Mädchen in einer Schule auf Aceh; Foto: AP
Integrierte islamische Schulen in Indonesien

Eine neue Erziehungsbewegung

Integrierte islamische Schulen zählen zu den neuen Trends im Bildungssektor der Post-Suharto-Ära. Als Folge der erweiterten religiösen Freiheit hat sich ein neuer Markt für islamische Bildung entwickelt, der vor allem auf die wohlhabenden Bevölkerungsschichten abzielt. Beobachtungen von Karen Bryner aus Yogyakarta

In der Vergangenheit schickten wohlhabende muslimische Eltern ihre Kinder meist auf angesehene staatliche Schulen, internationale Schulen und sogar katholische Bildungseinrichtungen, die hohe schulische Standards garantierten. Doch mittlerweile zählen integrierte islamische Schulen in vielen Regionen mit zu den besten Bildungsanstalten der Inselrepublik.

Diese integrierten Schulen bieten nicht nur eine ausgezeichnete akademische Ausbildung – etwas, was den hergebrachten Islamschulen, den sogenannten "Pesantren", "Madrasas" und "Muhammadiyah"-Schulen gemeinhin abgesprochen wird –, sondern auch eine nachhaltige religiöse Unterweisung, die in den staatlichen, allgemeinbildenden Schulen gesetzlich limitiert ist. Ihr Ziel ist es, den Schülern islamische Glaubensinhalte und intellektuelle Fähigkeiten zu vermitteln, die es ihnen erlauben, sich in der modernen Welt zurechtzufinden und erfolgreich an der globalen Ökonomie teilzuhaben.

Al-Azhar-Studentinnen in Yogjakarta während des Gebets; Foto: Karen Bryner
Apolitisches und tolerantes Islam-Curriculum: In Indonesien existieren gegenwärtig 65 Grund- und Oberschulen des sogenannten Al-Azhar-Netzwerks.

​​Der Begriff "Integrierte islamische Schulen" geht von der Annahme aus, dass die Trennung zwischen säkularem und religiösem Wissen eine künstliche ist. Säkulare Themen werden innerhalb eines islamischen Rahmens vermittelt und der Koran wird als letzte Quelle der Erkenntnis angesehen.

So wird zum Beispiel im Wissenschaftsunterricht die Evolutionstheorie im Einklang mit dem nationalen Curriculum behandelt, um dann die im Koran beschriebene Erschaffung Adams und Evas als wahre Herkunft der Menschheit zu kennzeichnen. Die arabische Sprache sowie Koranstudien werden zusätzlich zum allgemeinen Religionsunterricht angeboten. Die Schüler sollen islamische Werte nicht nur verstehen, sondern diese sich auch aneignen, um fromme und engagierte Muslime zu werden. Der Islam wird als Lebensstil favorisiert – nicht nur als reines Lehrfach oder etwa als Sammlung von Ritualen und religiösen Praktiken.

Absetzung von den islamischen Massenorganisationen

Im vergangenen Jahrhundert haben die die beiden größten muslimischen Organisationen Indonesiens, die "Nahdatul Ulama" und die "Muhammadiyah", das Feld des islamischen Bildungswesens und des islamischen Denkens dominiert. Eine Reihe kleinerer Stiftungen, Netzwerke und Franchise-Organisationen steht heute für die Bewegung integrierter islamischer Schulen. Die Führung dieser Organisationen setzt sich meist aus höheren Angestellten mit nur geringer oder gar keiner religiösen Bildung zusammen.

Die Schulleiter der integrierten Schulen betonen die Unabhängigkeit ihrer Einrichtungen vom ideologischen Einfluss der "Nahdatul Ulama" oder der "Muhammadiyah". Ein Schulfunktionär drückte es so aus: "Wir wollen ein Bildungssystem schaffen, das unter dem Label des Islam arbeitet, das aber einer Nachfrage der ganzen Gesellschaft entgegenkommt, also sowohl engagierter Muslime wie von Muslimen, die es nur auf dem Papier sind ... So werden wir auch nicht zu bloßen Verteilern anderer islamischer Organisationen. Die Mitglieder der 'Muhammadiyah' sträuben sich dagegen, ihre Kinder auf die Madrasas der 'Nahdatul Ulama' zu schicken und umgekehrt. Wir wollen islamische Schulen anbieten, die nicht von solchen Überlegungen gespalten werden."

