18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana

16.06.2017 - 09:00 Uhr bis 24.06.2017 - 18:00 Uhr
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin

Das 18. poesiefestival berlin findet vom 16. bis 24. Juni 2017 unter dem Motto „Europa_ Fata Morgana“ statt, veranstaltet vom Haus für Poesie in Kooperation mit der Akademie der Künste.

Realität, Wunsch oder Trugbild: Wie steht es um die Europäische Union? Wie steht es um die europäischen Werte? Im Inneren rütteln starke Fliehkräfte. Nationalstaatliche Abschottungsmanöver und Rechtspopulismus treffen die EU im Kern ihres demokratischen Grundverständnisses. Für die vielen Kulturen, die in ihr zusammenkommen, ist sie weit mehr als eine Wirtschaftsgemeinschaft: Vielfalt, Meinungs- und Kunstfreiheit und der Austausch über Ländergrenzen hinweg prägen die Lebenswelten der Europäerinnen und Europäer. Aus vielen Teilen der Welt kommen Menschen hierher, um eine Zukunft in Frieden und Demokratie zu finden.

Auf dem 18. poesiefestival berlin: Europa_ Fata Morgana ist die europäische Idee Gegenstand poetischer Auseinandersetzung. Das Haus für Poesie lädt Dichterinnen und Dichter aus der ganzen Welt nach Berlin ein, mittels Sprache Denkräume und Möglichkeitsfelder zu eröffnen.

Das 18. poesiefestival berlin widmet sich unter anderem der Außensicht auf Europa: Lyrikerinnen und Lyriker aus den 24 Nachbarländern der EU präsentieren ihre poetischen Reflexionen. Das Kolloquium zum Thema Poesie und Propaganda betrachtet Lyrik im Dienste radikaler Positionen, fragt nach ihrem Widerstandspotenzial und diskutiert, wie Poesie als Kunst der Sprache Macht und Wirklichkeit herstellt. Die Übersetzungswerkstatt VERSschmuggel kurdisch-deutsch bringt Dichterinnen und Dichter auf die Bühne, die in verschiedenen Staaten leben und aufgrund ihrer Sprache Schikanen, Verfolgung oder Ignoranz ausgesetzt sind. Bei 3D-Poesie jenseits von heimat und zeitgeist experimentieren internationale in Berlin lebende Künstlerinnen und Künstler mit den drei Kunstgattungen Tanz, Text und Musik.

Die Berliner Rede zur Poesie, die 2016 als neues Format der poetologischen Auseinandersetzung eingeführt wurde, ist nun fester Bestandteil des Poesiefestivals. Eröffnet wird das Festival mit Weltklang, einem Konzert großer Dichterinnen und Dichter in Versen, Stimmen und Sprachen. Den Abschluss bildet der Lyrikmarkt mit Verlagsständen, Lesungen, Live-Musik und Kinderprogramm.