Maqamat Badi' al-Zaman al-Hamadhanis; Foto. wikimedia.org
Der arabische Roman

Weltliteratur – von der anderen Seite her betrachtet

Seit Goethe 1827 den Begriff "Weltliteratur" verwendete, hat sich gerade im deutschen Sprachraum das Spektrum übersetzter Literatur aus anderen Kulturen enorm geweitet. Doch gilt die westliche Literatur nicht immer noch implizit als Maß aller Dinge? Und übersehen wir andere literarische Werte aus schierer Unkenntnis? Von Fakhri Saleh

"Nationalliteratur will jetzt nicht viel sagen, die Epoche der Weltliteratur ist an der Zeit, und jeder muss jetzt dazu wirken, diese Epoche zu beschleunigen."

In Goethes berühmtem Gespräch mit Eckermann vom 31. Januar 1827 kommt klar zum Ausdruck, wie sehr der deutsche Dichterfürst die zunehmende Präsenz von Texten aus anderen Kulturen – etwa Sanskrit-Dichtung oder epische arabische Poesie – im deutschen Sprachraum begrüßte.

Eurozentrische Kulturauffassung

Der ursprünglich von August Wilhelm Schlegel geprägte Begriff "Weltliteratur" sollte in der Folge beim Studium der in die europäischen Hauptsprachen übertragenen fremdländischen Nationalliteraturen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Freilich ist es mittlerweile auch an der Zeit, diesen Begriff zu hinterfragen, denn er fußt nach wie vor auf einer eurozentrischen und damit eingeschränkten Sicht auf die Kultur nichteuropäischer Völker.

Auch der Versuch des amerikanischen Komparatisten David Damrosch, den Terminus in seiner Studie "What Is World Literature?" neu zu definieren, befreit die Idee der "Weltliteratur" nicht aus ihren ursprünglichen Verankerungen.

Damrosch will das Wort eher als eine Kategorie für die Produktion, Publikation und Verbreitung von Literatur verwenden denn im wertenden Sinn; aber sein Verständnis von Weltliteratur ist demjenigen Goethes nach wie vor sehr nahe. Auch bei ihm findet sich die Insistenz bezüglich des kosmopolitischen Charakters, der die unterschiedlichen Nationalliteraturen einen soll, die Suche nach den Gemeinsamkeiten, die diese Literaturen verbinden.

Ohne den impliziten Anspruch der Vergleichbarkeit mit europäischen oder westlichen Literaturen verlöre das Konzept der "Weltliteratur" seine Verbindlichkeit und würde zu einem der Allerweltswörter der globalisierten Ära. Mit diesem Anspruch verbunden rekurriert das Konzept jedoch nach wie vor auf jene im Sinne Edward Saids "orientalistisch" gefärbte Denkweise, indem der Komparatist die europäische Literatur quasi selbstverständlich als gültigen Maßstab für die Beurteilung nichtwestlicher Literaturen beizieht.

Dostojewski, arabisch gespickt

Ahmad Faris Shidyaq (1804–1887); Foto: privat
Ein literarischer Zeitgenosse Victor Hugos, Gustave Flauberts, Edgar Allan Poes and Charles Dickens: Ahmad Faris al-Shidyaq (1804-1887)

​​Als um die Mitte des 19. Jahrhunderts die arabische Romanliteratur sich herauszubilden begann, betonten Kritiker und Literaturhistoriker westlicher so gut wie arabischer Herkunft den europäischen Ursprung des Genres und betrachteten auch die Entwicklung des arabischen Romans in diesem Licht.

Mit einer Art verinnerlichtem Orientalismus – einer Assimilation der Ideen und Konzepte, mittels deren der Westen den Orient und den Islam studierte – betrachteten sogar arabische Literaturwissenschafter die Werke der einheimischen Romanciers primär als eine Fortsetzung europäischer Erzähltradition. Dabei entgingen ihnen jedoch die eigentliche Qualität und die innere Komplexität arabischer Erzählkunst. Der arabische Roman könnte als lebendiges Beispiel dafür herangezogen werden, wie sich das westlich geprägte Konzept der "Weltliteratur" dekonstruieren lässt.

