Karl May als Kara Ben Nemsi; Foto: CC/DW
Karl Mays 100. Todestag

Zwischen Genie und Schießbudenfigur

Karl May gilt als der meist gelesene deutsche Schriftsteller. Anlässlich seines 100. Todestages wird Karl Mays Platz in der Literaturgeschichte neu verhandelt. Von Andreas Pflitsch

Mit einer geschätzten deutschsprachigen Gesamtauflage von schwindelerregenden 100 Millionen Büchern und den Winnetou-Verfilmungen mit Pierre Brice und Lex Barker gehört Karl May zu den zentralen Figuren im kollektiven Gedächtnis der Deutschen.

Als Erfinder des 'Wilden Westens' und als fiktiver Orient-Reisender hat er buchstäblich das Weltbild ganzer Generationen geprägt. Zeitlebens behauptete der Autor, mit seinen strahlenden Helden Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi identisch zu sein und die geschilderten Abenteuer persönlich erlebt zu haben.

"Winnetou", "Durchs wilde Kurdistan" und all die anderen Klassiker wurden als "Reiseerzählungen" veröffentlicht und täuschten eine Authentizität vor, die man lange für bare Münze nahm. Tatsächlich wagte sich der Autor erst im fortgeschrittenen Alter über die Grenzen Europas hinaus und reiste an einige der Orte, die er vorher so plastisch beschrieben hatte.

Aufgewachsen in armen Verhältnissen, kam May schon früh mit dem Gesetz in Konflikt und verbüßte diverse Haftstrafen, um sich anschließend zu einem kommerziell enorm erfolgreichen Schriftsteller hochzuarbeiten.

DDR-Hörspiel Hadschi Halef Omar; Foto: © Litera
Unbekannte Welten: Den Wilden Westen und den Orient kannte der Karl May lange Zeit nur aus Büchern und Zeitschriften. Erst nachdem der Sachse bereits die meisten seiner Werke verfasst hatte, reiste er nach Nordamerika und in die Länder des Orients.

​​Schon zu seinen Lebzeiten stritt man heftig darüber, ob er mit seiner "Schundliteratur" die Jugend verderbe. Die ernsthafte Literaturkritik rümpfte lange Zeit nur die Nase. Tatsächlich ist es nicht besonders schwierig, die fadenscheinigen, nach immer gleichem Muster gestrickten Plots als banale Wunscherfüllungsphantasien zu entlarven.

Hoffnungsloser Phantast und genialer Fabulierer

Die Kritik an der Schwarz-Weiß-Malerei des Personals und am allzu unbekümmerten Umgang des Autors mit Klischees und rassistischen Stereotypen begleitet die Rezeptionsgeschichte Mays seit ihren Anfängen. Dass Adolf Hitler als begeisterter May-Leser galt, hat dem Autor dann den Vorwurf eingebracht, ein Wegbereiter der Nazi-Ideologie gewesen zu sein.

Seine Biographen haben allerhand psychologische Spekulationen angestellt, und bei May unter anderem Hysterie, Paranoia und dissoziative Identitätsstörung diagnostiziert.

Tatsächlich verstrickte sich der Autor zunehmend in seiner eigenen Legende, schmückte sich unerlaubt mit einem Doktortitel und wagte immer kühnere Behauptungen, wie die, dass er "ca. 1.200 Sprachen und Dialekte" beherrsche und "bei den Apachen als Nachfolger Winnetous Befehlshaber von 35.000 Kriegern" sei. May gilt seither – im Guten wie im Schlechten – als hoffnungsloser Phantast, den einen als genialer Fabulierer, den anderen als dummdreister Hochstrapler. Seine Hybris bleibt legendär.

Buchcover Karl May. Untertan, Hochstapler, Übermensch im Siedler-Verlag
"Schaper entwirft entlang der schillernden Figur Karl Mays einen Beitrag zur deutschen Popkulturgeschichte. Dabei zieht er Linien, die von den deutschen Heimatfilmen der Nachkriegszeit zu den Karl-May-Filmen der 1960er Jahre führen", schreibt Pflitsch.

​​Anlässlich des 100. Todestags des Autors in diesem Jahr sind eine ganze Reihe neuer Bücher erschienen, die nach seiner aktuellen Bedeutung fragen. Wie unterschiedlich man sich dem Gegenstand nähern kann, zeigen die Neuerscheinungen von Rüdiger Schaper (Karl May. Untertan, Hochstapler, Übermensch, Siedler-Verlag , 244 S., 19,99 Euro) und Helmut Schmiedt (Karl May oder Die Macht der Phantasie, Beck-Verlag, 368 S., 22,95 Euro).

