Termine
Religion, Säkularität und Geschlecht in der globalisierten Welt - Tagung zur CARE-Arbeit
19. - 21.10.2012 | Goethe Universität Frankfurt, Martin Niemöller-Haus der EKH (Schmitten-Arnoldsheim)
„Füreinander Sorge tragen“: Tagung zur CARE-Arbeit vom 19.-21. Oktober, Goethe-Universität und Martin-Niemöller-Haus Schmitten/Ts.
FRANKFURT. Menschen tragen seit jeher und an jedem Ort füreinander Sorge.
Zunehmend jedoch beobachten wir heute globale Verschiebungen menschlicher Care-Arbeit nicht nur entlang von Geschlechter-, sondern auch von Armutsgrenzen.
Dieses weltweite Phänomen bedarf besonderer Betrachtung. Für die drei Religionen, die in der Sarah-Hagar-Tradition stehen, ist ein sorgsamer Umgang miteinander Teil ihres religiös begründeten Ethos.
Anhand des Care-Begriffs soll die Wechselwirkung von Gesellschaft und Religionen diskutiert werden. Welchen Einfluss haben Religionen auf die Vorstellungen des Fürsorgens? (Wie) kann die Zuordnung des Sorge-Tragens zu einem bipolaren und eindimensionalen Rollenbild aufgebrochen werden? Kann dies nur in einer säkularisierten Welt geschehen oder bedarf es dazu eines verstärkten Umdenkens in den Religionen und in der Theologie?
Die Veranstaltung ist eine Kooperationstagung der Evangelischen Akademie in Hessen und Nassau e.V., des Cornelia Goethe Centrum, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Initiative Sarah und Hagar.
Freitag, 19. Oktober 2012, 14.00 Uhr
Ort: Goethe Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum 1801
Vortrag: ‚Care‘ als Menschenrecht in einer Kultur der Vielfalt,
Prof. Dr. Ute Gerhard, Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt am Main
Kommentare: Prof. Dr. Micha Brumlik, Goethe Universität, Frankfurt am Main
Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Universität Münster
Prof. Dr. Amina Wadud, Starr King School for the Ministry, Berkeley, CA
Moderation: Prof. Dr. Ursula Apitzsch, Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt am Main
Samstag, 20. Oktober, 9.15 Uhr, Martin Niemöller-Haus der EKHN, Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten-Arnoldshain
Vortrag: Dimensionen des Care-Begriffs: Zwischen Fürsorge, Gerechtigkeit und Eigensinn
Prof. Dr. Margrit Brückner, Fachhochschule Frankfurt am Main
Kommentare: Hilft der Care-Begriff bei der interreligiösen Verständigung?
jüdisch: Jalda Rebling, Ohel Hachidusch, Berlin
christlich: Dr. Christine Globig, Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel
muslimisch: Rabeya Müller, Institut für interreligiöse Pädagogik und Didaktik, Köln
Vortrag: Die Ent-Sorgung menschlicher Reproduktionsarbeit entlang von Armuts- und Geschlechtergrenzen, Prof. Dr. Ursula Apitzsch, Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt am Main
Sonntag, 21. Oktober 2012, 9.30 Uhr, Martin Niemöller-Haus der EKHN,
Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten-Arnoldshain
Feministischer Talk: Reproduktion, Care und Anerkennung, Dr. Annette Mehlhorn, Bendorfer Forum, Rüsselsheim
Ewa Alfred, Rechtsanwältin und Familientherapeutin, jüdische Gemeinde Oranienburger Straße, Berlin
Hans Prömper, katholische Erwachsenenbildung im Haus am Dom, Frankfurt am Main
Rabeya Müller, Institut für interreligiöse Pädagogik und Didaktik, Köln
Moderation: Prof. Dr. Susanne Schröter, Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt
Anmeldung
Anmeldungen werden noch entgegen genommen.
Die Veranstaltungstage sind auch einzeln buchbar.
blumer@evangelische-akademie.de , Tel. 06084 – 95 98 122
Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn drittmittelstärksten und größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Parallel dazu erhält die Universität auch baulich ein neues Gesicht. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht ein neuer Campus, der ästhetische und funktionale Maßstäbe setzt. Die „Science City“ auf dem Riedberg vereint die naturwissenschaftlichen Fachbereiche in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei Max-Planck-Instituten. Mit über 55 Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität laut Stifterverband eine Führungsrolle ein.