Buchvorstellung und Diskussion: Möglichkeiten und Grenzen von Trauma- und Resilienzdiskursen in der Arbeit mit Geflüchteten

13.02.2018 -
20:00 Uhr bis 22:30 Uhr
Buchhandlung Schwarze Risse
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin

Vorgestellt wird das Buch „Gewalt, Flucht – Trauma? – Grundlagen und Kontroversen der psychologischen Traumaforschung“ (Göttingen 2017) von Karin Mlodoch, Psychologin und Mitbegründerin des Vereins HAUKARI e.V. Es ist erschienen in der Reihe Fluchtaspekte, herausgegeben von Maximiliane Brandmaier, Barbara Bräutigam, Silke Gahleitner und Dorothea Zimmermann

Das Buch gibt einen Überblick über die Geschichte und die Hauptkontroversen in der psychologischen Traumaforschung und -debatte. Auf dem Hintergrund ihrer langjährigen Arbeit mit Frauen im Irak, die politische und soziale Gewalt überlebt haben, wirft sie einen kritischen Blick auf die zunehmende Bedeutung von Trauma- und Resilienzkonzepten in der Entwicklungszusammenarbeit ebenso wie in der Arbeit mit Geflüchteten in Deutschland und die damit verbundenen Entpolitisierungstendenzen im Umgang mit Gewalt und Krieg. Sie plädiert für eine sozialpolitische, kultur- und geschlechtersensible Perspektive auf Trauma und eine ressourcenstärkende und empowernde Arbeit mit Überlebenden von Gewalt.

Mit ihr diskutiert Lydia Hantke, Psychologin und Gründerin des instituts Berlin für Traumafachberatung und Traumapädagogik, zu den Möglichkeiten und Grenzen des Traumadiskurses. Sie hat zusammen mit Hans-Joachim Görges das Buch: „Handbuch Traumakompetenz: Basiswissen für Therapie, Beratung, und Pädagogik“ (Paderborn 2012) geschrieben.,

Moderation: Dorothea Zimmermann, Wildwasser Berlin