Gemeinsam ist beiden Autoren, dass sie mit Karl May sympathisieren, ihn gegen allzu eifrige Kritiker in Schutz nehmen und ihm den in ihren Augen längst überfälligen Platz in der deutschen Literaturgeschichte zuweisen wollen. Beide machen aus ihrer Zuneigung für den Autor, der, so Schmiedt, "über mehrere Generationen hinweg Leser in einem Maße begeistert" hat, "wie es keinem anderen deutschen Autor je gelungen ist", keinen Hehl.

"Eine Transformation von Mythen und Sagenstoffen"

Schaper und Schmiedt machen das wenig bekannte, allegorische Spätwerk Ardistan und Dschinnistan (1907-1909) zum Kronzeugen ihres Plädoyers, in Karl May einen originellen Schriftsteller und nicht allein den Fliesband-Produzenten von Kolportagetexten zu sehen. Aber auch der literarische Wert seiner weitbekannten Texte wird neu verhandelt.

Hatte man ihm früher Hochstapelei vorgeworfen, da er seine Indianer- und Orient-Romane mithilfe von Lexika und Reiseberichten bloß kompiliert hat, so spricht Schmiedt jetzt von einer "Verfasserschaft im nahezu postmodernen Sinne des Arrangements vorgefundener Materialien" und sieht in ihm "einen Spieler – keineswegs aber einen Falschspieler".

In unserer Zeit, vermutet er, wäre May "ein fleißiger Nutzer des Internets". In Mays Abenteuerplots erkennt Schmiedt "eine Transformation von Mythen und Sagenstoffen", die alles Übernatürliche und Unerklärliche durch die Omnipotenz seiner Helden ersetzt: "Der Ring, der seinen Träger bei Bedarf unsichtbar macht, und die Tarnkappe, die dasselbe bewirkt, kehren – in quasi säkularisierter Form – bei May wieder, wenn der Held sich mit wundersamer Geschicklichkeit in ein feindliches Lager schleicht, ohne bemerkt zu werden."

In Mays Erzählungen spiegelt sich der Geist der Zeit, in dem sich Technikglaube und Vernunftshörigkeit mit einer fortlebenden Sehnsucht nach Entgrenzung und Übersinnlichem mischen. Nicht zuletzt darum ist der Autor für Schmied ein "Exempel, an dem sich viele Bereiche der Kulturgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts ertragreich studieren lassen".

Buchcover Karl May oder Die Macht der Phantasie im Beck-Verlag
"In Mays Abenteuerplots erkennt Schmiedt 'eine Transformation von Mythen und Sagenstoffen', die alles Übernatürliche und Unerklärliche durch die Omnipotenz seiner Helden ersetzt", so Pflitsch.

​​Schmiedt und Schaper nobilitieren May durch den Vergleich mit den unumstrittenen Größen der deutschen Literatur. Schmiedt stellt May gleich in seiner Einleitung auf Augenhöhe mit Goethe, während Schaper mit einem kühnen Kafka-Vergleich aufwartet.

Schmiedt nimmt die "eklatante Differenz zwischen Mays Wahrnehmung als einem beliebten Jugend- und Volksschriftsteller einerseits und als anspruchsvollem Literaten andererseits" als Ausgangspunkt seiner biographischen Darstellung, und will aus der Vielfalt der mittlerweile vorliegenden Untersuchungen zu Mays Werk gar "auf die hohe Dignität ihres Gegenstandes schließen."

Mit anderen Worten: Wer sich abschätzig über May äußert, macht sich selbst des simplen Gemüts verdächtig, das er May unterstellt: "Nur noch bei den Nichtsahnenden existiert Karl May als literarischer Grobmotoriker und nichtsnutziger Bewohner des kulturellen Souterrains".

Zwischen "Richard-Wagner-Zwilling" und "Schießbudenfigur"

Stoßrichtung und Anliegen beider Bücher lassen sich durchaus vergleichen, doch in Form und Stil unterscheiden sie sich klar. Schmiedt folgt stur chronologisch dem historischen Verlauf und beginnt seine Biographie, wie es klassischer nicht geht, mit Datum und Uhrzeit von Mays Geburt. Seine Darstellung ist genau, faktengesättigt und ein bisschen langweilig. Penibel referiert er allerhand Zahlen und Daten und folgt den nicht selten wirren Verästelungen der Publikationsgeschichte des May'schen Werks.

