Iran droht mit Kündigung des Atomabkommens bei neuen US-Sanktionen

15.08.2017

Sollten die USA weiterhin das Wiener Atomabkommen torpedieren wollen, könnte der Iran laut Präsident Hassan Ruhani sein Atomprogramm und somit die unbegrenzte Urananreicherung wieder aufnehmen.

«Die neue Regierung in den USA sollte nur wissen, dass wir das nicht etwa innerhalb von Wochen und Monaten, sondern Tagen oder gar Stunden machen könnten», sagte Ruhani am Dienstag im Parlament.

Ruhani erklärte, das Atomabkommen von 2015 mit den UN-Vetomächten, der EU sowie Deutschland stehe für Diplomatie und Frieden. Der Iran habe daher den Deal bis jetzt auch respektiert und umgesetzt. «Wir ziehen es vor, dies auch weiterhin zu tun, was aber nicht heißt, dass wir keine anderen Optionen haben», warnte Ruhani.

Die Drohung Ruhanis galt in erster Linie US-Präsident Donald Trump. Dieser ist gegen den Deal und versucht nach Angaben Teherans, das Abkommen mit neuen Sanktionen gegen den Iran platzen zu lassen.

Der Pakt soll sicherstellen, dass die Islamische Republik ihre Atomtechnologie nur zu zivilen Zwecken einsetzt. Im Gegenzug hebt der Westen seine Wirtschaftssanktionen auf. (dpa)

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