Das "Netzwerk Integrierter Islamischer Schulen" (JSIT), mit mehr als 550 Grund- und Oberschulen die größte dieser Gruppen, spielte eine wichtige Rolle bei der Popularisierung der Bewegung als Ganzes. Das JSIT stellt einen Zusammenschluss lokaler, von Stiftungen geführter Schulen dar, die sich dem JSIT-Konzept des integrierten Wesens säkularen und religiösen Wissens verschrieben haben und dem vom JSIT aufgestellten Lehrplan für den Religionsunterricht folgen.

Standard-Lehrbücher, mit denen alle angeschlossenen Schulen unterrichten, gibt die JSIT allerdings nicht heraus. In welcher Weise die einzelnen Schulen ihr Curriculum im Detail abarbeiten, ist nicht streng geregelt; hier herrscht ein recht großer Handlungsspielraum. Während Mitglieder der islamischen Gerechtigkeits- und Wohlfahrtspartei (PKS) die Führungspositionen der JSIT innehaben, sieht dies bei den einzelnen Schulleitern anders aus; hier existieren nicht immer so enge Verbindungen zur Partei.

Unterschiedliche Klientel

Die Kinder von Mittelklasse-Familien besuchen mehrheitlich diese Schulen. Eine andere wichtige Gruppe ist das "Netzwerk der Integrierten Hidayatullah-Schulen", zu dem mehr als 130 Grund- und Oberschulen gehören. Dieses Netzwerk von Schulen ist Teil der größeren politischen Bewegung, die unter dem Namen "Hidayatullah" bekannt ist. Während die Schulen dieses Netzwerks in ganz ähnlicher Weise arbeiten wie die des JSIT, finden sie ihre Klientel eher in Familien aus ärmeren Schichten und der unteren Mittelklasse.

JSIT-Grundschule in Yogjakarta; Foto: Karen Byrner
Neue Bildungskonzepte unabhängig von den Vorgaben der islamischen Großverbände: In Indonesien gibt es inzwischen mehr als 1.000 integrierte islamische Grund- und Oberschulen gibt und ebenso viele Vorschulen und Kindergärten.

​​Im Gegensatz dazu operiert die "Islamische Schulgruppe Al-Azhar" als eine Art Franchise-Organisation, die ihre Schulen als Zweigstellen behandelt. Auch wenn ihre Mitgliederzahlen kleiner als die der JSIT sind (mit nur 65 Grund- und Oberschulen), wird die Al-Azhar als eine Elite-Bildungsinstitution angesehen und zieht Schüler vor allem aus der oberen Mittelklasse an. Eine gemeinsame Absichtserklärung wird von der Zentrale der Al-Azhar in Jakarta und der jeweiligen lokalen Schulstiftung unterschrieben. Von allen Schulen wird verlangt, dass sie die von der Zentrale publizierten und gelieferten Lehrbücher verwenden. In den einzelnen Schulen finden sich ähnliche Lehrprogramme, da die Führung der Al-Azhar die Reputation erhalten will, die mit ihrem Markennamen verbunden ist.

Einige kleinere Netzwerke und unabhängigen Schulen, verteilt über den ganzen Archipel, bilden ebenfalls einen Teil dieses Trends. Gesponsert werden sie von lokalen Stiftungen. Oft benutzen sie den Begriff "integrierte islamische Schule" in ihrem Namen, um sich als Teil der neuen Bewegung zu kennzeichnen, auch wenn sie keine Mitglieder der JSIT sind. Dabei könnte es sich durchaus um einen Marketingtrick handeln, da der Markenname "integriert" inzwischen allgemein mit besserer schulischer Ausbildung assoziiert wird.

Die Lehrpläne dieser unabhängigen Schulen sind allerdings sehr uneinheitlich, da jeder einzelne nur vom jeweiligen Schulaufsichtsrat bestimmt wird, doch wird immer auch zusätzlicher Religionsunterricht angeboten. Einige dieser Schulen wenden sich an wohlhabendere Familien, andere zielen eher auf Familien aus der Mittelklasse.

Alle diese integrierten Schulen geben an, sich für ihre religiösen Lehrpläne streng an den Koran und die Hadithen zu halten. Der Anspruch, einen "universalen Islam" zu vertreten, ist jedoch problematisch angesichts der großen Unterschiede in den kulturellen Rahmenbedingungen und ideologischen Ausrichtungen, auf denen sich die einzelnen Schulen gründen.

