität"

Die libanesische Journalistin und Schriftstellerin Joumana Haddad gilt als eine der couragiertesten Frauenrechtsaktivistinnen in der arabischen Welt. Im Interview mit Ceyda Nurtsch erzählt sie von ihrem Erotik-Magazin "Jasad", feministischen Stereotypen und weshalb der "Arabische Frühling" nur ein weiterer Winter war.Mehr

"Karama"-Koordinationstreffen in Kairo am 7. Oktober 2011 anlässlich der Gründung der Plattform libyscher Frauen für den Frieden; Foto: Dominique Margot

Frauenbewegungen in den arabischen Umbruchstaaten

Prinzip Hoffnung

Trotz aller Rückschläge, die viele Frauenrechtsgruppen in den arabischen Umbruchstaaten hinnehmen mussten, hat sich die überregionale Zusammenarbeit in den letzten Jahren deutlich verbessert. Eine Bestandsaufnahme von Juliane MetzkerMehr

Porträtbilder des syrischen Präsidenten Assad; Foto: DW

Das Baath-Regime und die Zukunft Syriens

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Assad und die Zeit nach der Ewigkeit

Assad und sonst niemand. Assad ist niemand. Er ist ein nebelhaftes Wesen, das in Blut und auf Leichen schwimmt und behauptet, Präsident einer Republik zu sein, die es nicht mehr gibt, schreibt Elias Khoury in seinem Essay.Mehr

Pro-Assad-Wahlkampfplakat des "Qassioun Forums" in Damaskus; Foto: Reuters

Das Assad-Regime vor den Wahlen in Syrien

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Ohne jeden Skrupel

Anfang Juni will Syriens Präsident Baschar al-Assad sich für weitere sieben Jahre im Amt bestätigen lassen. Im Vorfeld der Abstimmung läuft die Propagandamaschine des Regimes auf vollen Touren. Seit dem Beginn der Revolution ist der syrische Machtapparat bestrebt, sowohl die syrische als auch die internationale öffentliche Meinung zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Eindrücke von Martina SabraMehr

Abschlusszeremonie Nationaler Dialog im Jemen mit Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi (r.); Foto: Reuters

Föderalismus und Staatsaufbau im Jemen

Zwischen Transition und Stillstand

Im Jemen wurde mit der Entscheidung für einen föderalen Staatsaufbau der Weg zu einer neuen Verfassung und zu demokratischen Wahlen geebnet. Doch der demokratische Transformationsprozess tritt auf der Stelle. Von Marie-Christine HeinzeMehr

Die bahrainische Aktivistin Ala'a Shehabi; Foto: Ala'a Shehabi

Die bahrainische Aktivistin Ala'a Shehabi

Ein weiblicher Don Quijote gegen das Königshaus

Die bahrainische Wirtschaftswissenschaftlerin Ala'a Shehabi kämpft für einen demokratischen Wandel in ihrem Land. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, denn die Repressionen gegen Aktivisten haben in dem kleinen Inselstaat zugenommen. Von Iris MostegelMehr

Sihem Bensedrine; Foto: DW

Interview mit der Menschenrechtsaktivistin Sihem Bensedrine

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Tunesiens demokratischer Aufbruch in Gefahr

Die bekannte tunesische Menschenrechtaktivistin Sihem Bensedrine beschreibt im Gespräch mit Moncef Slimi den schwierigen demokratischen Wandel im Mutterland der Arabellion.Mehr

Der Chef der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie (r.), und ein weiteres Mitglied der Muslimbruderschaft eingesperrt in einem Käfig während des Prozesses gegen die Muslimbrüder in Kairo; Foto: dpa/picture-alliance

Neue Todesurteile gegen Ägyptens Muslimbrüder

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Eine Justiz richtet sich selbst

Statt sich zu reformieren, kompromittiert sich Ägyptens Justiz als Racheengel gegen die Muslimbruderschaft. Sie fällt nicht nur wegen ihrer gnadenlosen Urteile auf, sondern hat auch gnadenlos versagt. Der Niedergang der dritten Gewalt im Staate ist ein Verhängnis, dessen Preis am Ende alle Ägypter zahlen werden, meint Karim El-Gawhary.Mehr

Plakat mit der Aufschrift "Sisi, son of Egypt. You are free. Son of freedom" - Personenkult um Abdelfattah al-Sisi in der Innenstadt von Kairo; Foto: Reuters

Totalitäre Feindbilder

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Über Islam, Anti-Terrorismus und Faschismus

Einer der Gründe, warum säkulare Repression in der arabischen Welt so chronisch unterbewertet wird, ist der Mangel an Empathie für die Betroffenen. Allein das Wort Muslimbruder ist schon ein "Empathie-Blocker". Doch solche Regime sind, wie bereits vor dem Arabischen Frühling, kalkulierbare Partner des Westens. Von Charlotte WiedemannMehr

Syriens Oppositionspolitiker Michel Kilo in Istanbul; Foto: Ozen Kose/AFP/Getty Images

Bürgerkrieg in Syrien

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Zeit zum gemeinsamen Handeln

Der bekannte syrische Oppositionelle und Journalist Michel Kilo glaubt, dass nur noch eine nationale Allianz aller Rebellengruppen den Terror der Organisation "Islamischer Staat im Irak und in Syrien" und des Assad-Regimes brechen kann.Mehr

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