Durch die innerhalb der arabischen Literaturtradition bestehende Hierarchie der Genres erfuhr die Gattung des Romans zunächst eine innere Transformation. Die ersten arabischen Romanciers setzten sich über europäische Normen hinweg, indem sie ihr Schaffen den traditionellen einheimischen Erzählformen annäherten.

Der palästinensische Schriftsteller Khalil Baidas (1875–1925) übersetzte zahlreiche europäische Klassiker ins Arabische, insbesondere russische Romane und Erzählungen; aber er definierte die Handlung neu, indem er da und dort Zitate aus der vorislamischen, omajjadischen und abbasidischen Versdichtung einfließen ließ.

So wollte er die übersetzten Werke an die Normen der arabischen literarischen Tradition heranrücken. Der Roman in seiner europäisch geprägten Gestalt war arabischen Lesern zur damaligen Zeit noch unbekannt; Baidas bemühte sich, die Werke seinem Publikum mit dem Rückgriff auf seit Jahrhunderten vertraute literarische Formen näherzubringen.

Moderne Makamen

Der Libanese Ahmad Faris Shidyaq (1804–1887) hat in Damaskus, Kairo und Tunis, in Istanbul, London und Paris gelebt. Als Sohn einer maronitischen Familie geboren, trat er zum Protestantismus über und wirkte an der Übersetzung der Bibel ins Arabische mit; später konvertierte er zum Islam.

Seine Reisen sowie seine vielfältigen Tätigkeiten – er war Journalist, Schriftsteller und Dichter, Kritiker, Sprachwissenschafter, Lexikograf und Übersetzer – flossen in seine Werke ein, die in der arabischen Welt als ein Eckstein der literarischen Moderne gelten. Shidyaqs bekanntester Roman, "As-saq ala as-saq fima huwa al-Faryaq" (etwa: "Ein Bein über das andere geschlagen, oder Einiges über die Person des Faryaq") erschien 1855 in Paris und gilt vielen als der erste arabische Roman.

Das Buch vereint Züge der Autobiografie und des Entwicklungsromans, schöpft dabei aber aus dem Reichtum der arabischen Sprache, so dass es mit den Werken Rabelais' verglichen wurde. Der Titelheld Faryaq – ein Kompositum aus Vor- und Nachnamen des Autors – bereist wie sein Schöpfer Ägypten, Damaskus und Tunis; der Roman endet, als er sich per Schiff in die Türkei aufmacht.

Stilistisch wie auch in der Gestaltung des reisenden Helden ähnelt "As-saq ala as-saq" dem klassischen arabischen Genre der Makame, das sich im 10. Jahrhundert entwickelte. In der Makame flossen verschiedene Formen der Prosadichtung zusammen, die den Fundus höfischer Bildung und Gelehrsamkeit ausmachten.

Maqama Badi' al-Zaman al-Hamadhanis; Foto. wikimedia.org
Neue arabische Prosa in der traditionsreichen Erzählkunst des 9. und 10. Jahrhunderts: Bild aus einem Maqama Badi' al-Zaman al-Hamadhanis

​​Makamen sind kurze, üblicherweise in Sammlungen gefasste Erzählungen unterschiedlichen Inhalts, die in ornamentaler Reimprosa (Saj') verfasst sind; eingefügt finden sich Verspassagen, die stets von denselben Figuren – dem Erzähler und dem Helden – bestritten werden. In jeder Erzählung taucht ein vagabundierender Bettler auf, hinter dessen Lumpen sich aber ein gerüttelt Maß an Klugheit und Wortgewandtheit verbirgt; er weiß die Gefühle, den Glauben und Aberglauben der Menschen so geschickt zu manipulieren, dass er stets einen Gewinn davonträgt.

