Gesichter der arabischen Revolutionen
Der arabische Frühling hat viele Gesichter: Wut, Hoffnung, Erschöpfung und bare Angst haben tausende Menschen zwischen Libyen und Syrien in den letzten Monaten durchlebt. Während sich in einigen Ländern bereits die Sorge vor Konterrevolutionen und Frustration über den politischen Stillstand nach dem Umsturz breit macht, fürchten andernorts Menschen noch um ihr blankes Überleben.
Wael Ghonim gründete die Facebook-Gruppe „Wir sind alle Khaled Said“ und avancierte somit zum Helden der Revolution. Dem Aufruf der Facebook-Gruppe, am 25. Januar 2011 auf dem Tahrir-Platz zu demonstrieren, folgten Zehntausende; Foto: AP
Ägyptische Demonstranten auf dem Tahrir-Platz mit einem Plakat des von Polizisten zu Tode geprügelten jungen Mannes Khaled Said; Foto: AP
Blanke Wut: Mann verbrennt Porträt des Ex-Präsidenten Mubarak...; Foto: dapd
Der demografische Wandel, hohe Jugendarbeitslosigkeit und Unzufriedenheit mit repressiven politischen Systemen gelten als explosive Mischung, die zu den Aufständen führten; Foto: AP
Schrei nach Freiheit: Bei den Massenprotesten am 25. Januar 2011 standen zehntausende Ägypter 30.000 Polizisten und Sicherheitskräften gegenüber; Foto: AP
Ägyptische Jugend auf den Straßen von Kairo: Neben Wut und Ärgernis gibt es auch freudige Emotionen unter den jugendlichen Anti-Mubarak-Demonstranten; Foto: AP
...während sich seine Landsleute nicht davon abhalten lassen, Revolutionslieder zu singen; Foto: AP
Die Ägypterinnen protestierten vollkommen gleichberechtigt gegen das herrschende System. Ein Anblick, der manchen westlichen Beobachtern fremd erschien; Foto: dpa
Freude und Erleichterung nach Mubaraks Abtritt auf dem Tahrir-Platz. Die Schmerzen scheinen vergessen; Foto: dpa
Nach dem politischen Umsturz kommt die Sorge vor islamistischen Kräften: Tunesierinnen demonstrieren für Freiheit und ein laizistisches System nach dem Sturz Ben Alis; Foto: Lina Ben Mhenni
Bereits am 27. Januar 2011 begannen die Massenproteste im jemenitischen Sanaa gegen Präsident Ali Abdullah Salih. Auch hier ging der Staat gewaltsam gegen die Demonstranten vor; Foto: AP
Vor allem Intellektuelle, Frauen und Jugendliche fühlen sich als Opfer der als Rückschritt empfundenen Wiedervereinigung des Nord- und Südjemen von 1990 unter Präsident Saleh; Foto: AP
Am 18. März 2011, dem „Blutigen Freitag“, schossen jemenitische Sicherheitskräfte von Dächern aus auf Demonstranten und töteten dabei 52 Menschen; Foto: dpa
Jemenitische Regierungsgegner jubeln über die Ausreise von Staatschef Ali Abdullah Saleh zu einem Klinikaufenthalt in Saudi-Arabien. Saleh wurde bei einem Anschlag auf den Präsidentenpalast durch Granatensplitter verletzt; Foto: AP
Furcht vor Assads Schergen: Aus Angst vor Gewalt des syrischen Regimes sind viele Syrer in die Türkei geflüchtet, wo sie in vier Zeltlagern untergebracht sind und weitgehend abgeschirmt werden; Foto: dapd
Bei einem Treffen von syrischen Oppositionellen in Istanbul am 16. Juli 2011 wurde über Strategien zum Sturz Präsident Assads beraten. Über die Bildung einer Übergangsregierung gab es keine Einigung; Foto: dpa
Internetaffine und multimedial versierte Jugend: Die Generation arabischer Protestjugend ist global vernetzt, bisher war sie aber von politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen ausgeschlossen; Foto: AP
Libyscher Oppositionskämpfer mit Kind: Die Kämpfer werden während der Auseinandersetzungen von ihren Familien mit den notwendigsten Mitteln und Nahrung versorgt; Foto: DW/Gaia Anderson
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