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Podiumsdiskussion: „Repression of Academic Liberty and Freedom of Research in Turkey”

27.09.2012 | 19:30 Uhr | Humboldt Universität zu Berlin, Hausvogteiplatz 5-7, Raum 0109, 10117 Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

während der Aufstände in Nordafrika und Nahost im vergangenen Jahr wurde die Türkei immer wieder als beispielhafte Demokratie dargestellt. Tatsächlich hatten nach den massiven Repression der 1980er und 90er Jahre ab 2000 viele Intellektuelle in der Türkei, aber auch europäische Beobachter auf eine Öffnung und Liberalisierung des intellektuellen und politischen Klimas in der Türkei gehofft. Spätestens 2006 kam dieser Reformprozess jedoch ins Stocken. In den vergangenen Jahren erlebte die Türkei erneut eine massive Repressionswelle. Unter dem Vorwand der „Terrorismusbekämpfung“ wurden zahllose Akademiker, Intellektuelle, Übersetzer, Rechtsanwälte, Journalisten und Studenten inhaftiert. Dabei handelt es sich überwiegend um Personen, die sich für eine friedliche Lösung des türkisch-kurdischen Konflikts einsetzen. Dazu gehört die international renommierte Politikwissenschaftlerin Prof. Büşra Ersanlı von der Marmara-Universität in Istanbul. Sie wurde im Oktober 2011 inhaftiert und saß bis Ende Juli dieses Jahres in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen sie geht allerdings weiter; ihr drohen bis zu 22 Jahre Gefängnisstrafe.



Wir laden Sie ein zur Podiumsdiskussion am kommenden Donnerstag ein.

Gäste: Politikwissenschaftlerin Prof. Büşra Ersanlı (Istanbul), Prof. Hans-Lukas Kieser (Historiker, Zürich) und Prof. Christoph Neumann (Turkologe, München).

Veranstalter: International Working Group ‘Academic Liberty and Freedom of Research in Turkey’ (GIT), Berlin; unterstützt von Zentrum Moderner Orient, Rosa-Luxemburg-Stiftung und Sonderforschungsbereich 640 an der Humboldt Universität zu Berlin.


Veranstaltungssprache ist Englisch.