Der marokkanische Literaturkritiker Abdelfattah Kilito stellt Shidyaqs Roman in die Tradition von Laurence Sternes "Tristram Shandy", tatsächlich aber erweist sich das Buch klar als Fortsetzung arabischer literarischer Traditionen. Es hybridisiert die europäische Form, indem es sie mit den Charakteristika der Makame kreuzt, der al-Hamadhani und sein Nachfolger al-Hariri im 10. und 11. Jahrhundert ihre vollendete Gestalt verliehen – zwei Prosaautoren, die ihrerseits die arabische Erzählkunst einen großen Schritt voranbrachten.

Einflüsse der Makame lassen sich auch in den Werken Muhammad al-Muwaylihis (1858–1930) ausmachen. Im 1907 erschienenen Roman "Hadith Isa ibn Hisham" (Die Erzählung des Isa ibn Hisham) borgt er sogar den Namen seines Protagonisten aus den Makamen al-Hamadhanis.

Die ersten arabischen Romanciers waren sich bewusst, dass die neue Gattung nur dann in der modernen arabischen Kultur heimisch werden konnte, wenn sie sich mit der eigenen, tief verwurzelten literarischen Tradition verband. Diese Tradition, welche Versdichtungen und Anekdoten, Heldengeschichten, Sprichwörter, Geschichten aus dem Leben Mohammeds und seiner Gefährten, die Tierfabeln Ibn al-Muqaffas und die "Märchen aus 1001 Nacht" umfasst, ist eine Urquelle der frühen arabischen Romanliteratur; im Sinne Bachtins könnte man diese Texte und Formen als die prähistorischen Genres bezeichnen, welche die Form des Romans später prägten.

Der arabische Roman ist nicht einfach eine Imitation des europäischen. Er wuchs zwar im Schatten des Genres auf, das in Europa seit dem 16. Jahrhundert florierte, aber er hat seine eigene Geschichte und Entwicklung durchlaufen. Auch das arabische Wort für Roman, riwaya, das sich vom Verb rawa – erzählen – herleitet, weist auf die Einbettung in die arabische Erzähltradition zurück.

Kein "arabischer Balzac"

Der ägyptische Romancier Nagib Machfus; Foto: AP
Der arabischen Tradition verhaftet: Ägyptens berühmter Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Nagib Machfus (1911-2006)

​​Als der ägyptische Romancier Nagib Machfus 1988 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, nannten ihn europäische und amerikanische Kritiker – insbesondere mit Bezug auf seine "Kairo-Trilogie" – gern den "Balzac des arabischen Romans". Aber Machfus ist kein Balzac und auch kein Galsworthy, Zola oder Thomas Mann. Machfus ist in der arabischen Tradition verwurzelt, und sein Stil verflicht die Feinheiten des Arabischen mit europäischen Einflüssen.

In dieser Hinsicht könnte man ihn eher als Geistesverwandten des um 776 in Basra geborenen Prosaautors al-Jahiz bezeichnen, dessen umfangreiches Werk als eine Art Brücke zwischen altarabischem Erbe und moderneren Erzählformen gilt: Sein kunstvoller Erzählstil und seine ausgefeilte Darstellungstechnik gelten auch modernen arabischsprachigen Autoren noch als Musterbeispiel.

Machfus als Erben Balzacs zu bezeichnen, bedeutet eine Beschränkung und Einengung seines Schaffens: In Werken wie "Die Kinder unseres Viertels" (1959), "Das Lied der Bettler" (1977), "Die Nacht der tausend Nächte" (1981) oder "Die Reisen des Ibn Fattuma" (1983) stützt sich Machfus unzweideutig auf die "Märchen aus 1001 Nacht", die Reiseberichte Ibn Battutas, die Prophetengeschichten und andere Vorformen des Romans in der arabischen Erzähltradition ab.