Variationen in der Auslegung der Glaubensvorstellungen spiegeln sich etwa darin, dass unterschiedliche Schulen für das Verhalten ihrer Schüler auch unterschiedliche moralische Standards anwenden, wie etwa, ob das Händeschütteln mit Schülern anderen Geschlechts als angemessen angesehen wird oder wenn es etwa um den an der Schule akzeptierten "Dresscode" geht. Diese Variationen, mit denen die Schulkultur beschrieben werden kann, machen die Unterschiede zwischen den Gruppen der zu dieser Bewegung gehörenden Schulen deutlich.

Die ideologischen Wurzeln sowohl des JSIT als auch des Hidayatullah-Netzwerks liegen in der ägyptischen Muslimbruderschaft. Ihr Ansatz unterscheidet sich damit grundlegend von dem der Al-Azhar-Schulen, die von einer apolitischen Bildungsstiftung geführt werden und einen toleranteren Islam vertreten. Zu den am leichtesten erkennbaren Unterschieden in der Schulkultur gehören die akzeptierte Größe und die Art des weiblichen Kopftuchs.

An den JSIT- und "Hidayatullah"-Schulen tragen die Lehrerinnen und die anderen zur Schule gehörenden weiblichen Angestellten lange, weit geschnittene Kopftücher, während an den Al-Azhar-Schulen kleinere, enger anliegende Tücher zu beobachten sind.

Eine ethische und praktische Wahl

An den staatlichen sowie an anderen, religiösen Schulen (mit Ausnahme der Internatsschulen) endet der Schultag in der Regel am Mittag. Der Stundenplan an den integrierten Schulen unterscheidet sich hiervon beträchtlich. Das Abdecken des staatlicherseits vorgeschriebenen Unterrichtspensums, der Religionsunterricht und mehrere Gruppengebete am Tag führen zu einem umfangreichen Programm, das von 7.30 Uhr am Morgen bis 15 oder 16 Uhr dauert. Die Sicherstellung eines qualitativ hochwertigen Unterrichts und die langen Unterrichtszeiten sind aber auch mit höheren Schulgebühren verbunden.

Frauen während des Ramadans in der Istiqlal-Moschee in Jakarta; Foto: dapd
Religiöse Trendwende im Erziehungsbereich: Während die Mehrzahl der Elterngeneration noch in Suhartos säkularer, neuer Ordnung groß geworden sind und erst als Erwachsene beginnen, sich für den Islam zu interessieren, verstärkt sich heute der Trend zur integrierten islamischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen.

​​Während die Gründer, Schulleiter und Lehrer dieser Schulen vom jeweiligen religiösen Bildungskonzept geleitet werden, ist gerade die Bequemlichkeit, die sich für sie aus dem zeitlich ausgedehnten Schultag ergibt, für viele Eltern ein Faktor, der sehr zur Popularität der Schulen beiträgt. Ein Vater eines Schülers, der eine der JSIT-Schulen besucht, zeigte sich zufrieden über das "Rundum-Service"-Angebot der Schulen.

Seiner Ansicht nach werde sein Kind durch den ausgedehnten Schulalltag bis in den  Nachmittag hinein mit sinnvollen Aktivitäten gut versorgt – ein Arrangement, das sehr viel bequemer sei, als wenn das Kind nach der Schule noch zu anderen Betreuungsangeboten gefahren werden müsste. Ein Nachmittag an der Schule sei außerdem sehr viel besser, als würde das Kind die Zeit ansonsten unter der Obhut eines Hausmädchens vor dem Fernseher verbringen. Zudem mache der religiöse Fokus der Schule den Religionsunterricht in einer Moschee oder privaten Unterricht außerhalb der Schule überflüssig.

Eine andere Motivation liegt in der Qualität der religiösen Unterweisung. Die Mehrzahl der Eltern, in Suhartos säkularer, neuer Ordnung groß geworden sind, begannen erst als Erwachsene, sich für den Islam zu interessieren. Oder wie es ein anderer Vater eines JSIT-Schülers ausdrückte, beabsichtigten indonesische Muslime, dass ihre Kinder es in Bezug auf die Ausbildung besser haben, als es bei ihnen selbst der Fall war – sowohl in Bezug auf die allgemeine schulische Bildung als auch auf die religiöse Bildung und das Wohlergehen: "Der Islam ist in unserem Leben so wichtig geworden, dass der Glaube unseren Kindern angemessen vermittelt werden sollte. Wenn also der Vater und die Mutter lediglich aus dem Koran lesen können, müssen es ihre Kinder besser anstellen, indem sie viele Koranverse schlicht auswendig können."