Ganz anders Schaper, der sich seinem Gegenstand in konzentrischen Kreisen nähert und dabei immer wieder weite Umwege geht, etwa über Christoph Schlingensief, in dem er einen geistigen Urenkel Mays ausmacht, oder die Kulturgeschichte des Kinos. Auf diese Weise schlägt Schaper so manche überraschende Sichtachse in den Fakten-Dschungel. Lässt sich an Schmiedts souveräner Biographie bekritteln, dass sie allzu bieder daherkommt, so wirken Schapers anregende Assoziationskaskaden bisweilen etwas sprunghaft und hektisch.

Schaper entwirft entlang der schillernden Figur Karl Mays einen Beitrag zur deutschen Popkulturgeschichte. Dabei zieht er Linien, die von den deutschen Heimatfilmen der Nachkriegszeit zu den Karl-May-Filmen der 1960er Jahre führen, und bei Bully Herbigs Parodie "Der Schuh des Manitu" enden. Besonders originell ist die Paralleliesierung Mays mit seinem Zeitgenossen Franz Kafka. Beide schrieben sie über Amerika, ohne dort gewesen zu sein, der eine als "Vermesser von Wunschträumen", der andere als "Vermesser von Alpträumen", so Schaper.

Im Sand versunken: Ralf Wolter als Hadschi Halef Omar mit Lex Barker als Kara Ben Nemsi; Foto: picture-alliance/KPA
"May gilt – im Guten wie im Schlechten – als hoffnungsloser Phantast, den einen als genialer Fabulierer, den anderen als dummdreister Hochstrapler. Seine Hybris bleibt legendär", schreibt Pflitsch.

​​Die Problemlage ihrer Protagonisten erweist sich als frappierend verwandt: Kafkas Held Karl Roßmann (!) "kämpft Meter für Meter um sein Leben, indem er um einen Platz im Leben kämpft. Vielleicht ist er auch der größere Held – dem die Hindernisse nicht locker weggeräumt und weggeballert werden, der sich nicht immer im allerletzten Augenblick befreien kann, weil der Marterpfahl, an den er gebunden ist, er selbst ist."

Schaper verortet May irgendwo zwischen "Richard-Wagner-Zwilling" und "Schießbudenfigur", beleuchtet den Kontext der Orient-Moden des 19. Jahrhunderts vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund der Wilhelminischen Epoche, die "von der Selbstüberhebung, von der Vorstellung einer Nation, die jung ist und doch alt" lebe und von May darum auf ideale Weise verkörpert wird.

Die Ambivalenz einer Geisteshaltung, die sich an sich selbst berauscht, wird nicht übersehen: "Das weist schon den Weg in die Schützengräben, aber auch ins Spirituelle." Schaper spricht als glühender Verehrer wenn er Mays "Idee von religiöser Toleranz, seine Offenheit für fremde Kulturen", preist und dafür plädiert, den Autor endlich "als gefährdetes Genie" und "als Künstler zu begreifen". Dem "größten Ich-Sager der deutschsprachigen Literatur" gebühre ein angemessener Platz in der Literaturgeschichte.

100 Jahre nach seinem Tod wird Karl May als Schriftsteller ernster genommen als vielleicht jemals zuvor. Hinter diesem späten Triumph verbirgt sich allerdings auch ein tragisches Moment: Die fortschreitende Kanonisierung seiner Werke kommt ihrer Grablegung auf dem Friedhof der Literaturgeschichtsschreibung gleich. Längst sind die Auflagenzahlen dramatisch rückläufig.

Schmiedt und Schaper gehören der letzten Generation an, die in ihrer Mehrheit die Bücher von Karl May gelesen hat. So gesehen haben ihre biographischen Untersuchungen etwas von einem Abgesang.

Andreas Pflitsch

© Qantara.de 2012

Redaktion: Arian Fariborz/Qantara.de

Mehr zum Thema
Verwandte Themen
Druckversion
E-Mail verschicken
Ihre Meinung zu diesem Artikel
Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu kürzen oder nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.
To prevent automated spam submissions leave this field empty.

Die internationale Gemeinschaft befindet sich in einem großen Dilemma: wie soll es weitergehen in Libyen? Denn es ist klar, dass sie militärisch eingreifen muss, um das Gaddafi-Regime zu beseitigen. Die Alternative wäre ein endloser Bürgerkrieg vor den Toren Europas.

Makus Halmann12.04.2011 | 09:49 Uhr

Ich befürchte auch, dass der Politologe F. Stephen Larrabee Recht hat, denn die Bedingungen in der Türkei und vor allem die lange Tradation des Kampfes um Demokratie unterscheiden sich in der Tat von denen in den meisten arabischen Ländern. Schöner Beitrag.