Selbstverständlich lassen sich noch weitere bedeutende zeitgenössische Schriftsteller nennen, welche die Gattung des Romans durch Rückgriffe auf die traditionelle arabische Dichtung und Prosaliteratur bereicherten. Ein bekanntes Beispiel ist der Palästinenser Emile Habibi (1922–1996), der zahlreiche Zitate, auch aus der arabischen Versdichtung, in seine Werke einfließen ließ oder Bezüge auf die klassische Literatur mit den Mitteln des Pastiches einarbeitete.

In seinem 1972 erschienenen Opus magnum, "Der Peptimist" – dessen Titel sich aus "Pessimist" und "Optimist" zusammensetzt –, bediente sich Habibi aus einem reichen Fundus arabischer Texte: Zitate aus dem Koran und Aussprüche des Propheten finden sich darin ebenso wie Gedichtzeilen und Bezüge zu Makamen, den Dichtungen al-Jahiz' und zu anderen klassischen arabischen Texten.

Gerade diese Hybridisierung macht Habibis Roman zu einem Meisterwerk der arabischen Literatur des 20. Jahrhunderts; auch in seinen übrigen Werken schöpft er aus dem volks- und hochliterarischen Erbe und schafft damit eine für vielerlei Lesarten offene Textform.

Vergangenes, Gegenwärtiges

Der Schriftsteller Gamal al-Ghitani; Foto: DW
Schaffte mit seinem Roman "Seini Barakat", der die allmähliche Wandlung eines "Volksretters" zu einem Tyrannen beschreibt, den literarischen Durchbruch: Gamal al-Ghitani

​​Originär, originell und innovativ sind also nicht die Werke, welche lediglich westliche Vorbilder imitieren, sondern diejenigen, welche ein Amalgam aus dem eigenen Erbe und der europäischen Romantradition schaffen.

Ein solcher Entwurf lässt sich auch in Gamal al-Ghitanis Roman "Seini Barakat" (1974) ausmachen; der Roman ist im Stil des ägyptischen Historikers Ibn Iyas (um 1448–1522) abgefasst, der unter anderem als Augenzeuge über die Eroberung des mamelukischen Ägypten durch die Ottomanen berichtet hat. Ibn Iyas rekapituliert die Ereignisse praktisch ohne Augenmerk auf den literarischen Effekt; seine Darstellung wirkt authentisch und direkt.

Al-Ghitanis Text wahrt die Besonderheiten dieser Sprache, ohne dabei die literarischen Ansprüche des Romans preiszugeben.

Fakhri Saleh

© Neue Zürcher Zeitung 2011

Redaktion: Arian Fariborz/Qantara.de

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Die internationale Gemeinschaft befindet sich in einem großen Dilemma: wie soll es weitergehen in Libyen? Denn es ist klar, dass sie militärisch eingreifen muss, um das Gaddafi-Regime zu beseitigen. Die Alternative wäre ein endloser Bürgerkrieg vor den Toren Europas.

Makus Halmann12.04.2011 | 09:49 Uhr

Ich befürchte auch, dass der Politologe F. Stephen Larrabee Recht hat, denn die Bedingungen in der Türkei und vor allem die lange Tradation des Kampfes um Demokratie unterscheiden sich in der Tat von denen in den meisten arabischen Ländern. Schöner Beitrag.

Ahmad Ezzat12.04.2011 | 17:13 Uhr

Gesegnt seid ,Anonimität ist ein bestandteil der Freiheit,und des inhalt kontex Qualität was zelt

Jaljaloot Elharoot13.04.2011 | 20:43 Uhr

Wunderbarer Beitrag von Michael Roes, den ich als Autor und kritischer Beobachter der arabischen Welt seit langem sehr schätze. Roes besitzt die nötige Empathie für die arabischen Bürger und den Respekt vor ihren Bedürfnissen und Sehnsüchten.

Hans Zimmermann17.04.2011 | 09:51 Uhr

Das Jahr 2001 sollte nicht wiederholt werden

Beate Elefant18.04.2011 | 23:29 Uhr

Der sogenannte Streit ums Kopftuch ist nur Symptom für die Unfähigkeit aller Akteure, sich den wichtigeren Problemen zu widmen. Das schreibe ich, obwohl ich die Argumente von Frau Kaddor nicht überzeugend finde.