Eltern nehmen sich oft ein Beispiel an der Frömmigkeit ihrer Kinder, wenden sich selbst verstärkt der Religion zu und widmen sich auch stärker der praktischen Ausübung ihrer Religion. Dieser sekundäre Einfluss auf eine größere Gemeinschaft ist ein weiteres Prinzip der integrierten Schulen, also die Islamisierung der Gesellschaft. Einige Eltern denken aber, dass sie bestimmte Konzepte, die diese in der Schule gelernt haben, relativieren müssen.

So erzählt etwa die Mutter eines JSIT-Schülers, dass ihr Sohn, der die 5. Klasse besucht, mit ihr in der Frage des Umgangs mit Mädchen nicht einer Meinung ist. Dabei zitierte er seinen Lehrer, der gesagt hatte, dass Verabredungen nicht erlaubt seien. Dasselbe Kind monierte auch, dass seine Mutter, wenn sie allein mit ihrer Familie zuhause ist, ihr Kopftuch ablegt und kurzärmelige Hemden trägt.

Bei anderer Gelegenheit mahnte er seine Mutter, dass es Frauen untersagt sei, Hosen zu tragen, was seine Mutter häufig tut. Da sie nicht willens war, sich diesen Geboten zu fügen, erklärte sie ihrem Sohn, dass es nicht nötig sei, sich in der Abgeschlossenheit des eigenen Hauses zu verschleiern. Außerdem wies sie ihn darauf hin, wie unpraktisch es für Frauen sei, mit einem Rock bekleidet Motorroller oder Motorrad zu fahren. Ihre Antwort: "Wenn wir das tun, was die Religion uns vorschreibt und uns dabei an die lokalen Gebräuche halten, dann sündigen wir auch nicht."

Ein universaler Islam der Zukunft?

Während diese neue Bildungsbewegung noch vergleichsweise klein ist, nimmt sie doch unter den städtischen islamischen Schulen inzwischen eine auffällige Stellung ein, und es ist nicht absehbar, dass dieser Trend abnehmen wird. Trotz deutlicher Unterschiede zwischen den Schulkulturen der einzelnen Gruppen bleibt festzuhalten, dass ihr gemeinsamer Ansatz eines "universalen Islam" nicht dazu taugt, Loyalitäten zu den großen religiösen Organisationen wie "Nahdatul Ulama", "Muhammadiyah" oder anderen aufzubauen.

Angesichts des Klientels der integrierten Schulen, das ja hauptsächlich aus Angehörigen der Mittelklasse und der oberen Mittelklasse besteht, ist davon auszugehen, dass sich unter ihren Absolventen die künftigen politischen Führer, sozialen Aktivisten, Akademiker und Geschäftsleute befinden.

Erzogen im Geiste des "universalen Islam" und mit einem umfassenden Verständnis von säkularem wie religiösen Wissen, verfügen sie über das Potenzial, die religiöse, politische und soziale Kultur Indonesiens, die über Jahrzehnte unter dem Einfluss einiger weniger Islamorganisationen stand, entscheidend zu prägen und neu zu gestalten.

Karen Bryner

© Inside Indonesia 2011

Aus dem Englischen von Daniel Kiecol

Karen Bryner arbeitet am Teachers College der "Columbia University" in New York City. Als Fellow des Fulbrights-Hays-Programms und des Ryoichi Sasakawa Young Leaders Fellowship Fund (SYLFF) führte sie über 14 Monate Forschungen in Yogyakarta durch.

Redaktion: Arian Fariborz/Qantara.de

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Die internationale Gemeinschaft befindet sich in einem großen Dilemma: wie soll es weitergehen in Libyen? Denn es ist klar, dass sie militärisch eingreifen muss, um das Gaddafi-Regime zu beseitigen. Die Alternative wäre ein endloser Bürgerkrieg vor den Toren Europas.

Makus Halmann12.04.2011 | 09:49 Uhr

Ich befürchte auch, dass der Politologe F. Stephen Larrabee Recht hat, denn die Bedingungen in der Türkei und vor allem die lange Tradation des Kampfes um Demokratie unterscheiden sich in der Tat von denen in den meisten arabischen Ländern. Schöner Beitrag.

Ahmad Ezzat12.04.2011 | 17:13 Uhr

Gesegnt seid ,Anonimität ist ein bestandteil der Freiheit,und des inhalt kontex Qualität was zelt

Jaljaloot Elharoot13.04.2011 | 20:43 Uhr

Wunderbarer Beitrag von Michael Roes, den ich als Autor und kritischer Beobachter der arabischen Welt seit langem sehr schätze. Roes besitzt die nötige Empathie für die arabischen Bürger und den Respekt vor ihren Bedürfnissen und Sehnsüchten.