Ahmad Ezzat12.04.2011 | 17:13 Uhr

Gesegnt seid ,Anonimität ist ein bestandteil der Freiheit,und des inhalt kontex Qualität was zelt

Jaljaloot Elharoot13.04.2011 | 20:43 Uhr

Wunderbarer Beitrag von Michael Roes, den ich als Autor und kritischer Beobachter der arabischen Welt seit langem sehr schätze. Roes besitzt die nötige Empathie für die arabischen Bürger und den Respekt vor ihren Bedürfnissen und Sehnsüchten.

Hans Zimmermann17.04.2011 | 09:51 Uhr

Das Jahr 2001 sollte nicht wiederholt werden

Beate Elefant18.04.2011 | 23:29 Uhr

Der sogenannte Streit ums Kopftuch ist nur Symptom für die Unfähigkeit aller Akteure, sich den wichtigeren Problemen zu widmen. Das schreibe ich, obwohl ich die Argumente von Frau Kaddor nicht überzeugend finde.

Susan Müller-H...20.04.2011 | 07:46 Uhr

Die Sicherheitskräfte des verhassten Assad-Regimes haben heute und gestern in mehreren Städten und Regionen Syriens Massaker angerichtet. Wo es Tote gab, war das perfide Muster immer dasselbe: Nicht Polizisten in Uniform feuerten die tödlichen Schüsse ab, sondern Heckenschützen in Zivil, die auf Hausdächern lauerten und willkürlich in die Menschenmengen schossen, um Panik und Furcht auszulösen. In Homs sind dadurch so viele Menschen verletzt worden, dass Ärzte unter den Demonstranten in den Gassen der Altstadt improvisierte Lazarette einrichteten, erzählte eine Augenzeugin der BBC. Es ist an der Zeit, auch das Assad-Regime zu ächten und international zu isolieren.

Helmuth Alkadli22.04.2011 | 23:50 Uhr

Mit diesem Satz hat Jesus seinem Bruder gezeigt, dass die Liebe stärker ist als Hass und Neid.
Luzifer wollte seinen Bruder, den Metadron (Jesus) vom Thron stürzen, um für sich selber die Herrschaft zu stehlen. Jesus lies sich aus Liebe zu seinem "verlorenen" Bruder freiwillig am Kreuz morden. Er wußte, dass Gott ihm das Leben zurück geben wird.
GOTT IST >Leben kann man nicht töten. Es wäre sonst nicht das Leben das ewig ist! Es wandelt sich nur.

Die Christen beten beim Gottesdienst: "Deinen Tod oh Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit!" Da haben sich die Herren in Rom aber einen schönen Unsinn ausgedacht. Wer will denn noch immer den Tod Jesu verkünden und warum? Der Teufel will es. Nutzt ihm aber nichts, denn Jesus lebt und ändert von der geistigen Welt aus das Leben auf der Erde. Das ist ein sehr schwieriger Änderungsprozess, weil die Menschen freiwillig nichts ändern und auch nicht umdenken wollen.
Trotzdem wird das Werk gelingen, weil es der Wille Gottes, des Vaters ist.

Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft lässt Änderungen wie derzeit in der Arabischen Welt zu und auch im Christentum hat ein Nachdenken bereits begonnen. Gott ist die Liebe und die Liebe ist die stärkste Macht im Universum und Gott liebt uns alle gleich.
http://www.hopeland.at
Möge das Werk gelingen. Das wünsche ich mir und allen Menschen auf der Erde.
Mathilde

Mathilde Heiml30.04.2011 | 10:51 Uhr

exzellenter artikel. danke.

ulrich johannes...30.04.2011 | 12:56 Uhr

Die Idee, die durch die zurückgehende gesellschaftliche Bindungskraft der evangelischen Kirche ausgelöste (innere) Krise als Chance auf eine Neuformierung im Sinne einer neofundamentalistischen, gesellschaftliche Fragen ausblendenden Missionstheologie zu interpretieren, mag als privates Hirngespinst von Herrn Pfarrer (sic!) Teufel hingenommenwerden müssen, als Vorbote einer dadurch beförderten ethnisch-religiösen Kantonisierung unserer Gesellschaft ist es mir jedoch eine Horrorvorstellung! Stattdessen brauchen wir tatsächlich eine weit konsequentere Hinwendung zum Laizismus und die Rückkehr zu einer tatsächlich (statt nur noch alibimäßig betriebenen) umverteilenden Sozialpolitik und ein Bündnis aller (auch der jeweils moderaten Anhänger der diversen Religionen) zu deren Durchsetzung. Sonst können wir uns in zwanzig Jahren mit bosnischen Verhältnissen zwischen Rhein und Oder anfreunden...

Max Schumacher30.04.2011 | 17:02 Uhr

Seiten