Lesung: Nazim Hikmets Pariser Impressionen

21.04.2017 -
18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Kulturzentrum der Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. - Galerie Arabeske
Dossenheimer Landstraße 69
69121 Heidelberg

„Welche Stadt gleicht dem Wein?“ – Eine Reise ohne Rückkehr

Nazim Hikmet (1902 – 1963), türkischer Lyriker von Weltrang, wird bis heute für seine politisch engagierten und zugleich poetischen Versen in seiner Heimat - und über die türkischen Grenzen hinaus – verehrt.

Neben seiner Leidenschaft als Dichter war das Leben des überzeugten Kommunisten von einer langen politischen Leidensgeschichte zwischen Gefängnis, Flucht und Emigration durchdrungen. Insgesamt 13 Jahre verbrachte er für seine kommunistischen Überzeugungen in Haft, in denen er ununterbrochen dichtete, schrieb, übersetzte. 1951 floh er nach Moskau. Rastlos bereiste Hikmet fortan die Welt – Kuba, Afrika, Ost- und Westeuropa.

Sein Drang nach Freiheit und Gerechtigkeit, seine lebenslange Sehnsucht und der Trennungsschmerz zu seiner Heimat, seinem Volk und zu seiner Familie inspirierten ihn zu Gedichten, die wir im letzten Jahr vorgestellt haben.

Im Frühjahr 1958 hielt er sich in Paris auf – in einer Zeit, in der Paris durch den Militärputsch in Algerien in eine tiefe Krise gestürzt war. Die damaligen politischen Ereignisse, wie die Berufung vom General De Gaulle an die Macht und das Involvieren der französischen Armee gegen die damalige sozialistische Regierung in Algerien, betrüben die Schönheit der Stadt Paris. Nazim Hikmet beschreibt die Ängste und die Spannungen zwischen den Menschen in seinen Pariser Gedichten. Trotz der bedrohlichen Atmosphäre wird Hikmet inspiriert.

Der Eintritt kostet 5 Euro.