Hans Zimmermann17.04.2011 | 09:51 Uhr

Das Jahr 2001 sollte nicht wiederholt werden

Beate Elefant18.04.2011 | 23:29 Uhr

Der sogenannte Streit ums Kopftuch ist nur Symptom für die Unfähigkeit aller Akteure, sich den wichtigeren Problemen zu widmen. Das schreibe ich, obwohl ich die Argumente von Frau Kaddor nicht überzeugend finde.

Susan Müller-H...20.04.2011 | 07:46 Uhr

Die Sicherheitskräfte des verhassten Assad-Regimes haben heute und gestern in mehreren Städten und Regionen Syriens Massaker angerichtet. Wo es Tote gab, war das perfide Muster immer dasselbe: Nicht Polizisten in Uniform feuerten die tödlichen Schüsse ab, sondern Heckenschützen in Zivil, die auf Hausdächern lauerten und willkürlich in die Menschenmengen schossen, um Panik und Furcht auszulösen. In Homs sind dadurch so viele Menschen verletzt worden, dass Ärzte unter den Demonstranten in den Gassen der Altstadt improvisierte Lazarette einrichteten, erzählte eine Augenzeugin der BBC. Es ist an der Zeit, auch das Assad-Regime zu ächten und international zu isolieren.

Helmuth Alkadli22.04.2011 | 23:50 Uhr

Mit diesem Satz hat Jesus seinem Bruder gezeigt, dass die Liebe stärker ist als Hass und Neid.
Luzifer wollte seinen Bruder, den Metadron (Jesus) vom Thron stürzen, um für sich selber die Herrschaft zu stehlen. Jesus lies sich aus Liebe zu seinem "verlorenen" Bruder freiwillig am Kreuz morden. Er wußte, dass Gott ihm das Leben zurück geben wird.
GOTT IST >Leben kann man nicht töten. Es wäre sonst nicht das Leben das ewig ist! Es wandelt sich nur.

Die Christen beten beim Gottesdienst: "Deinen Tod oh Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit!" Da haben sich die Herren in Rom aber einen schönen Unsinn ausgedacht. Wer will denn noch immer den Tod Jesu verkünden und warum? Der Teufel will es. Nutzt ihm aber nichts, denn Jesus lebt und ändert von der geistigen Welt aus das Leben auf der Erde. Das ist ein sehr schwieriger Änderungsprozess, weil die Menschen freiwillig nichts ändern und auch nicht umdenken wollen.
Trotzdem wird das Werk gelingen, weil es der Wille Gottes, des Vaters ist.

Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft lässt Änderungen wie derzeit in der Arabischen Welt zu und auch im Christentum hat ein Nachdenken bereits begonnen. Gott ist die Liebe und die Liebe ist die stärkste Macht im Universum und Gott liebt uns alle gleich.
http://www.hopeland.at
Möge das Werk gelingen. Das wünsche ich mir und allen Menschen auf der Erde.
Mathilde

Mathilde Heiml30.04.2011 | 10:51 Uhr

exzellenter artikel. danke.

ulrich johannes...30.04.2011 | 12:56 Uhr

Die Idee, die durch die zurückgehende gesellschaftliche Bindungskraft der evangelischen Kirche ausgelöste (innere) Krise als Chance auf eine Neuformierung im Sinne einer neofundamentalistischen, gesellschaftliche Fragen ausblendenden Missionstheologie zu interpretieren, mag als privates Hirngespinst von Herrn Pfarrer (sic!) Teufel hingenommenwerden müssen, als Vorbote einer dadurch beförderten ethnisch-religiösen Kantonisierung unserer Gesellschaft ist es mir jedoch eine Horrorvorstellung! Stattdessen brauchen wir tatsächlich eine weit konsequentere Hinwendung zum Laizismus und die Rückkehr zu einer tatsächlich (statt nur noch alibimäßig betriebenen) umverteilenden Sozialpolitik und ein Bündnis aller (auch der jeweils moderaten Anhänger der diversen Religionen) zu deren Durchsetzung. Sonst können wir uns in zwanzig Jahren mit bosnischen Verhältnissen zwischen Rhein und Oder anfreunden...

Max Schumacher30.04.2011 | 17:02 Uhr

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