Susan Müller-H...20.04.2011 | 07:46 Uhr

Die Sicherheitskräfte des verhassten Assad-Regimes haben heute und gestern in mehreren Städten und Regionen Syriens Massaker angerichtet. Wo es Tote gab, war das perfide Muster immer dasselbe: Nicht Polizisten in Uniform feuerten die tödlichen Schüsse ab, sondern Heckenschützen in Zivil, die auf Hausdächern lauerten und willkürlich in die Menschenmengen schossen, um Panik und Furcht auszulösen. In Homs sind dadurch so viele Menschen verletzt worden, dass Ärzte unter den Demonstranten in den Gassen der Altstadt improvisierte Lazarette einrichteten, erzählte eine Augenzeugin der BBC. Es ist an der Zeit, auch das Assad-Regime zu ächten und international zu isolieren.

Helmuth Alkadli22.04.2011 | 23:50 Uhr

Mit diesem Satz hat Jesus seinem Bruder gezeigt, dass die Liebe stärker ist als Hass und Neid.
Luzifer wollte seinen Bruder, den Metadron (Jesus) vom Thron stürzen, um für sich selber die Herrschaft zu stehlen. Jesus lies sich aus Liebe zu seinem "verlorenen" Bruder freiwillig am Kreuz morden. Er wußte, dass Gott ihm das Leben zurück geben wird.
GOTT IST >Leben kann man nicht töten. Es wäre sonst nicht das Leben das ewig ist! Es wandelt sich nur.

Die Christen beten beim Gottesdienst: "Deinen Tod oh Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit!" Da haben sich die Herren in Rom aber einen schönen Unsinn ausgedacht. Wer will denn noch immer den Tod Jesu verkünden und warum? Der Teufel will es. Nutzt ihm aber nichts, denn Jesus lebt und ändert von der geistigen Welt aus das Leben auf der Erde. Das ist ein sehr schwieriger Änderungsprozess, weil die Menschen freiwillig nichts ändern und auch nicht umdenken wollen.
Trotzdem wird das Werk gelingen, weil es der Wille Gottes, des Vaters ist.

Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft lässt Änderungen wie derzeit in der Arabischen Welt zu und auch im Christentum hat ein Nachdenken bereits begonnen. Gott ist die Liebe und die Liebe ist die stärkste Macht im Universum und Gott liebt uns alle gleich.
http://www.hopeland.at
Möge das Werk gelingen. Das wünsche ich mir und allen Menschen auf der Erde.
Mathilde

Mathilde Heiml30.04.2011 | 10:51 Uhr

exzellenter artikel. danke.

ulrich johannes...30.04.2011 | 12:56 Uhr

Die Idee, die durch die zurückgehende gesellschaftliche Bindungskraft der evangelischen Kirche ausgelöste (innere) Krise als Chance auf eine Neuformierung im Sinne einer neofundamentalistischen, gesellschaftliche Fragen ausblendenden Missionstheologie zu interpretieren, mag als privates Hirngespinst von Herrn Pfarrer (sic!) Teufel hingenommenwerden müssen, als Vorbote einer dadurch beförderten ethnisch-religiösen Kantonisierung unserer Gesellschaft ist es mir jedoch eine Horrorvorstellung! Stattdessen brauchen wir tatsächlich eine weit konsequentere Hinwendung zum Laizismus und die Rückkehr zu einer tatsächlich (statt nur noch alibimäßig betriebenen) umverteilenden Sozialpolitik und ein Bündnis aller (auch der jeweils moderaten Anhänger der diversen Religionen) zu deren Durchsetzung. Sonst können wir uns in zwanzig Jahren mit bosnischen Verhältnissen zwischen Rhein und Oder anfreunden...

Max Schumacher30.04.2011 | 17:02 Uhr

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